Bietigheim Steelers Späte Treffer sorgen für eine gelungene Generalprobe

Von Manuel Schust
Brett Kemp (links) bereitete einen Treffer vor und erzielte in der 56. Spielminute den Führungstreffer zum 2:1 für die Ellentaler. Foto: Ralf Poller/Avanti

Im letzten Testspiel vor dem Saisonstart haben die Bietigheimer mit 3:1 (1:1, 0:0, 2:0) gegen Ligakonkurrent Bad Nauheim gewonnen.

Nach einer durchwachsenen Vorbereitung mit Siegen gegen Heilbronn und Bad Nauheim, aber auch Niederlagen gegen Kaufbeuren und Freiberg haben die Bietigheim Steelers die Testspielphase mit einem Sieg gegen den EC Bad Nauheim abgeschlossen.

Cheftrainer Alexander Dück startete mit Goalie Olafr Schmidt, den Verteidigern Mick Hochreither und Arne Uplegger und dem Trio Alexander Preibisch, Benjamin Zientek und Tyler McNeely in die Partie. Die Gäste aus der Wetterau waren in einer recht ereignislosen Anfangsphase zwar häufiger in Scheibenbesitz, doch beide Teams neutralisierten sich zunächst. Erst als die Steelers in Unterzahl gerieten, nachdem Marek Racuk wegen übertriebener Härte eine Zeitstrafe kassiert hatte, konnten die Roten Teufel daraus Kapital schlagen. Auf Zuspiel von Davis Koch zog Parker Bowles in der neunten Minute auf Höhe der blauen Linie ab und erzielte das 1:0.

Tor nach dreisekündiger Überzahl

Die Bietigheimer kamen erst dank des ersten Power Plays besser in die Partie. Als nach Beinstellen zuerst Marius Erk und dann auch noch Justin MacPherson auf die Strafbank mussten, brauchten die Steelers gerade mal drei Sekunden, um im 5-gegen-3 den Ausgleich zu erzielen. Nach gewonnenem Bully ging die Scheibe von Brett Kemp direkt auf Jack Dugan, der den Puck ins rechte Eck zum 1:1-Ausgleich hämmerte.

Im zweiten Drittel hatten die Gastgeber mehr Spielanteile und vor allem in Überzahlsituationen gute Chancen. Doch Bad Nauheim konnte die Druckphasen der Steelers überstehen und verzeichnete mit einem Pfostentreffer in der 29. Minute die größte Chance.

Anschließend gab es gute Gelegenheiten auf beiden Seiten, die den Goalies die Möglichkeit gab, sich in Szene zu setzen. Torjubel ertönte in der 36. Minute als vor dem Nauheimer Tor nach einer unübersichtlichen Situation die Scheibe im Tor lag. Doch nach genauerer Begutachtung der Schiedsrichter wurde der Treffer nicht gegeben, da Brett Kemp den EC-Keeper Becker im Torraum behindert hatte.

Im Schlussdrittel wurde die Dominanz der Ellentäler immer deutlicher. Doch der Knoten wollte zunächst trotz guter Chancen nicht platzen. In Überzahl landete Jack Dugans Schuss am Aluminium. Auch Kapitän Alexander Preibisch scheiterte am Nauheimer Goalie Becker. Der Führungstreffer für die Steelers lag vor allem in den letzten zehn Minuten förmlich in der Luft. Doch das letzte genaue Zuspiel wollte zunächst nicht funktionieren.

Später Doppelpack

Doch Sören Sturm hielt dann in der 56. Minute aus der Distanz drauf und Brett Kemp gelang der Führungstreffer. Die endgültige Entscheidung fiel dann kurz vor Schluss. Marek Racuk setzte Maximilian Söll perfekt in Szene, der nach sehenswertem Zusammenspiel zum verdienten 3:1-Siegtreffer einschob . 1863 Zuschauer jubelten am Ende über das Ergebnis in einem über weite Phasen zerfahrenen, nicht schön anzuschauendem Spiel. Dennoch können die Steelers nun mit kräftig Rückenwind in die neue DEL2-Saison gehen. Schafft man es auch in der kommenden Spielzeit, mit Gegnern vom Kaliber Bad Nauheims mitzuhalten, sie gar zu besiegen, sollten die Ellentäler in der zweiten Liga gut mitspielen können. Am kommenden Freitag gastieren zum ersten Saisonspiel die Kassel Huskies in der Ege-Trans-Arena. 

 
 
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