Eishockey-Herz, was willst du mehr? Nach einem langen eisfreien Sommer melden sich die Bietigheim Steelers zurück. Und das direkt mit einem Testspiel gegen den langjährigen Rivalen Heilbronner Falken. Dieses Derby-Highlight vor dem Start in die DEL2-Saison am 19. September wollten sich 3406 Zuschauer nicht entgehen lassen. Auch der Gästeblock war mit vielen Heilbronner Fans gut besucht.
Bietigheim Steelers Steelers siegen bei torreichem Testspielauftakt
Die Bietigheim Steelers starten mit einem 6:4-Heimerfolg über Heilbronn in die Testspielphase.
Steelers-Trainer Alexander Dück schickte neben Torwart Florian Mnich auch Pawel Dronia, Benjamin Zientek, Sören Sturm, Alexander Preibisch und Center Tyler McNeely aufs Feld.
Sechs Tore im ersten Drittel
Es sollte nicht lange dauern, bis die Steelers-Fans den ersten Treffer der Vorbereitung bejubeln konnten. Bereits in der vierten Spielminute stand Rückkehrer Benjamin Zientek goldrichtig und konnte nach einem scharfen Schuss von Alexander Preibisch, den Heilbronns Torwart Patrick Berger nur abprallen lassen konnte, zum 1:0 einnetzen. Doch es sollte nicht lange dauern, bis auch die Gäste trafen. Mit verdeckter Sicht war Steelers-Keeper Mnich machtlos beim Schuss von Lukas Wagner in der siebten Minute. Und die Falken legten anschließend direkt nach und gingen nach einem Treffer des Kanadiers Calder Anderson in Führung (13.).
Das erste Power-Play der Vorbereitung nutzten die Bietigheimer, um kurz darauf nach sehenswertem Zusammenspiel zweier Neuzugänge auszugleichen. Alex Dostie erzielte nach Zuspiel von Jack Dugan sein erstes Tor (15.). Nachdem Ex-Steeler Marvin Drothen wegen unsportlichem Verhalten eine 2-Minuten-Strafe kassiert hatte, verzeichnete auch Brett Kemp nach sehenswerter Kombination mit Bastian Eckl und Alex Dostie seinen ersten Treffer zum 3:2. Doch Heilbronn schlug zurück und konnte noch vor der Drittelpause durch Sebastian Hon ausgleichen zum leistungsgerechten 3:3.
Torregen ebbt ab
Auch das zweite Drittel begann direkt mit einem Tor. Nach Zuspiel von Mike Fischer drehte sich Marek Racuk um die eigene Achse und schob für die Steelers zum 4:3 ein (23.). Ganz so als hätten beide Teams ihre Patronen verschossen, ebbte der Torregen erstmal ab. Es mangelte in den zweiten zwanzig Minuten nicht an weiteren guten Chancen. Doch die Leichtigkeit, mit der im ersten Drittel noch Tor um Tor fiel, war nun etwas verflogen. Entweder waren die entscheidenden Zuspiele plötzlich zu ungenau, die Schüsse zu unpräzise oder die Torhüter zur Stelle. So konnte sich auch Steelers-Keeper Mnich nach einer schönen Kombination der Heilbronner Ritchie und Weyrauch auszeichnen (32.). Beide Teams mussten Schwächungen hinnehmen. Bei den Falken kassierte Calder Anderson eine 10-Minuten-Strafe wegen unsportlichem Verhalten. Nach einem hohen Stock nach einem Bully musste Steelers-Center Tyler McNeely das Eis vorerst verletzt verlassen und in die Kabine gehen. Der 38-Jährige kam im Schlussdrittel wieder zurück auf die Bank.
Eckl sorgt für die Entscheidung
Das begannen die Bietigheimer direkt mit einem Tor. Nach Vorarbeit von Ex-Falke Benedikt Jiranek und Bastian Eckl markierte Brett Kemp seinen zweiten Treffer zum 5:3. Nur zwei Minuten später ließen Kemp und Dugan im Zusammenspiel eine gute Chance aus, um die Führung auszubauen. Nachdem gegen Florian Mnich eine Zeitstrafe wegen Beinstellens ausgesprochen wurde, kassierten die Steelers in Unterzahl den Anschlusstreffer durch Thore Weyrauch zum 5:4 (48.). Die Entscheidung fiel in der 55. Spielminute. Nach Vorarbeit von Jack Dugan traf Bastian Eckl mit einem strammen Schuss zum 6:4. Den in der Schlussphase lange in Unterzahl spielenden Falken gelang kein Tor mehr. Die nächsten Testspiele der Steelers finden am Freitag in Kaufbeuren und Sonntag in Bad Nauheim auf dem Programm.
