Schon vier Mal in dieser Saison wurden die Bietigheim Steelers bei Auswärtsspielen regelrecht vorgeführt und demoliert. Im Oktober hagelte es ein 1:5 in Regensburg, im November ein 3:6 in Ravensburg, im Dezember ein 1:4 bei den Blue Devils Weiden und im Januar schließlich erneut ein 1:5 in Regensburg. Es scheint, dass der SCB ein Mal pro Monat unter die Räder kommt, doch war es bisher immer der Fall, dass sich die Ellentäler in den Spielen danach berappeln konnten und wieder aufdrehten. Auf die Klatschen folgten immer mindestens drei Siege am Stück, das soll auch in den nächsten fünf Tagen so passieren.
Bietigheim Steelers Wirkt die Klatsche wieder wie ein Weckruf?
Nach dem 1:6 in Rosenheim muss eine Reaktion der Steelers her. Bisher schafften es die Bietigheimer, nach einem Dämpfer zu erstarken.
Drei Spiele in fünf Tagen
Denn am vergangenen Sonntag hagelte es beim Gastspiel in Rosenheim mit 1:6 die vielleicht schlechteste Saisonleistung, ab diesem Freitag können die Schwaben aber ihre Krone wieder geraderücken. Denn dann geht es zum Derby gegen den EHC Freiburg (19.30 Uhr), ehe das Team von Alexander Dück am Sonntag um 18.30 auswärts zum nächsten Derby nach Ravensburg muss. Doch damit nicht genug: Schon am Dienstag steht wieder ein Heimspiel für den SCB an, dann erwartet die Düsseldorfer EG die Grün-weiß-blauen zum Traditionsduell (19.30 Uhr).
Es könnte eine wegweisende Woche für die Dück-Sechs werden. Denn mit neun Punkten aus den drei Spielen wären die Steelers praktisch schon sicher vor den Playdowns und hätten den Klassenerhalt beinahe gefestigt. Zudem hätte das Team gute Chancen auf den direkten Einzug in die Playoffs und könnte sogar das Heimrecht als Vierter klar machen.
Finden die Bietigheimer allerdings nicht zurück in die Spur, könnte es noch einmal eng werden. Aktuell sind es 14 Zähler Vorsprung vom aktuellen Rang fünf auf die Blue Devils auf Rang elf. Doch das Feld dazwischen ist eng gestaffelt. Bis zu den Lausitzer Füchsen auf Platz neun haben die Ellentäler nur sechs Punkte Abstand.
Ein Faktor für den SCB könnten am Wochenende die guten Nachrichten der letzten Tage sein. Nicht nur die Vertragsverlängerung von Cole Fonstad ist ein möglicher Mutmacher und gibt Hoffnung und Beständigkeit auch für die nächste Saison (die BZ berichtete).
Inzwischen fehlen Dück nur noch Maximilian Söll – der ebenfalls bereits um ein weiteres Jahr verlängert hat – und Benjamin Zientek im Aufgebot, die restlichen Mitglieder des Lazaretts sind wieder genesen. Darunter auch Brett Kemp, bei dem aktuell das Gerücht umgeht, dass er zum dienstäglichen Gegner wechselt. Laut BZ-Informationen und Medienberichten sind die Düsseldorfer am Bietigheimer-Tor-Garanten interessiert und wollen ihn für die nächste Saison verpflichten. Bestätigt wurde von beiden Vereinen jedoch noch nichts.
