Bietigheim Steelers Steelers beweisen ihre Comeback-Fähigkeiten

Von Manuel Schust
In der Ege-Trans-Arena wurde am Sonntag um jeden Zentimeter auf dem Eis gekämpft. Hier versuchen sich Filip Reisnecker (rechts) und Alexander Dersch die Scheibe zu sichern. Foto: Julia Rahn/Baumann

Trotz zwei Rückständen haben die Bietigheim Steelers am Sonntag einen umjubelten 3:2-Heimsieg in Verlängerung gegen den EV Landshut feiern können.

Nur zwei Tage nach dem 4:1-Auswärtssieg bei der Düsseldorfer EG wartete auf die Bietigheim Steelers mit dem EV Landshut der nächste hochkarätige Gegner. Gegen den Tabellendritten zeigten die Ellentäler ihre Comeback-Fähigkeiten und siegten trotz zweimaligem Rückstand noch in der Verlängerung mit 3:2. Goldhelm Jack Dugan gelang der umjubelte Siegtreffer vor 3366 Zuschauern in der Ege-Trans-Arena.

Zur Partie gegen den EVL meldeten sich bei den Steelers Jack Dugan und Kapitän Alexander Preibisch zurück im Aufgebot. Arne Uplegger fehlte den Bietigheimern hingegen weiter. SCB-Trainer Alexander Dück vertraute der Aufstellung, die in Düsseldorf siegreich gewesen war. Neben Goalie Olafr Schmidt schickte er die Verteidiger Maximilian Söll und Pawel Dronia mit Mike Fischer, Brett Kemp und Marek Racuk aufs Eis.

Tore zunächst Mangelware

Wer ein torreiches Offensivspektakel zwischen den beiden angriffsstarken Teams erwartet hatte, sollte zunächst enttäuscht werden. Zwar lief der Puck in den ersten zehn Minuten gut durch die Reihen beider Mannschaften, Großchancen sollten aber zunächst Mangelware bleiben. Gerade als die Niederbayern etwas mehr vom Spiel hatten und sich bessere Chancen herausspielten, erhielt Dylan Plouffe eine Strafzeit wegen Stockschlags. Zwar konnten die Steelers aus dem ersten Power Play kein Kapital schlagen, aber auch als der EVL wieder vollzählig war, gaben fortan die Gastgeber den Ton an. Jack Dugan legte auf Mick Hochreither zurück, der einen krachenden Schuss abfeuerte (11.). Doch EVL-Keeper Philipp Dietl parierte souverän. Kurz darauf wurde ein Schuss von Pawel Dronia gefährlich von Filip Reisnecker abgefälscht, ging aber haarscharf am Landshuter Gehäuse vorbei. Die Bietigheimer konnten sich in der Schlussphase des ersten Drittels phasenweise vor dem Landshuter Kasten festsetzen und das Tor der Gäste unter Dauerbeschuss setzen. Doch auch wenn der Führungstreffer in der Luft lag, sollte es trotz einer Bilanz von 13:2 Torschüssen beim Stand von 0:0 in die erste Drittelpause gehen.

Die Steelers übten weiter eine Menge Druck aus auch im zweiten Drittel. Brett Kemp scheiterte mit einem Schuss aus der Drehung. Doch auch Landshut hatte nun eine dicke Chance: Trevor Gooch schnappte sich die Scheibe, glitt pfeilschnell an der gesamten Bietigheimer Verteidigung vorbei, doch konnte aus spitzem Winkel nicht einnetzen – weil Olafr Schmidt da war. Dann scheiterten Brett Kemp und Mike Fischer in einer aussichtsreichen Zwei-gegen-Eins-Situation. Selbst als eine Strafzeit gegen Bietigheim angezeigt wurde und die Landshuter den Torhüter vom Eis nahmen, kamen die Steelers unerwartet zu einer guten Chance – ohne dabei das Hartgummi überhaupt zu berühren. Ein Landshuter Rückpass schlitterte durch die Abwehrreihe und übers halbe Spielfeld nur ganz knapp am leeren Kasten der Gäste vorbei.

Die Landshuter fanden nun aber offensiv in die Spur und Schmidts Kasten kam unter enormen Beschuss.

Zwei Rückstände, zwei Ausgleiche

Erst im Schlussdrittel sollte es mit dem Toreschießen klappen. Einen unübersichtlichen Moment nutzten die nutzten eiskalt aus. Oliver Stümpel passte zu Julian Kornelli und der schob zum 1:0 für die Gäste ein (42.). Die Ellentäler brauchten aber nicht lange, um den Schock zu verdauen. Marek Racuk gelang hinter dem Tor positioniert das geniale Anspiel auf Bastian Eckl und der sorgte für den umjubelten Ausgleich (45.). Nur fünf Minuten später jubelten aber wieder die Landshuter. David Elsner bediente EVL-Goldhelm Tor Immo und der machte seinem Vornamen alle Ehre und netzt routiniert zum 2:1 ein. Doch die Bietigheimer gaben sich nicht geschlagen und wurden durch einen Treffer von Maximilian Söll belohnt. Kurz vor Ende des Schlussdrittel kassierte Tyler McNeely eine Strafe wegen Spielverzögerung. Tor Immo knallt noch einen Schuss an den Pfosten, ehe das dritte Drittel endete.

In der Verlängerung drängten die Steelers trotz kurzer Unterzahl direkt auf den Ausgleich und scheiterten zunächst durch Racuk und Fonstad. Doch dann rutschte Landshuts Stanislav Dietz weg und die Steelers bewegten den Puck blitzschnell nach vorne. Goldhelm Jack Dugan verzögerte im Eins-gegen-Eins gegen Goalie Philipp Dietz exzellent und netzte zum umjubelten 3:2-Sieg ein.

„Es war ein hart umkämpftes Spiel“, betonte SCB-Trainer Dück nach Spielende. „Im dritten Drittel war zu erwarten, dass beide Mannschaften mehr riskieren. Es war ein Hin und Her. Ich bin stolz darauf, dass wir nie aufgegeben haben und zweimal zurückgekommen sind.“ Am Freitag (19.30 Uhr) sind die Steelers zu Gast in Krefeld.

 
 
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