Bietigheim Steelers schlagen Crimmitschau mit 7:6 Prommersberger sticht erneut spät

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Verteidiger Max Prommersberger schoss in Crimmitschau zum zweiten Mal binnen drei Tagen das Steelers-Siegtor. Alexander Preibisch (links) war zweimal erfolgreich. Foto: BEAUTIFUL SPORTS/P. Gawlick via www.imago-images.de

Die Bietigheim Steelers gewinnen auch die zweite Partie innerhalb weniger Tage erst in der Schlussminute.

Ein Spektakel lieferten am Samstagabend die Eispiraten Crimmitschau und die Bietigheim Steelers. In einer wilden DEL2-Partie setzten sich am Ende die Steelers mit 7:6 durch.

Eine Chancenflut vergaben die Gäste aus dem Ellental zunächst im ersten Drittel. Riley Sheen (4.), Robin Just (5.), Norman Hauner (8.), Evan Jasper (10.), Yannick Wenzel (11.) und erneut Sheen scheiterten allesamt am bis dato überragenden Ilya Andryukhov im Gehäuse der Sachsen. Vom Tabellenachten aus Crimmitschau, der sich über einen Rückstand mit zwei oder drei Toren nicht hätte beschweren können, kam dagegen gar nichts. Dann wäre völlig aus dem Nichts fast das 1:0 für die Hausherren gefallen, doch Lukas Vantuch scheiterte bei seiner Großchance aus nächster Nähe. Es war ein Hallo-wach-Moment für den Playoff-Aspiranten, denn plötzlich waren die Eispiraten im Spiel. Das 1:0 gehörte dann allerdings zur Kategorie Geschenk. Nach einem Abstimmungsfehler zwischen Steelers-Goalie Leon Doubrawa und Max Prommersberger spritzte Patrick Pohl dazwischen und erzielte die Führung für Crimmitschau.

Im zweiten Durchgang besorgte der auffällige Norman Hauner nach einem schnellen Konter zwar recht flott den Ausgleich (27.), aber im direkten Gegenzug legte Timo Gams wieder vor. Jetzt ging es in einer flotten Partie hin und her. Nur zwei Minuten nach dem 1:2 stellte Alexander Prebisch mit einem raffinierten Schuss aus spitzem Winkel erneut den Ausgleich her. Doch in der 33. Minute war es einmal mehr Gams, der im Nachstochern am halb vor dem Tor liegenden Prommersberger vorbei das 3:2 erzielte. Damit nicht genug: Mathieu Lemay (36.) und Travis Ewanyk (39.) aus nächster Nähe in Überzahl trafen für die äußerst effektiven Gäste, die so  noch vor der zweiten Pause das Ergebnis auf 5:2 aufstockten.

Die Steelers kamen mit Wut im Bauch zurück aufs Eis. Im letzten Drittel spielten die Gäste Crimmitschau an die Wand. Und diesmal belohnten sie sich im Gegensatz zum ersten Abschnitt für ihr tolles Spiel. Rückkehrer und Energiebündel Robin Just (42.), Sheen (43.) und erneut Just (47.) stellten innerhalb weniger Minuten den verdienten Ausgleich her.

Ein Hammer von Samuel Vigneault in den Winkel zum 6:5 (53.) und der erneute Ausgleich durch Preibisch (56.) sollten es allerdings noch nicht gewesen sein, denn ausgerechnet der Fels im Crimmtschauer Tor, Ilya Andryukhov, ließ 40 Sekunden vor dem Ende einen harmlosen Schuss von Max Prommersberger  aus großer Distanz noch durchrutschen. Bereits im letzten Spiel gegen Bad Nauheim hatte Prommersberger seine Farben in der Schlussminute mit dem Siegtreffer erlöst.

 
 
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