Bietigheim Steelers SCB darf die Joker nicht unterschätzen

Von Manuel Schust
Arne Uplegger war gegen Rosenheim der beste Spieler auf dem Eis und erzielte zwei Tore. Foto: /Alexander Keppler/Baumann

Am Dienstag (19.30 Uhr) sind die die Steelers zu Gast beim ESV Kaufbeuren.

Nach dem überzeugenden 5:2-Heimsieg gegen die Starbulls Rosenheim steht für die Bietigheim Steelers am Dienstag (19.30 Uhr) eine vermeintlich leichte Aufgabe auf dem Programm. Die Ellentäler sind in Kaufbeuren zu Gast beim abgeschlagenen Letztplatzierten der DEL2. Steelers-Trainer Alexander Dück mahnt allerdings, das Spiel so anzugehen, wie jedes andere auch.

Ersten Charaktertest bestanden

Weniger als 47 Stunden lagen zwischen der ernüchternden Niederlage gegen Ravensburg (2:4) und dem furiosen Auftritt gegen Rosenheim. Headcoach Alexander Dück hatte mit seinen Aussagen in der Pressekonferenz nach dem Ravensburg-Spiel eine Trotzreaktion seines Teams geradezu provoziert. „Jeder lobt uns, jeder sagt wir sind das heißeste Team“, mäkelte Dück. „Das ist vielleicht einer der Gründe, dass die Spieler das ein bisschen zu sehr an sich heranlassen und denken, es geht einfach so weiter.“

Die Forderung zur Rückkehr zum einfachen, schnörkellosen Spiel und über „Dreckstore“ ins Spiel zu kommen, setzten seine Spieler gegen Rosenheim gut um. Allen voran machte Arne Uplegger ein überragendes Spiel. Der 27-Jährige, der seinen Vertrag bei den Steelers um eine weitere Saison verlängert hat, erzielte zwei Tore und war in der Abwehr eine tragende Säule im Spiel der Ellentäler. Alexander Dück lobte den im Sommer von den Dresdner Eislöwen ins Ellental gewechselten Verteidiger. „Er hat eine andere Rolle in Dresden gehabt, war dort mehr Aufräumer“, betonte Dück nach dem Sieg gegen Rosenheim. „Wir haben ihm das Vertrauen gegeben, haben gesagt, er soll mit der Scheibe laufen. Er muss nicht mehr für die anderen Spieler den Putzlappen spielen, sondern soll sich trauen. Nach unserem letzten Gespräch hat er alles umgesetzt, was wir von ihm wollten. Er war heute der beste Mann bei uns.“

Gute Erinnerungen an Kaufbeuren

In Kaufbeuren müssen die SCB-Spieler nun unter Beweis stellen, dass der Auftritt gegen Rosenheim nicht nur ein Strohfeuer gewesen ist. In der Vorbereitung unterlagen die Steelers bei den Jokern noch mit 2:5. An die beiden Liga-Partien gegen den ESVK haben die Ellentäler aber gute Erinnerungen. Am 3. Spieltag gelang den Bietigheimern nach einem 3:2-Sieg im Penaltyschießen der erste Punktgewinn der laufenden DEL2-Saison. Und am 16. November feierte das Dück-Team beim 9:3-Heimerfolg über Kaufbeuren den bislang höchsten Sieg der Spielzeit.

Dass man die Allgäuer nicht unterschätzen darf, musste der EHC Freiburg am vergangenen Freitag schmerzhaft erfahren. Die Breisgauer, die gegen die Steelers am letzten Dienstag noch siegten, unterlagen den Jokern mit 4:2.

In Krefeld war Kaufbeuren am Sonntag allerdings chancenlos und unterlag mit 2:5. Dabei fehlten im Team von Trainer Andrew Donaldson mit Daniel Fießinger, John Rogl, Joe Cassetti, D’Artagnan Joly, Jonny Tychonik, Henri Kanninen, Bernhard Ebner und Tyson McLellan acht Spieler. Mit Goalie Cody Porter stand den Allgäuern sogar nur ein fitter Import-Spieler zur Verfügung.

Trotz der angespannten Personallage beim Gegner warnt SCB-Headcoach Dück davor, Kaufbeuren zu unterschätzen: „Wir schauen nicht, wer oben und unten steht. Wir denken von Spiel zu Spiel und wollen genauso intensiv rausgehen, wie gegen Rosenheim.“

 
 
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