Die vor der Saison von vielen Eishockeyfans als die beiden stärksten gehandelten Teams warten an diesem Wochenende auf die Bietigheim Steelers. In der DEL2 stehen nach der bitteren Pleite am vergangenen Sonntag in Rosenheim die nächsten Brecher an: An diesem Freitag um 19.30 Uhr warten die Eislöwen aus Dresden auf den SCB. Die Sachsen spielten in der Vorsaison noch in der DEL, stiegen aber nach nur einem Jahr im Oberhaus direkt wieder ab. Am Sonntag um 17 Uhr steht dann das Heimspiel gegen den Vorjahresfinalisten und ewigen Zweiten aus Kassel auf dem Plan.
Bietigheim Steelers Ohne Dugan zum Absteiger nach Dresden
Der US-amerikanische Stürmer fehlt am fünften Spieltag in der DEL2 gesperrt. Gegen die Kassel Huskies am Sonntag ist er allerdings wieder mit dabei.
Und obwohl beide Gegner der Ellentäler vor der Saison hoch im Kurs standen, kommen beide mit gänzlich unterschiedlichen Voraussetzungen auf die Steelers zu. Dresden erlebte einen Horror-Start in die neue Saison. Drei Niederlage am Stück kassierte das Team von Bo Subr zu Saisonbeginn, am vergangenen Sonntag gab es dann im vierten Anlauf immerhin den ersten Sieg gegen Ravensburg. Dennoch stehen die Sachsen schon jetzt massiv unter Zugzwang, sind aktuell Vorletzter und haben mit 17 Gegentoren aus vier Partien die geteilt schlechteste Defensive der Liga.
Deftige Auftaktniederlage für den Absteiger
Das rührt auch daher, dass die Eislöwen am ersten Spieltag bereits bei einer 3:7-Klatsche beim letztjährigen Playoff-Finalisten, den Kassel Huskies, übel auf den Boden der Tatsachen geworfen wurden. Denn auch die Steelers mussten schon am eigenen Leibe erfahren, wie hart es ist, sich nach einem Abstieg in der DEL2 zu fangen. 2023/24 wurde der SCB direkt in die Oberliga durchgereicht.
Kassel ist auf der anderen Seite – auch dank des Rückenwinds aus dem deutlichen Auftaktsieg – mal wieder gut in die Saison gestartet. Den Traumstart aus der vergangenen Saison konnten die Hessen allerdings nicht übertreffen. Da gewannen sie alle vier Auftaktspiele nach 60 Minuten, standen mit 12:5 Toren an der Spitze und dominierten die Gegner. In dieser Saison liest sich die Bilanz aber nur in wenigen Kategorien minimal schlechter. Gegen Freiburg am vierten Spieltag gab es den Sieg erst im Penalty-Shoot-Out, so verloren die Huskies einen Zähler. Offensiv ist die Maschinerie dafür voll im Gange, mit 17 Toren ist die Sechs von Petteri Väkiparta die gefährlichste der gesamten DEL2. Hunter Garlent und Matt White haben beide bereits je acht Scorerpunkte auf dem Konto (beide zwei Tore, sechs Vorlagen).
Ein solcher Torgarant ist für die Schwaben am Sonntag gegen die Hessen wieder zurück, fehlt allerdings noch gegen Dresden. Denn Jack Dugan wurde nach einer Spieldauerdisziplinarstrafe im Duell gegen Rosenheim für eine Partie gesperrt. Der US-Amerikaner fuhr laut der Liga einen zu harten Check mit der Hüfte gegen den Kopf von Ex-Steelers-Stürmer Lewis Zerter-Gossage. Infolge dessen heißt es „Zuschauen“ für Dugan, gegen Dresden sitzt er nur auf der Tribüne.
Noch kein Tor-Regen des letztjährigen Goldhelms
Gegen Kassel darf er dann aber wieder mitspielen und will seinen zweiten Saisontreffer erzielen. Bislang muss er sich noch mit nur einem Tor zufriedengeben, die Steelers-Offensive ist in dieser Saison aber auch deutlich breiter aufgestellt als noch im Vorjahr, was etwas Last von den Schultern des US-Amerikaners nimmt und andere Spieler in den Fokus stellt.
Dennoch ist Dugan immer ein Stürmer, der für Gefahr sorgen kann und auch gerne seine Mitspieler bedient. Denn im Tempospiel, dass von Coach Tim Kehler aufgezogen wird, brilliert er. Trotz der 3:5-Pleite gegen Rosenheim lobte der Trainer: „Es war mehr Tempo, als in den anderen Spielen.“ Das mache auch die Steelers-DNA in dieser Saison aus, erklärte Kehler vor der Spielzeit: Vollgas-Hockey und eine unermüdliche Laufbereitschaft.
