Bietigheim Steelers SCB schießt sich aus der Mini-Krise

Von Manuel Schust
Verteidiger Benedikt Jiranek (Zweiter von rechts) erzielte im Stil eines Stürmers seinen zweiten Saisontreffer zum 3:0 für die Bietigheimer. Foto: /Oliver Bürkle

Mit einem Tore-Feuerwerk im Auftaktdrittel und einer guten Defensivleistung haben die Steelers nach drei Niederlagen einen 5:2-Sieg gegen die Düsseldorfer EG feiern können.

Nach drei Niederlagen hintereinander und 17 Gegentreffern in drei Partien sollten für die Bietigheim Steelers am Dienstagabend endlich wieder drei Punkte her. Gegen den DEL-Absteiger Düsseldorfer EG hatten die Bietigheimer die ersten beiden Saisonspiele gewinnen können. Und auch im dritten Aufeinandertreffen beider Mannschaften sollten die Steelers dank eines überragenden Auftaktdrittels mit 5:2 die Oberhand behalten.

Bei den Ellentälern stand Olafr Schmidt zwischen den Pfosten. Die erste Reihe komplettierten Arne Uplegger, Cole Fonstad, Jack Dugan und die beiden früheren DEG-Spieler Tim Schüle und Alexander Preibisch. Verzichten mussten die Steelers auf Maximilian Söll, Justin Scheck und Tyler McNeely, der am Sonntag gegen Ravensburg verletzt ausgeschieden war.

Steelers legen Blitzstart hin

Furios starteten die Steelers in die Partie. Gegen die aufgerückten Düsseldorfer schalteten die Bietigheimer direkt schnell um. Cole Fonstad entschied sich für den Alleingang in einer 2-gegen-1-Situation und netzte nach gerade mal 62 Sekunden perfekt ins Kreuzeck ein. Die DEG war sichtlich beeindruckt und hatte kaum Gelegenheit, den frühen Rückstand zu verdauen. Denn nach einem Zuspiel von Benedikt Jiranek hielt Tamas Kanya aus ähnlicher Position im Zentrum präzise drauf und knallte die Scheibe vorbei an Düsseldorfs Goalie Niklas Lunemann ins Tor zum 2:0.

DEG-Trainer Harry Lange nahm direkt eine Auszeit, um sein Team wachzurütteln. Doch kaum hatten sich die Gäste halbwegs gefangen, gelang den Steelers schon der nächste Doppelschlag. Filip Reisnecker und Tamas Kanya setzten Benedikt Jiranek perfekt in Szene. Und der konnte nach einfacher Körpertäuschung mühelos das dritte Tor erzielen. Nur einen Wimpernschlag später klingelte es schon wieder: Jack Dugan fing einen Fehlpass von DEG-Keeper Lunemann ab und fand direkt den frei stehenden Cole Fonstad im Slot, der nach nur sieben Minuten auf 4:0 stellte.

Die Ellentäler ließen nicht nach und waren im ersten Power Play dem fünften Treffer nahe. Jack Dugans Direktabnahme streifte das Gestänge des Düsseldorfer Tors. Auch Marek Racuk ließ eine Riesenchance aus.

Erst ab der 14. Minute stabilisierte sich die DEG langsam und drängte auf den Anschlusstreffer. Doch die zuletzt viel gescholtene Defensive der Bietigheimer stand gut und alle aufs Tor kommenden Schüsse wurden von Olafr Schmidt souverän pariert.

Preibisch trifft zum 5:0

Auch im Mitteldrittel legten die Steelers los wie die Feuerwehr. Nach 26 Sekunden hielt Cole Fonstad von der blauen Linie drauf und der im Slot stehende Kapitän Alexander Preibisch fälschte die Scheibe unhaltbar ins Tor ab zum fünften Treffer des Abends. Anschließend ließ Fonstad selbst zwei gute Gelegenheiten, um das Dutzend für die Bietigheimer voll zu machen.

Aber auch die Gäste kamen nun besser in die Partie rein. Teilweise mussten die Steelers recht intensive Druckphasen überstehen. Doch die Verteidiger des SCB blockte Schüsse und beschützten das eigene Tor couragiert. Außerdem lauerten die Ellentäler darauf, durch lange Pässe zu Kontern kommen zu können. Düsseldorf verpasste es durch einige Ungenauigkeiten, sich in den starken Phasen mit einem Treffer zu belohnen. Aber dass die Null auch am Ende des Mitteldrittels weiterhin stand, war auch ein Verdienst von Steelers-Goalie Olafr Schmidt, der einige gute Chancen vereiteln konnte.

Im Schlussabschnitt wurde der Druck der DEG immer größer. Die Steelers konzentrierten sich nun darauf, das Ergebnis zu verwalten. Auch in Unterzahl hielten sie den Kasten sauber.

Doch in der Schlussphase bewiesen die Düsseldorfer noch, dass auch sie per Doppelschlag einnetzen können. Zuerst traf Eric Brown, nachdem eine abgewehrte Scheibe frei im Torraum lag und er sie über die Linie wischen konnte (58.). Das 2:5 erzielte Luca Tosto kurz darauf durch einen präzise unter die Latte genagelten Schuss. Doch das sollte den euphorischen Steelers-Fans, die ihre Mannschaft nach dem 5:2-Sieg feierten, nicht die Laune verderben.

„Wir haben offensiv vieles gut gemacht und waren defensiv besser“, sagte SCB-Trainer Alexander Dück nach dem Spiel. „Mit dem zweiten Drittel war ich weniger zufrieden, aber es war ein Schritt in die richtige Richtung,“

Bereits am Freitag (19.30 Uhr) sind die Ellentäler zu Gast beim EC Bad Nauheim. Am Sonntag (17 Uhr) empfangen die Steelers dann die Eisbären Regensburg.

 
 
- Anzeige -