Bietigheim Steelers Preibisch: „Wir sind nicht die, die wir vor zehn Jahren waren“

Von Niklas Braiger
Alexander Preibisch will gegen Crimmitschau und Weiden jeweils drei Punkte einfahren. Am vergangenen Wochenende klappte das nicht. Foto: /Hansjürgen Britsch/Pressefoto Baumann

Kapitän Alexander Preibisch weiß, dass sich in den letzten Jahren einiges getan hat. Deswegen warnt er im Saisonendspurt vor zu hohen Erwartungen.

Zwei Drittel der aktuellen DEL2-Saison sind inzwischen absolviert. Als Aufsteiger stehen die Bietigheim Steelers Mitte Januar gut da, der Tabellensiebte hat jedoch sowohl auf die direkten Playoff-Plätze inklusive Heimrecht noch Chancen (vier Zähler Rückstand), könnte aber auch noch auf die Playdown-Ränge abrutschen (sechs Punkte Vorsprung). Um letzteres zu vermeiden, sollen an diesem Freitag Punkte gegen die direkte Konkurrenz her: Dann geht es nämlich zum Auswärtsspiel gegen die direkten Tabellennachbarn und punktgleichen Eispiraten aus Crimmitschau (19.30 Uhr).

Doch trotz der aktuell guten Ausgangslage will Kapitän Alexander Preibisch weiterhin den Blick gegen den Abstieg richten. „Die Tabelle ist immer noch eng. Wenn man an einem Wochenende ohne Punkte rausgeht, muss man aufpassen. Aber wir sind guter Dinge, dass wir das schaffen“, macht der Stürmer deutlich und warnt vor einer Art Selbstverständlichkeit: „Es ist gefährlich wenn es in die Köpfe reinkommt, dass man denkt: Jetzt läuft es, jetzt wird es immer weiter so laufen.“

Vom eigenen Spiel abgekommen

Das war auch gut gegen die Eisbären Regensburg vor einer Woche zu sehen. Da traten die Steelers zu verspielt auf, vergaben zahlreiche Großchancen und gingen am Ende deutlich mit 1:5 als Verlierer vom Eis. „Wir haben da schon unseren Weg verlassen, da wir nicht das gespielt haben, was uns stark macht“, schildert Preibisch, der verdeutlich, in welcher Lage sich die Ellentäler befinden: „Wir kämpfen darum, uns in der Liga zu etablieren. Wir sind nicht die Bietigheim Steelers, die wir vor zehn Jahren waren, sondern wir sind gerade aus der Oberliga aufgestiegen, dass muss jeder verstehen.“

Mit einem Sieg gegen Crimmitschau könnte man wieder in die Top-Sechs springen, die einen automatischen Playoff-Platz garantieren würden. Bei einer Niederlage rutscht der SCB sicher auf Rang acht ab, den die Eispiraten im Moment belegen. Auch die restliche unmittelbare Konkurrenz – Düsseldorf, Weißwasser und Weiden – könnte wieder auf drei Punkte heranrücken. Besondere Brisanz bringt auch das Spiel am Sonntag, dann erwarten die Steelers nämlich eben jene Blue Devils aus Weiden. Sollte das Worst-Case-Szenario eintreffen, könnten die Bietigheimer nach diesem Wochenende auf einem Playdown-Rang stehen.

Doch so weit soll es nicht kommen. Preibisch und Co. bauen weiterhin auf ihr gewohntes Spiel. „Eigentlich sollten wir immer nur auf uns selbst achten, dass wir besser werden. Das, was der Gegner macht, sollte eigentlich besprochen werden, aber wir dürfen uns nicht zu hart darauf anpassen“, so der Kapitän. Auch Crimmitschau wolle man „den eigenen Stempel aufdrücken“ und mit drei Punkten im Gepäck nach Hause fahren.

 
 
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