Mehr gleichauf könnten zwei Mannschaften in der DEL2 tabellarisch kaum stehen, wie die Bietigheim Steelers und Eisbären Regensburg am 33. Spieltag. Die Regensburger auf Platz sieben mit 48 Punkten, empfangen die Ellentäler auf Platz sechs mit ebenfalls 48 Punkten. Bei der letzten Auswärtsfahrt in Regensburg mussten die Anhänger der Steelers eine 1:5-Auswärtspleite mit ansehen. Doch auch beim Spiel am Samstagabend verpassen sie die Chance zur Revanche und verlieren erneut mit 1:5.
Bietigheim Steelers Steelers mit bösem Deja-vu bei den Eisbären
Die Steelers gastieren am 33. Spieltag bei den Eisbären Regensburg. Mit einer unsortierten Defensive und schlechten Chancenverwertung blüht ihnen eine Blamage samt Deja-Vu vom Hinspiel.
Schock zum Drittelende
Das Spiel beginnt ruhig mit wenig Toraktionen auf beiden Seiten, lediglich einzelne Rangeleien bieten beide Teams den 3931 Zuschauern in der Donau-Arena. Die erste Bietigheimer Chance kreiert Brett Kemp in der sechsten Minute, scheitert jedoch am Keeper Jonas Neffin.
Kurz darauf die nächste Großchance, nachdem Jack Dugan in die Mitte auf Tim Schüle legt, der wiederum jedoch am Keeper scheitert und auch Verletzungsrückkehrer Alex Dostie scheitert halbhoch, nachdem Dugan den Puck vor das Tor chippt. Die Steelers machen Druck auf das Regensburger Tor, besonders im ersten Power-Play, doch sie bekommen den Puck im Tor nicht unter. Erst nachdem die Regensburger die Unterzahl wegverteidigt haben, finden sie langsam besser in die Partie und schaffen es selbst erste offensive Akzente zu setzen.
Unter anderem mit dem besten Abschluss der Partie in der 14. Minute in Form von Marks Jirgensons, der jedoch zentral schießt und somit Olafr Schmidt im Tor der Steelers nicht überwinden kann. Schuss um Schuss hauen die Steelers um die Ohren von Regensburgs Goalie. Jedoch zwei Minuten vor Schluss der Schock auf der eigentlich wenig bespielten Bietigheimer-Hälfte. Ein individueller Fehler von Pawel Dronia wird eiskalt bestraft. Der Defensivspieler wird hinter dem eigenen Tor von David Morley bedrängt, verpasst es, die Scheibe zu treffen. Morley klaut den Puck und legt auf Alex Berardinelli, der zur 1:0-Führung der Eisbären verwandelt. Schmidt ist zwar noch dran jedoch nicht entscheidend.
„Es hätte eigentlich in beide Richtungen gehen können, wir hätten auch treffen können, aber ja, wir haben noch 40 Minuten und weiter gehts“, so Steelers-Verteidiger Bastian Eckl in der Drittelpause. Mit 11:7 Torschüssen pro Steelers trifft Eckl es gut. Zu Beginn des zweiten Drittels wieder die Riesen-Chance für die Steelers, wieder bringen sie vorne die Scheibe nicht unter und wieder büßen sie es hinten, denn nur wenige Sekunden später verwandelt Constantin Ontl zum 2:0. Der Regensburger zieht aus größerer Distanz ab und trifft eigentlich Goalie Schmidt, dieser hat allerdings einen unglücklichen Tag erwischt, denn der Puck trifft ihn an der rechten Schulter und prallt unglücklich nach hinten ins eigene Tor.
Daraufhin ist die Partie ausgeglichen, jedoch drücken die Hausherren auf den dritten Treffer. Die Defensive der Gäste wirkt unsortiert, auf der Gegenseite schaffen sie es nach dem überraschenden 0:2-Rückstand nicht mehr richtige Großchancen zu erspielen. Zu allem Überfluss kommt zur Hälfte des zweiten Drittels die erste Unterzahl für die Steelers, diese überstehen sie jedoch ohne Gegentor.
Bei einer weitaus fairen Partie mit gerade einmal zweimal zwei Minuten kommt es in der 32. Minute zu einer größeren Rudelbildung, nachdem Jack Dugan in der Nähe des Tors zu Boden gezogen wird. Dadurch bekommt Patrick Demetz auf Seiten der Regensburger zwei Strafminuten, Arne Uplegger hingegen für übertriebene Härte und einen Check mit dem Stock zwei plus zwei Minuten. Und diese büßen sie erneut. Berardinelli legt nach außen auf Jeremy Bracco, der völlig ungedeckt über die rechte Seite angefahren kommt und auf 3:0 für die Bayern erhöht.
Steelers schlagen sich selbst
Und es kommt noch härter für die Steelers, die sich immer mehr selbst schlagen. Während eines Angriffs für die Eisbären wechseln sie, sodass die Regensburger mit drei Spielern frei auf Alexander Preibisch und Schmidt zufahren. Der Kapitän und Goalie können die Regensburger nicht mehr aufhalten und müssen mit ansehen, wie Samuel Payeur zum 4:0 verwandelt. Preibisch zerschlägt daraufhin seinen Schläger auf der Latte. Die Statistiken spiegeln den Stand kaum wider. Mit 23 zu 23 Schüssen aufs Tor gehen sie in den letzten Durchgang.
Die Enztäler setzen nach nicht einmal 60 gespielten Sekunden ein Lebenszeichen der Steelers. Bastian Eckl fasst sich aus spitzem Winkel ein Herz und überwindet den Regensburger Goalie, indem er das Hartgummi von der linken Spielfeldseite rechts an Neffin vorbei. Doch die kleine Hoffnung der Bietigheimer hält nur für drei Minuten an und wird von Kevin Slezak zerschossen, der aus zweiter Reihe den Puck durch Freund und Feind flach ins Eck neben Schmidt einschlägt. Dabei kann man den Goalie, der dabei kaum die Möglichkeit hatte, etwas zu sehen, kaum einen Vorwurf machen. Die Eisbären sind an diesem Abend zwar die leicht bessere Mannschaft, jedoch nicht so dominant, dass es mit vier Toren mehr hätte enden müssen. Zu oft standen die Steelers an diesem Abend defensiv zu unsortiert und nutzen im Gegenzug mehrere Großchancen nicht.
So endet die Begegnung, wie bereits am vierten Spieltag, mit einer 1:5-Auswärtsniederlage und somit einem Abend zum Vergessen. Am Sonntag (17 Uhr) treffen die Steelers auf Bad Nauheim, eventuell mit einem neuen Akteur auf dem Eis.
