Bietigheim Steelers „Wir dürfen nicht alles über Nacht ändern“

Von Michael Nachreiner
Maximilian Renner (links) und die Bietigheim Steelers müssen sich auf einige Veränderungen unter Neu-Trainer Pekka Kangasalusta einstellen. Foto: Pix-Sportfotos/Gora

Neu-Trainer Pekka Kangasalusta will bei den Bietigheim Steelers einige Änderungen umsetzen, hat aber auch viel Gutes im Training gesehen. In der DEL geht es am Freitag nach Frankfurt, danach ist spielfrei bis Mittwoch. Dann steht das Duell in Düsseldorf auf dem Plan.

Gerade einmal vier Trainingseinheiten hat Pekka Kangasalusta geleitet, da steht auch schon das erste Pflichtspiel für den neuen Trainer der Bietigheim Steelers auf dem Programm. Das Team aus dem Ellental muss an diesem Freitag (19.30 Uhr/Magenta Sport) beim Tabellenachten der Deutschen Eishockey Liga (DEL), den Löwen Frankfurt, ran. „Es waren ein paar hektische Tage. Es sind so viele neue Gesichter und Namen“, berichtet der 45-jährige Finne. „Aber der Start war gut.“

Mit Bedacht vorgehen

Kangasalusta ist sich zwar der Dringlichkeit bewusst, die Steelers in die Erfolgsspur bringen zu müssen. Immerhin ist der Rückstand des DEL-Schlusslichts auf das rettende Ufer bereits auf acht Punkte angewachsen. Dennoch tritt er etwas auf die Bremse. „Wir müssen zwar einige Änderungen vornehmen. Aber wir müssen vorsichtig sein, Schritt für Schritt vorgehen und dürfen nicht alles über Nacht ändern“, erklärt der neue Coach.

Änderungen will er vor allem in der Verteidigung vornehmen. „Wenn man auf die Statistiken schaut, sieht man, dass wir wenige Treffer erzielt, aber viele Gegentore kassiert haben“, sagt Kangasalusta. „In der Abwehr müssen wir aggressiver sein. Dazu gehört aber auch Disziplin. Wir dürfen uns keine dummen Strafen holen.“

Da steht er ganz in der Tradition der Art und Weise des Eishockeys, wie es in seinem Heimatland gespielt wird. „In der DEL gibt es fast nur nordamerikanische Coaches. Dementsprechend spielen die Teams nordamerikanisches Eishockey – viel hoch und runter“, erzählt der Finne. „In Finnland halten wir den Puck mehr. Es wird mit kürzeren Pässen agiert. Und jeder hat eine Verteidigung-zuerst-Mentalität.“

Kangasalusta hat aber auch viel Gutes im Training von den Steelers-Spielern gesehen. „Der Einsatz des Teams stimmt – wie die Jungs sich einbringen. Außerdem wollen sie gewinnen. Und sie wollen sich in jeder Einheit verbessern“, erklärt der 45-Jährige. „Das ist die Grundlage, um überhaupt voranzukommen.“

Die DEL ist allerdings fast absolutes Neuland für den ehemaligen Assistenten des Bundestrainers Toni Söderholm. „Das ist eine neue Liga für mich“, berichtet Kangasalusta. Einige Spieler kennt er aber – vor allem die, die schon mal bei der DEB-Auswahl dabei waren. So zum Beispiel auch den Frankfurter Dominik Bokk. „Wir scouten jedoch alle gegnerischen Mannschaften – vor allem für unsere Special Teams. Und was ich gesehen habe, ist Frankfurt ein sehr talentiertes Team. Bei den Löwen stehen viele gute Spieler im Kader mit viel Potenzial“, erklärt Kangasalusta.

Kampfansage an Frankfurt

Gleichzeitig schickt er aber auch eine Kampfansage in die Mainmetropole. „Unser Selbstbewusstsein ist groß. Jetzt müssen wir nur die richtigen Dinge tun und das Spiel genießen. Dann können wir auch die drei Punkte einfahren“, sagt er.

Nach dem Duell in Frankfurt haben die Steelers bis Mittwoch spielfrei. „Jeder zusätzliche Tag ist gut, um die Spieler kennenzulernen und sie auf dem Eis zu sehen“, erklärt Kangasalusta. „Aber nichts ersetzt Spiele. Denn ein Wettkampf ist etwas ganz anderes als ein Training.“

 
 
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