Nach dem souveränen 4:1-Heimerfolg am vergangenen Sonntag empfingen die Bietigheim Steelers mit den Eisbären Regensburg den Tabellensiebten am Freitagabend in der Ege-Trans-Arena. Die Donaustädter hatten die erste Begegnung beider Teams im Oktober mit 5:1 noch deutlich gewinnen können. Nun reisten die Eisbären mit drei Niederlagen im Gepäck ins Ellental. In einem packenden Eishockeyspiel verpassten es die Gastgeber lange, die Partie für sich zu entscheiden. Doch in den letzten Minuten konnten die Bietigheimer den 3:2-Heimsieg sicherstellen.
Bietigheim Steelers Nächster Heimsieg für die Ellentäler
Gegen die Eisbären Regensburg lassen die Bietigheim Steelers zwar viele Chancen aus, können in der Schlussphase die Partie vor 3247 Zuschauern aber für sich entscheiden.
Bei den Ellentälern fehlten Sören Sturm (gebrochener Zeh) und Kapitän Alexander Preibisch (Unterkörperverletzung). Trainer Alexander Dück vertraute der gegen Freiburg erfolgreichen Startformation. Neben Goalie Olafr Schmidt schickte er die Verteidiger Pawel Dronia und Maximilian Söll neben Cole Fonstad, Benjamin Zientek und Goldhelm Jack Dugan zunächst aufs Eis.
Führungstreffer durch Fischer
Die Partie begann munter und die Scheibe lief gut durch die Reihen beider Mannschaften. Weder den Bietigheimern noch den Regensburgern gelang es dabei aber, sich richtig zwingende Chancen herauszuspielen. Gerade als die Gäste etwas mehr Spielanteile und Torschüsse verbuchen konnten, legte Marek Racuk nach einem Bully für Brett Kemp auf. Der Kanadier fackelte nicht lange und zog per Direktschuss ab und die von Gäste-Goalie Konrad Fiedler abgeprallte Scheibe lag plötzlich frei vor dem Torraum. Mike Fischer reagierte am schnellsten, machte seinen Stock ganz lang und bugsiert das Hartgummi über die Linie zum umjubelten 1:0 (11.).
Doch die Freude über die Führung sollte nicht lange währen, denn Regensburg glich kurz darauf aus. Yuma Grimm fand nach einem Scheibengewinn auf der linken Seite Bryce Kindopp, der ganz trocken zum Ausgleich einschieben konnte (15.). Anschließend hatten die Gäste eine starke Drangphase. Doch erneut sollten die Steelers in Führung gehen. In der 18. Minute zog Mike Fischer von der blauen Linie ab und Marek Racuk fälschte den Puck mit der Kelle zur erneuten Führung ab (18.).
Nach einer Strafzeit gegen Regensburgs Nick Mähler starteten die Bietigheimer in Überzahl ins zweite Drittel. Ein Schuss von Brett Kemp knallte ans Gehäuse. Obwohl die Scheibe gut lief, hielten sich die Gäste dennoch schadlos. Auch die Eisbären trafen anschließend in Überzahl durch Samuel Payeur den Außenpfosten. Kaum hatten die Ellentäler die erste Unterzahl gut überstanden, musste auch Brett Kemp mit einer 2-Minuten-Strafe vom Eis. Doch das Penalty Killing der Grün-Weißen funktionierte erneut gut – auch dank eines sicheren Rückhalts in Form von Goalie Olafr Schmidt. Die Steelers schafften es sogar, einige Konter zu setzen. In einer aussichtsreichen 2-gegen-1 Situation entschied sich Bastian Eckl für den Abschluss, anstatt den gut positionierten Marek Racuk zu bedienen – und scheiterte an Regensburgs Keeper Fiedler. Auch Brett Kemp konnte nach einem Scheibenverlust der Eisbären den Gäste-Goalie im 1-gegen-1 nicht überwinden.
Die Bietigheimer waren dem Ausbau der Führung näher als die Gäste dem Ausgleich. Gestoppt wurde die Drangphase der Ellentäler nur durch weitere Unterzahl-Situationen. Zuerst musste Pawel Dronia wegen Stockschlags vom Feld, danach Jack Dugan wegen Beinstellens. Doch wieder konnte Regensburg aus der Überzahl kein Kapital schlagen.
Etliche Chancen ausgelassen
Im Schlussdrittel dominierten die Ellentäler phasenweise und spielten sich weitere hochkarätige Chancen heraus. Aber Dugan, Eckl, Dronia, Fonstad und auch Schüle gelang es nicht die Scheibe im Tor unterzubringen. Zweieinhalb Minuten vor Ende nahm Regensburg eine Auszeit und zog Goalie Fiedler vom Feld. Benjamin Zientek traf zuerst nur den rechten Außenpfosten des leeren Regensburger Tors, ehe Tim Schüle die Scheibe aus der eigenen Hälfte ins Tor schlenzen und für das erlösende 3:1 sorgen konnte. Doch noch gaben die Gäste nicht auf. In der Schlussminute erhielten die Steelers eine Strafe wegen unsportlichen Verhaltens der Bank. In Überzahl gelang Donat Peter der späte Anschlusstreffer für die Eisbären, doch es blieb beim 3:2 für die Ellentäler.
Nach der Partie lobte Gästetrainer Peter Flache die Steelers, die für ihn „einfach bissiger waren“. Diesem Urteil wollte sich Steelers-Trainer Alexander Dück nicht ganz anschließen: „Wir waren in der Unterzahl gut drin und Schmidt hat gut gehalten. Ansonsten haben wir uns lange sehr schwer getan und viele leichtsinnige Scheibenverluste gehabt. Das können wir definitiv besser spielen. Drei Punkte sind am Ende das, was zählt. Am Rest müssen wir arbeiten.“
Bereits am Sonntag (19.30 Uhr) steht für die Steelers das nächste Auswärtsspiel auf dem Programm. Dann gastieren die Ellentäler beim EC Bad Nauheim.
