Bietigheim Steelers Mit einfachem Spiel zum Sieg

Von Manuel Schust
Steelers-Stürmer Cole Fonstad (rechts) ist mit fünf Treffern ligaweit der beste Torschütze in den laufenden DEL2-Playoffs. Foto: /Kim Enderle

Nach der 2:1-Serien-Führung wollen sich die Steelers am Mittwoch (19.30 Uhr) vor heimischer Kulisse den Matchball gegen Ravensburg sichern.

Während die ersten beiden Spiele der DEL2-Viertelfinal-Serie zwischen den Bietigheim Steelers und den Ravensburg Towerstars erst in der Verlängerung entschieden wurden, konnten sich die Ellentäler in Spiel drei am Sonntag recht deutlich mit 5:2 durchsetzen und mit 2:1 in der Serie in Führung gehen. Nach dem Sieg im richtungsweisenden Spiel haben die Steelers am Mittwoch (19.30 Uhr) die Möglichkeit, vor den eigenen Fans in der Ege-Trans-Arena einen Matchball in der Best-of-Seven-Serie zu erspielen.

Nach dem Sieg im ersten Heimspiel am vergangenen Freitag haben die Steelers den Schwung aus dem Overtime-Erfolg auch gut in Spiel drei mitgenommen. Von Beginn an attackierte das Dück-Team die Ravensburger und zeigte sich als die spielbestimmende Mannschaft. Als die Towerstars dann versuchten, dem Druck der Steelers mit übertriebener Härte zu begegnen, handelten sich die Oberschwaben mehrere Zeitstrafen ein. In Unterzahl wurden die Schwächen der Towerstars und die Stärken der Steelers nur noch offenkundiger.

Vor allem das aus Jack Dugan, Brett Kemp und Cole Fonstad bestehende Steelers-Trio dominierte in der Special Team-Formation und sorgte durch drei Treffer im Auftaktviertel für die Führung. Auch SCB-Trainer Alexander Dück gefiel der Auftritt seines Teams in Überzahl.

Doch der SCB-Trainer fand auch kritische Worte für seine Schützlinge Denn nach dem furiosen Auftakt, bei dem die Bietigheimer den Gegner phasenweise dominierten, verpassten es die Ellentäler, nachzulegen und mit einem vierten Treffer für eine frühe Vorentscheidung zu sorgen. Die Chancen waren gegen stärker werdende Ravensburger da.

Leichtigkeit verloren

Doch anstatt weiter auf ein einfaches und schnörkellos Spiel zu setzen, verloren die Steelers in dieser Phase ihre Leichtigkeit.

„Mit dem zweiten Drittel muss ich unzufrieden sein“, betonte Alexander Dück daher nach dem Spiel. „Wir haben angefangen, die Scheibe langsamer zu bewegen, länger zu halten und schöne Plays zu suchen. Ähnlich war es im Aufbau und in der Bewegung der Scheibe. Es war klar, dass Ravensburg kommen würde. Wir müssen dann cool bleiben und die einfachen Sachen spielen, auch wenn die guten Plays nicht da sind. Das hat uns etwas aus dem Spiel rausgenommen.“

Abgesehen vom Empty Netter, mit dem Kapitän Alexander Preibisch das Tor zum 5:2-Schlusspunkt gelang, erzielten die Bietigheimer am Sonntag alle Treffer in Überzahl. Auch deshalb fordert Trainer Dück vor Spiel vier: „Wir müssen definitiv im Fünf-gegen-Fünf besser werden. Auch gegen eine läuferisch so starke Mannschaft wie Ravensburg, die uns wenig Raum gibt.“

Führungsspieler in der Pflicht

Towerstars-Trainer Bob Subr forderte nach der Partie von seinen Führungsspielern, auch wie solche zu agieren. Während Ravensburg in den ersten Spielen gut gestartet war, dann aber nachließ, waren die Towerstars zu Beginn von Spiel drei nicht bereit. Es ist davon auszugehen, dass die Oberschwaben am Mittwoch wieder eine deutlich höhere Laufbereitschaft an den Tag legen werden. Doch sollten die Steelers weiter in Überzahl-Situationen so effektiv sein und ihr Spiel einfach halten, stehen die Chancen gut für einen weiteren Sieg des SCB.

 
 
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