Bietigheim Steelers Lob für den Coach von oberster Stelle

Von Andreas Eberle
Der finnische Trainer Pekka Kangasalusta stand bei bisher acht DEL-Spielen an der Steelers-Bande. Dabei sprangen zwei Siege heraus: ein 3:0 in Iserlohn und ein 6:5 gegen Nürnberg. Foto: Baumann/Julia Rahn

Steelers-Boss Volker Schoch zeigt sich angetan von Pekka Kangasalustas Arbeit. Ein mittlerer fünfstelliger Betrag steht für eine zeitnahe Neuverpflichtung bereit. Zum Jahresabschluss geht’s zu den Adlern Mannheim.

Die Bietigheim Steelers sehen in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) zumindest einen kleinen Lichtschein am Ende des Tunnels. Mit dem 6:5-Heimsieg am Mittwoch gegen die Nürnberg Ice Tigers nach Verlängerung hat sich für die Schwaben die Lage im Tabellenkeller um einige Lux aufgehellt. Mit nun 24 Zählern steht der SCB zwar weiter auf dem sicheren Abstiegsrang 15. Doch der Rückstand zum kriselnden Meister Eisbären Berlin (Platz 13, 37 Punkte) und den Augsburger Panthern (Platz 14, 30 Punkte) ist zumindest ein bisschen kleiner geworden. Die beiden Abstiegsrivalen sind im Gegensatz zu den Steelers am 36. Spieltag jeweils leer ausgegangen.

Zum letzten Spiel des Jahres 2022 tritt das Team um Kapitän Constantin Braun an diesem Freitag (19.30 Uhr) beim Titelanwärter Adler Mannheim an. Den drittplatzierten Kurpfälzern scheint im Schlussspurt die Puste auszugehen. Von den vergangenen vier Begegnungen gewannen sie nur eine. Dennoch weiß Bietigheims Trainer Pekka Kangasalusta um die Herkulesaufgabe: „Das ist eine gewaltige Herausforderung für uns. Wir werden uns deutlich steigern müssen, um in Mannheim zu bestehen.“

Gegen Nürnberg hatte der Naud-Nachfolger auf Goalie Cody Brenner, Youngster Fabjon Kuqi (beide erkältet) sowie Nachwuchsverteidiger Jimmy Martinovic verzichten müssen. Nach auskurierten Rückenbeschwerden nimmt Letzterer inzwischen aber schon wieder an den Übungseinheiten teil. Auch Torjäger Chris Wilkie soll nächste Woche ins Mannschaftstraining zurückkehren. Momentan trägt der 26-jährige US-Amerikaner an seinem verletzten linken Fuß noch eine Schiene zur Stabilisierung.

Fall Peterson als Mahnung

In puncto Verstärkungen könnte sich in den nächsten Tagen noch etwas tun. Im Rahmen einer Sponsorenoffensive ist Geschäftsführer Volker Schoch zufolge ein Betrag im mittleren fünfstelligen Bereich zusammengekommen. Erfahrungsgemäß reicht so eine Summe, um zumindest einen Neuzugang mit dem entsprechenden Niveau zu verpflichten. „Wir suchen intensiv auf dem Markt, sind aber nicht die einzigen, die gerade auf der Suche sind“, sagt Schoch und betont: „Es gibt genug Leute, die uns angeboten werden. Es gibt aber immer auch Gründe, warum ein Spieler aktuell ohne Klub dasteht.“ So einen Reinfall wie vor einem Jahr mit Avery Peterson wollen die Steelers jedenfalls nicht noch mal erleben. Der US-Amerikaner hatte Bietigheim nach nur zwei DEL-Einsätzen fluchtartig verlassen und war in seine Heimat zurückgeflogen, um sich einem Verein aus der drittklassigen ECHL anzuschließen – ein klarer Fall von Vertragsbruch.

Kommt im Januar Verstärkung?

Dass die Zeit drängt, ist Schoch bewusst: „Im Februar brauchst du keinen Spieler mehr holen. Wenn wir personell etwas tun, muss das zeitnah passieren. Ob, wen und auf welcher Position entscheiden die Trainer.“ Apropos Coach. Von Kangasalusta und dessen Arbeit zeigt sich der Klubchef angetan. „Der Trainer erfüllt definitiv die Erwartungen. Er verteilt die Rollen und Aufgaben im Team so, dass jeder weiß, was er zu tun hat. Dabei sind ihm Alter, Historie oder Nationalität eines Spielers völlig egal“, sagt Schoch und würdigt den pragmatischen Ansatz des Finnen: „Pekka schreit nicht nach neuen Spielern, sondern arbeitet mit dem, was er hat.“  

 
 
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