Bietigheim trifft auf Rimpar SG BBM sinnt nach Gummersbach-Pleite auf Wiedergutmachung

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Bietigheims Trainer Hannes Jon Jonsson hatte nach dem Fiasko in Gummersbach viel Redebedarf mit seinen Spielern. ⇥ Foto: Marco Wolf

Nach dem Dämpfer vom Samstag will es die Jonsson-Sieben nun im Zweitliga-Heimspiel gegen die DJK Rimpar Wölfe besser machen.

Drei Spieltage stehen noch im Jahreskalender. Den Teams der Zweiten Handball-Bundesliga bleibt im dichtgepackten Saisonplan vor Weihnachten kaum die Zeit, um die jüngsten Spiele zu verarbeiten. Dabei böte gerade die 31:17-Pleite der SG BBM Bietigheim beim VfL Gummersbach allerlei Gesprächsstoff. Schon am Mittwoch (19.30 Uhr) kommt mit den Rimpar Wölfen ein weiteres Team in die Viadukthalle, das erheblich besser in die Saison gestartet ist als die Schwaben.

Versuchen, das ernüchternde Spiel beim Tabellenführer möglichst schnell abzuhaken – das ist in der Kürze der Zeit logischerweise die Linie von Hannes Jon Jonsson. Gleichwohl wird der Trainer der SG BBM aus dieser Schlappe die Erkenntnis mitnehmen, dass seine Jungs aktuell mit den Topteams der Liga nicht mithalten können. Jetzt geht es gegen den Tabellensiebten darum, sich innerhalb von vier Tagen wieder auf die eigenen Stärken zu besinnen. Rimpar hat eben eine zehntägige Corona-Quarantäne erstaunlich gut überstanden, wie der 26:23-Erfolg über den ThSV Eisenach verdeutlicht.

Fragiles Bietigheimer Konstrukt

Das Handball-Konstrukt an Metter und Enz ist auch nach acht absolvierten Spielen einer verdrehten Saison noch sehr fragil. Das lässt sich weniger an der Niederlage beim Spitzenreiter selbst festmachen. Mit einem Erfolg haben wohl nur die Mutigsten gerechnet. Die Höhe und die Art und Weise zeigen vielmehr, dass sich das Team um Kapitän Jan Asmuth schwer damit tut, das eigene Potenzial stabil abzurufen. Höhen und Tiefen scheinen gegenwärtig nahe beieinander zu liegen. Erneut werden sich die Jonsson-Schützlinge mit einer Energieleistung gegen die Unterfranken am eigenen Schopf aus dem jähen Leistungs- und Stimmungstief ziehen müssen. Immerhin ist Top-Torjäger Christian Schäfer, der am Samstag zum zweiten Mal Vater geworden ist, wieder mit an Bord.

Die Wölfe aus Rimpar waren das bislang letzte Team in der Zweiten Liga, das nach positiven Corona-Tests in den eigenen Reihen in Quarantäne musste. Nach einer zehntägigen Trainingsunterbrechung mussten am Samstag zwar noch die drei positiv getesteten Spieler pausieren. Gegen den ebenfalls ersatzgeschwächten ThSV Eisenach brachte das Team von Trainer Ceven Klatt trotz sechs vergebener Siebenmeter den fünften Saisonsieg unter Dach und Fach. Dabei konnte sich mit Yonathan Dayan einer von drei Neuzugänge bei den Unterfranken erneut ins Rampenlicht spielen. Der vom VfL Gummersbach gewechselte 20-jährige Mittelmann traf siebenmal selbst und führt mit 38 Toren bereits die interne Statistik der Wölfe an.

Insgesamt sind Torgefährlichkeit und Spielanteile jedoch breit gestreut, was das DJK-Team schwer ausrechenbar macht. Die Bietigheimer Hintermannschaft muss sich erneut auf Distanzwerfer wie Benedikt Brielmeier im linken Rückraum einstellen, darf aber auch einen Steffen Kaufmann, der aus dem rechten Rückraum häufig die Spielsteuerung übernimmt, nicht aus den Augen lassen. Von seinen Anspielen an den Kreis profitiert in erster Linie Zwei-Meter-Mann Michael Schulz. Neuzugang Marino Mallwitz (vom VfL Lübeck-Schwartau) hat sich im Rimparer Tor bereits bestens eingelebt und verleiht der besten Defensive der Liga, die im Schnitt nur knapp 23 Gegentreffer zulässt, zusätzliche Stabilität.

Info Auch das fünfte Heimspiel der SG BBM Bietigheim gegen Rimpar findet ohne Zuschauer statt. Die Partie wird im Internet-Livestream auf www.sportdeutschland.tv kostenfrei übertragen.

 
 
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