Bietigheim Steelers Steelers holen gegen Straubing den dritten Sieg in Folge

Von Michael Nachreiner
Chris Wilkie (Mitte) war mit zwei Treffern maßgeblich am Erfolg der Steelers gegen die Straubing Tigers verantwortlich. Hier lässt der Bietigheimer Stürmer seinen Gegenspieler Taylor Leier (rechts) stehen. Foto: Avanti/Ralf Poller

Bietigheim gewinnt vor allem aufgrund einer bärenstarken Defensive und einem sicheren Goalie Doubrawa mit 4:1 gegen die Tigers.

Personell hat sich die Situation zwischen dem Gastspiel beim Deutschen Meister Eisbären Berlin, als die Bietigheim Steelers mit einem Rumpfkader antraten, und dem Duell mit den Straubing Tigers wieder entspannt. Robert Kneisler, Max Prommersberger und Guillaume Naud kehrten in den Kader zurück. Und auch Trainer Daniel Naud stand wieder an der Bande. Das machte sich gleich bemerkbar. Die Rückkehrer leisteten wertvolle Minuten auf dem Eis. Am Ende siegten die Steelers mit 4:1 und feierten damit ihr erstes Sechs-Punkte-Wochenende der noch jungen Saison. „Wenn man einen Lauf hat, spielt man sofort mit mehr Selbstvertrauen“, erklärt Daniel Naud.

Die Anfangsphase gehörte allerdings den Gästen. Die Steelers schafften es nicht, den Schwung des 4:2-Überraschungssiegs in Berlin von Freitag mitzunehmen. Die Straubinger kauften den Bietigheimern zu Beginn durch ihre körperliche Spielweise den Schneid ab. „Die ersten zehn Minuten waren schwer. Man hat den Spielern die lange Busfahrt von Berlin zurück angemerkt“, berichtet Daniel Naud. Folgerichtig gingen die Tigers auch mit 1:0 in Führung. Mario Zimmermann schob den Puck vor den Kasten von Leon Doubrawa, wo Mark Zengerle glockenfrei die Scheibe nur noch über die Linie drücken musste (7. Minute).

Nach dem Rückstand nahmen die Steelers die Körperlichkeit der Straubinger besser an und ließen diese kaum noch gefährlich ins eigene Drittel kommen. Als die Gastgeber in der 13. Minute mit zwei öffnenden Diagonalpässen Chris Wilkie schickten und der US-Amerikaner Straubings Goalie Hunter Miska keine Chance ließ, stand es wieder 1:1.

Beinahe gingen die Bietigheimer aber doch mit einem Rückstand in die Drittelpause. Kurz vor der Sirene hielt Doubrawa jedoch zunächst bei einem Schuss von Zengerle und direkt darauf gegen Travis St. Denis, der den Schläger in eine Hereingabe von Zengerle hielt, das 1:1 fest.

Den ersten emotionalen Höhepunkt lieferten aber bereits in der vierten Minute Bietigheims Chase Berger und Straubings St. Denis. Nach einem Puckgewinn von Berger in der neutralen Zone fuhr er vor das Tor von Miska. Dort fühlte er sich ungerecht behindert von St. Denis, worauf der Bietigheimer den Schläger wegwarf und die Handschuhe auszog. Den Faustkampf der beiden belohnten die Schiedsrichter mit jeweils fünf Minuten auf der Strafbank.

Im zweiten Drittel waren die Steelers die engagiertere Mannschaft, ließen allerdings einige gute Gelegenheiten liegen. In der 26. Minute überraschte C.J. Stretch dann aber Miska mit einem Rückhandschuss über die rechte Schulter des Tigers-Schlussmanns – 2:1. Und zehn Minuten darauf nutzten die Steelers ihr zweites Powerplay an diesem Abend. 62 Sekunden waren sie mit einem Mann mehr auf dem Eis, da zog Constantin Braun fast von der blauen Linie ab. Der Puck schlug oben links ein, da Benjamin Zientek Miska die Sicht nahm – 3:1 (36.).

Nach beiden Toren hätten die Gäste aber jeweils beinahe ebenfalls getroffen. Nach dem Treffer von Stretch zielte Sandro Schönberger knapp über das Lattendreieck (26.). Und nach Brauns 3:1 hielt erneut Schönberger den Schläger in eine scharfe Hereingabe von Marcel Brandt. Doch auch in diesem Fall ging die Scheibe über die Latte (36.).

Im Schlussabschnitt drängten die Straubinger auf den Anschlusstreffer. Doch die Bietigheimer verteidigten fast alles weg. „Insgesamt haben wir nicht genügend Scheiben aufs Tor gebracht. Bietigheim hat viele Schüsse geblockt“, analysiert Straubings Coach Tom Pokel. Zweimal hatten die Gastgeber allerdings auch Glück. Tigers-Verteidiger Brandt traf in der 42. Minute erst den Außenpfosten und in der 55. Minute die Latte.

In der Schlussphase versuchten die Gäste noch mal alles. Trainer Pokel beorderte bereits rund drei Minuten vor dem Ende Goalie Miska zugunsten eines sechsten Feldspielers auf die Bank. Doch 84 Sekunden vor der Schlusssirene machte Wilkie mit einem Empty-Net-Tor zum 4:1 alles klar.

 
 
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