Bietigheim Steelers Steelers verlieren das Topspiel gegen Krefeld

Von Manuel Schust
Cole Fonstad (Mitte) meldete sich am Sonntag zurück im Kader der Bietigheimer, nachdem er zuvor einige Partien verletzt aussetzen hatte müssen. Foto: /Martin Kalb

Nach einer Aufholjagd gelingt den Bietigheimern nach 0:2-Rückstand der Ausgleich gegen die Krefeld Pinguine. Doch am Ende muss sich das Dück-Team mit 3:5 geschlagen geben.

In der Ege-Trans-Arena trafen am Sonntag die beiden heißesten DEL2-Teams aufeinander. Die weiter von Verletzungssorgen geplagten Bietigheim Steelers hatten zuletzt der angespannte Personallage getrotzt und fünf Spiele in Folge gewinnen können. Die Siegesserie des souveränen Liga-Spitzenreiters aus Krefeld dauerte sogar stolze zehn Partien an. Im Duell der Seriensieger setzten sich die Gäste in einer spannenden Partie mit 5:3 durch.

Nachdem Filip Reisnecker bereits gegen Kassel schon wieder im Aufgebot der Ellentäler gestanden hatte, meldete sich gegen Krefeld nun Cole Fonstad nach seiner Verletzung zurück. Neben dem 25-jährigen Kanadier vertraute Steelers-Trainer Alexander Dück in der ersten Reihe auf Jack Dugan, Marek Racuk, Arne Uplegger und Sören Sturm. Den Bietigheimer Kasten hütete wieder Olafr Schmidt.

Effektive Gäste

In einer munteren Anfangsphase mit wenigen Großchancen waren es die Steelers, die durch Uplegger, Fonstad und Sturm zu ersten Torschüssen kamen. Doch Krefelds Keeper Felix Bick parierte souverän. Bei der ersten richtig gefährlichen Situation vor dem Bietigheimer Kasten zeigten sich die Gäste dann – ganz im Stil eines Topteams – effektiv. Einen Schuss von der blauen Linie von Mick Köhler konnte Schmidt nur prallen lassen. Die frei im Torraum liegende Scheibe netzte Max Zengerle zur frühen Führung für die Gäste ein (8.).

Krefeld machte anschließend mächtig Druck. Zwei gefährliche Schüsse konnte Schmidt noch parieren. Doch dann verlor Tyler McNeely in der Vorwärtsbewegung den Puck auf Höhe der Mittellinie an Daniel Bruch und es wurde blitzschnell umgeschaltet. Zu zweit vor dem Bietigheimer Tor legt Bruch quer auf Jonathan Matsumoto und der erzielte den zweiten Treffer der Gäste (12.). Die Steelers konnten zwar auch immer mal wieder im Vorwärtsdrang gefährlich werden. Die besseren Chancen und die größeren Spielanteile hatten aber eindeutig die Pinguine.

Steelers mit starkem Mitteldrittel

Im Mitteldrittel konnten die Fans der Ellentäler dann früh jubeln. Pawel Dronia zog aus halblinker Position ab. Den Schuss des Deutsch-Polen konnte Gäste-Keeper Bick nur abprallen lassen. Die abgewehrte Scheibe landete direkt vor der Kelle Filip Reisneckers. Und der fackelte nicht lange und platzierte das Hartgummi ins rechte Eck (21.). Der Treffer beflügelte die Bietigheimer, die nun voll im Spiel drin waren. Mehrfach kam die Scheibe gefährlich vor das Krefelder Tor. Tyler McNeelys spielte den Puck in den Slot auf den aufs Tor stürmenden Joshua Rust und der erzielte den umjubelten Ausgleich (29.). Dugan hätte kurz darauf sogar den Führungstreffer erzielen können. Sein Schuss ging knapp rechts vorbei. Doch auch Krefeld zeigte sich gut erholt vom Ausgleichstreffer und überstand das erste Unterzahlspiel unbeschadet. Als die Gäste nach einer Strafzeit gegen Sören Sturm selbst erstmals in Überzahl waren, blieben sie geduldig. Goldhelm Max Newton spielte die Scheibe auf den am kurzen Pfosten positionierten Mathew Santos. Und der leitete das Spielgerät direkt auf den im Slot stehenden Philip Gogulla, der Krefeld Führung wieder herstellte (39.). Vor Ende des Durchgangs verhinderte Schmidt mit einer tollen Parade gegen den alleine auf ihn zufahrenden Matsumoto, dass Krefeld auf 4:2 stellen konnte. Ein Schuss von Fonstad ging anschließend knapp vorbei.

Im Schlussdrittel erzielten die Krefelder den frühen Treffer. Ein Schuss von Bruch wurde von Gogulla abgefälscht und landete unhaltbar für SCB-Keeper Schmidt im Tor (41.). Davon unbeeindruckt blieben die Steelers weiter aggressiv. Dugan scheiterte noch in aussichtsreicher Position. Aber Filip Reisnecker nagelte die Scheibe nach Zuspiel von Fischer von halblinker Position ins lange rechte Eck zum 3:4 (48.). Nach dem letzten Powerbreak verpassten es die Ellentäler, aus einem Power Play Kapital schlagen zu können. Chancen waren nun auf beiden Seiten vorhanden. Bietigheim drängte auf den Ausgleich, Krefeld lauerte auf Konter. 90 Sekunden vor Ende zogen die Ellentäler Keeper Schmidt und versuchten, im Sechs-gegen-Fünf den Ausgleich zu erzwingen. Doch Krefeld kam an die Scheibe und Mathew Santos setzte mit dem Empty Netter den Schlusspunkt zum 5:3-Sieg für Krefeld.

„Wir haben das ein oder andere Tor etwas zu leicht hergegeben“, betonte Steelers-Trainer Dück nach der Partie. „Das Chaos in der Defensive hängt auch mit der Frische im Kopf zusammen. Ein paar Entscheidungen wurden falsch getroffen. Ansonsten bin ich stolz auf die Jungs, dass wir von 0:2 zurückgekommen sind und uns noch eine Chance ermöglicht haben.“

Am Freitag (19.30 Uhr) haben die Bietigheim Steelers ihr nächstes Heimspiel. Dann gastiert der Tabellenletzte ESV Kaufbeuren im Ellental.

 
 
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