Bietigheim Steelers unterliegen Straubing Tigers Kein Schussglück am Pulverturm

Von Andreas Eberle
Steelers-Stürmer Alexander Preibisch (links) schaut nach dem Puck, während der Straubinger Joshua Samanski fliegend in Richtung Bande unterwegs ist. ⇥ Foto: HARRY SCHINDLER

Die Bietigheim Steelers verlieren bei den Straubing Tigers mit 1:4 und kassieren die dritte Niederlage in Folge. Dem DEL-Neuling wird ein schwaches erstes Drittel zum Verhängnis. Nur McKnight trifft.

Stadion am Pulverturm heißt die Spielstätte der Straubing Tigers. Aber so richtig gut in Schuss waren die dort beheimateten Niederbayern und die Bietigheim Steelers am 16. DEL-Spieltag allenfalls im ersten Drittel. Da fielen vier der insgesamt nur fünf Treffer, womit beide Teams ihr Pulver nahezu verschossen hatten. Am Ende setzten sich die Tigers mit 4:1 durch und fügten dem Aufsteiger die dritte Niederlage in Folge zu.

Die Schwaben sind nach ihrem Zwischenhoch mittlerweile auf Rang zwölf abgedriftet – die Abstiegszone rückt näher. Der frühere Bietigheimer Coach Tom Pokel konnte sich hingegen über eine erfolgreiche Revanche seiner Tigers freuen. Denn Anfang des Monats hatte der SCB in Straubing noch mit 4:3 nach Verlängerung triumphiert.

Immerhin zeigten die Steelers am Sonntag eine deutliche Steigerung gegenüber dem 3:10 vom Mittwoch gegen Bremerhaven. Verteidiger Max Renner hatte diese Schmach immer noch nicht ganz verdaut. „Dass wir da zu Hause so eine Leistung abgeliefert und zehn Gegentore gefressen haben, ist unter unserem Niveau“, sagte der Ex-Straubinger im Interview mit Magenta Sport.

Braun und Brenner wieder dabei

Bei der Mission Wiedergutmachung erledigte die Abwehr, abgesehen von der schwachen Anfangsphase, ihren Job wieder gewissenhaft. Gleich zwei Stabilisatoren waren nach auskurierten Verletzungen in die Defensive zurückgekehrt: Cody Brenner ersetzte Youngster Leon Doubrawa im Tor, und Kapitän Constantin Braun verstärkte die Riege der Verteidiger.

Nach zwölf Minuten steht’s 0:3

Allerdings konnte auch dieses Duo einen Fehlstart nicht verhindern. Nahtlos ging es zunächst mit Gegentreffern weiter. Nach exakt sieben Minuten verwertete Jason Akeson einen Querpass von Michael Connolly zum 1:0. Mit einem Schlagschuss legte Andreas Eder bei der ersten und auch einzigen Tigers-Überzahl das 2:0 nach (10.). Und beim dritten Straubinger Treffer fand Travis St. Denis aus einem extrem spitzen Winkel die Minilücke und schoss den Puck über Brenners linke Schulter hinweg ins Netz (12.). Es roch nach einem weiteren Debakel für das Naud-Ensemble.

Matt McKnight brachte die Gäste per Abstauber zurück in die Partie – sein zweiter Treffer in der DEL (15.). Jetzt waren auch die Steelers vor den 3634 Zuschauern auf der Höhe der Zeit. Anders als noch bei der zweistelligen Pleite vier Tage zuvor ließen sie sich diesmal nicht hängen. Obwohl die Schwaben ab dem zweiten Durchgang die Initiative ergriffen, gelang ihnen kein weiteres Tor mehr. Dabei war die Schussstatistik mit 53:49 am Ende fast ausgeglichen. Besonders dürftig war das Powerplay: Alle drei Überzahlsituationen verpufften. Nachdem Trainer Daniel Naud für Brenner einen zusätzlichen Feldspieler aufs Eis schickt hatte, landete der Puck doch noch mal im Gehäuse – allerdings im Bietigheimer. Chasen Balisy flitzte von der Mittellinie davon und schob die Scheibe zum 4:1-Endstand über die Linie (58.).

Am Dienstag in München

„Wenn man das erste Drittel weglässt, wäre für uns heute mehr drin gewesen. Ab dem zweiten Drittel haben wir gut Paroli geboten“, sagte Renner. Am Dienstag (19.30 Uhr) treten die Steelers erneut im Bayerischen an, dann an der Isar beim von Corona gebeutelten EHC Red Bull München.

 
 
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