Bietigheim Steelers unterliegen den Fischtown Pinguins Kein Debakel, aber auch keine Punkte

Von Andreas Eberle
Nicht die „Pinguine“ aus Bremerhaven (hinten Ziga Jeglic) rutschten am Sonntagabend auf dem Bietigheimer Eis aus, sondern die Steelers und Verteidiger Jalen Smereck. ⇥ Foto: Ralf Poller/Avanti

Nach den Klatschen in den ersten zwei Saisonduellen halten die Steelers mit Bremerhaven besser mit. Durch das 0:2 verpasst der DEL-Neuling allerdings den Sprung auf einen Nichtabstiegsplatz. Von Andreas Eberle

Es bleibt dabei: Die Fischtown Pinguins liegen den Bietigheim Steelers in dieser DEL-Saison einfach nicht. Der Aufsteiger verlor auch das dritte Nord-Süd-Duell gegen den Champions-League-Teilnehmer aus Bremerhaven, diesmal mit 0:2. Das Positive: Im Gegensatz zu den 3:10- und 2:8-Schlappen in den ersten beiden Partien zog sich der SCB am Sonntagabend achtbar aus der Affäre. Kaufen kann sich die Mannschaft um Kapitän Constantin Braun davon freilich nichts. Statt aus den Niederlagen der Abstiegsrivalen Schwenningen und Iserlohn Kapital zu schlagen und mit dem ersten Sechs-Punkte-Wochenende auf Nichtabstiegsrang 13 vorzurücken, sitzt der Neuling weiter auf dem letzten Platz fest.

„Das ist schon ärgerlich, aber entscheidend ist, wo man nach dem letzten Spiel steht. Wir müssen uns auf uns konzentrieren. Es ist egal, was die anderen machen“, sagte Trainer Daniel Naud. Bereits am Dienstag (19.30 Uhr) wartet in München die nächste Aufgabe auf seine Profis.

Bei den Steelers fehlte – neben den verletzten Norman Hauner, Daniel Weiß und Benjamin Zientek – erneut der kranke Neuzugang Avery Peterson. Im ersten Drittel schied obendrein Verteidiger Markus Kojo nach einem Check aus. „Eine Vorsichtsmaßnahme“, wie Naud erklärte.

Beide Paradereihen bleiben blass

Bei ihrem dritten Aufeinandertreffen geizten beide Teams mit Toren. Die Slowenen-Connection der Pinguins mit Jan Urbas, Ziga Jeglic und Miha Verlic, die den SCB in den ersten zwei Begegnungen noch schwindelig gespielt hatte, war bei der Steelers-Verteidigung diesmal in den besten Händen. Dasselbe galt umgekehrt für den Paradesturm der Schwaben – das zuletzt so überzeugende Trio Riley Sheen, Evan Jasper und C.J. Stretch blieb blass.

Der einzige Treffer in den ersten 40 Minuten fiel beim ersten Bremerhavener Powerplay, das Sami Aittokallio mit einer Strafzeit wegen Beinstellens verursacht hatte. Der finnische Goalie parierte Peter Trskas Geschoss von der blauen Linie zwar noch, aber Christian Wejse staubte zum 0:1 ab (14.). Es war das bereits 32. Bietigheimer Gegentor in Unterzahl – ein Negativwert in der Liga.

Mit der Führung im Rücken übernahmen die Nordlichter vollends die Kontrolle. Die Steelers waren jetzt hauptsächlich mit Verteidigen und Hinterherlaufen beschäftigt. Ihnen fehlten Leichtigkeit, Dynamik und Präzision. Spielfluss kam darum nur selten auf, und so hatte auch Gästekeeper Maximilian Franzreb nicht viel zu tun – im Gegensatz zu seinem Gegenüber Aittokallio. Zur zweiten Drittelpause hatten die Gäste doppelt so viele Schüsse abgefeuert wie die Steelers.

Bietigheim Steelers machen zwei Fehler zu viel

Vielleicht wäre es anders gelaufen, wenn Alexander Preibisch bei der besten Steelers-Chance nach einem Konter nicht an Franzreb gescheitert wäre. Nachdem Urbas wenig später das 2:0 für Bremerhaven erzielt hatte (45.), schien das Ding durch. Die Hausherren rannten jetzt aber mit Macht an. Letztlich rettete Franzreb seinen „Pinguinen“ den Zu-Null-Sieg und feierte den ersten Shutout in dieser Saison. „Die Scheibe wollte heute einfach nicht rein. Wir hätten Punkte verdient gehabt“, sagte Naud und bedauerte: „Wir haben zwei Fehler zu viel gemacht.“

Steelers und Indians beenden Zusammenarbeit

Der Süd-Oberligist ECDC Memmingen Indians und die Steelers haben ihre Kooperation aufgelöst. „Leider hat die Zusammenarbeit nicht so funktioniert wie erwartet. Unsere Verletztensituation machte es uns schwer, Spieler abzustellen“, heißt es in einer Mitteilung des DEL-Klubs. Der Schritt sei im „beidseitigem Einverständnis“ erfolgt. Sven Müller, Sportlicher Leiter der Indians, kommentierte die Trennung so: „Nachdem wir in der Vorbereitung noch Unterstützung aus Bietigheim erhielten, wurde die Kooperation während der Punkterunde leider quasi eingestellt. Nachdem dann auch noch Spieler, ohne uns zu informieren, für andere Vereine lizenziert wurden, haben wir entschieden, die Zusammenarbeit vorzeitig zu beenden.“ ⇥ae

 

 

 
 
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