Bietigheim Steelers Lepaus sichert den Steelers den Extrapunkt

Von Michael Nachreiner
Teemu Lepaus (rechts) legt im Penaltyschießen die Scheibe an DEG-Goalie Henrik Haukeland vorbei. Foto: /Mathias Lehmann

Bietigheim gewinnt bei der Düsseldorfer EG mit 1:0 nach Penaltyschießen und verkürzt dadurch den Rückstand in der DEL-Tabelle auf die Augsburger Panther auf dem vorletzten Platz auf sechs Zähler.

Die Bietigheim Steelers haben mit dem 1:0-Erfolg nach Penaltyschießen bei der Düsseldorfer EG den fünften Auswärtssieg der Saison eingefahren. Den entscheidenden Treffer erzielte Teemu Lepaus mit dem insgesamt neunten Penalty in der Zusatzschicht. „Wir waren defensiv besser als die letzten beiden Spiele“, analysiert Steelers-Goalie Cody Brenner am Mikrofon von Magenta Sport nach der Partie, ist allerdings nicht ganz zufrieden: „Wenn wir zu null spielen, sollten wir eigentlich drei Punkte mitnehmen.“ Und Josef Eham von der DEG ergänzt: „Die Bietigheimer haben gut verteidigt und vor allem gut die neutrale Zone gehalten. Dennoch war das von uns zu wenig.“

Steelers verkürzen Rückstand

Laut Brenner ist es der Beginn einer Aufholjagd auf die Augsburger Panther. Die bayrischen Schwaben rangieren auf dem vorletzten Platz und haben nach der 1:6-Niederlage gegen Spitzenreiter EHC Red Bull München am Sonntag nur noch sechs Punkte Vorsprung auf die Bietigheimer.

Wie zuletzt stand zunächst die Steelers-Defensive im Fokus. Doch anders als gegen Wolfsburg und in München hielten die Bietigheimer ihren Kasten sauber. Nachdem die Gäste die Anfangsoffensive der DEG überstanden hatten, waren sie sogar das bessere Team. „Wir haben Druck gemacht, die Düsseldorfer zu Scheibenverlusten gezwungen und uns viele Chancen herausgearbeitet“, erklärt Chris Wilkie in der Drittelpause. Die Statistik wies am Ende sieben Torschüsse für die Steelers, aber nur fünf für die Gastgeber aus. Doch die Durchschlagskraft fehlte. Tim Schüle traf beispielsweise bei einem Drei-gegen-zwei-Konter nur den Pfosten (12.).

In der Folge entwickelte sich ein Duell auf Augenhöhe mit wenigen hochkarätigen Möglichkeiten. Die besseren hatten allerdings die Düsseldorfer. Doch Brenner hielt das 0:0 fest. So machte sich der Gästegoalie bei einem Schuss von Alec McCrea nach einem Querpass durch den Slot richtig lang (34.). Auch gegen Alexander Barta (46.) und gegen Philip Gogulla (57.) war Brenner zur Stelle – beide Düsseldorfer hatten den Puck allerdings auch nicht richtig getroffen.

Videobeweis nach Pfostentreffer

Bei einem Schuss von Daniel Fischbuch war aber auch Brenner schon geschlagen. Die Scheibe prallte jedoch nur vom Pfosten an den Oberschenkel des Schlussmanns der Bietigheimer (56.). Bei der nächsten Spielunterbrechung kontrollierten die Schiedsrichter dennoch die Situation, da es zuletzt einige Kritik an den Leistungen der Unparteiischen gegeben hatte. Im Spiel zwischen den Iserlohn Roosters und den Fischtown Pinguins Bremerhaven am 6. Januar beispielsweise war ein Tor trotz Videobeweis gegeben worden, obwohl der Puck nur an die Latte gegangen war.

Beide Teams sind vorsichtig

In der Verlängerung gingen beide Mannschaften nicht das höchste Risiko. Immer wieder drehte der puckführende DEG- oder Steelers-Spieler ab und baute den jeweiligen Angriff über die eigene oder die neutrale Zone neu auf, um nicht nach einem Scheibenverlust in einen Konter zu laufen.

Die Torflaute setzte sich auch im Penaltyschießen fort. Weder Barta, Gogulla und Fischbuch auf Düsseldorfer Seite noch C.J. Stretch, Daniel Weiß und Wilkie trafen in der ersten Runde. Auch Chase Berger für die Bietigheimer und Victor Svensson scheiterten. Erst Lepaus brachte den Puck an DEG-Goalie Henrik Haukeland vorbei, bevor Alexander Ehl ebenfalls scheiterte.

 
 
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