Bietigheimer 2:5-Niederlage im Verfolgerduell in Freiburg Wölfe entreißen Steelers Platz zwei

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Nach sechswöchiger Verletzungspause feierte Steelers-Stürmer C.J. Stretch gegen Freiburg ein ordentliches Comeback. Das Bietigheimer 2:1-Führungstor bereitete der 31-jährige US-Amerikaner vor. Hier lässt er Wölfe-Verteidiger Marvic Neher ins Leere rutschen. ⇥ Foto: BEAUTIFUL SPORTS/G. Hubbs via www.imago-images.de

Bietigheim verliert das DEL2-Verfolgerduell in Freiburg mit 2:5 und rutscht auf den dritten Platz ab. Trainer Danny Naud attestiert seinem Team trotzdem ein „sehr gutes Auswärtsspiel“.

Bye-bye, Platz zwei. Mit einer 2:5-Niederlage im DEL2-Verfolgerduell bei den Wölfen Freiburg haben die Bietigheim Steelers den zweiten Rang eingebüßt. Dort steht seit Freitagabend der Gegner aus dem Breisgau. Die Südbadener haben somit drei der vier Kräftemessen mit dem SCB in dieser Hauptrunde gewonnen und sind jetzt der erste Verfolger der Kassel Huskies. Der Spitzenreiter aus Nordhessen schwächelt derweil weiter und kassierte mit dem 5:6 in Bad Nauheim nach Penaltyschießen die dritte Pleite in Folge. Am Sonntag (17 Uhr/Live auf Sprade TV) erwarten die Steelers den Tabellenvierten Tölzer Löwen. Bei einer weiteren Niederlage wäre auch der dritte Rang weg. Mit einem 8:0-Schützenfest schossen sich die Oberbayern bereits für das Topspiel in der EgeTrans-Arena warm.

Der Aufstiegskandidat aus dem Ellental ging in der dritten Auswärtspartie binnen einer Woche mit einem veränderten Kader aufs Eis. Zu den bereits länger verletzten Tim Schüle und Benjamin Zientek gestellten sich auf der Ausfallliste die Namen Nikolai Goc und Yannick Wenzel hinzu. Dafür kehrten Verteidiger Benjamin Hüfner, Angreifer Brett Breitkreuz und Kontingentspieler C.J. Stretch ins Team zurück. Speziell des Comeback des US-amerikanischen Stürmers nach sechswöchiger Zwangspause war ein gutes Omen, denn jener hatte kurz vor dem Jahreswechsel zwei Tore zum Bietigheimer 5:2-Sieg in Freiburg beigesteuert.

Doch diesmal taten sich Stretch und die Steelers schwer, sich gegen die kompakte Wölfe-Defensive durchzusetzen und Chancen zu kreieren – was freilich auch umgekehrt galt. Beide Mannschaften hielten das Tempo zwar hoch, aber genauso hoch war die Konzentration in der Abwehr. Die Torhüter Ben Meisner und Jimmy Hertel wussten ebenfalls zu gefallen. Null Treffer und null Strafminuten waren die Bilanz nach dem ersten Drittel.

Rückkehrer sorgen für Führung

Im zweiten Spielabschnitt fielen endlich auch Tore. Den Bann brach Simon Danner. Der EHC-Kapitän schlug erst kläglich über den Puck, war dann aber im zweiten Versuch erfolgreich – obwohl ihm Fabian Ribnitzky und Matt McKnight mächtig auf die Pelle gerückt waren (24.). Innerhalb von 60 Sekunden drehten die Gäste den Spieß um. Erst staubte McKnight zum 1:1 ab, nachdem Meisner einen Fernschuss von René Schoofs abgewehrt hatte (27.). Der zweite SCB-Treffer war eine Co-Produktion zweier Rückkehrer: Nach einem Diagonalpass von Stretch vor den Kasten bezwang Breitkreuz den Wölfe-Goalie (28.). Doch die Breisgauer nutzten das erste Powerplay des Abends gleich zum 2:2 – Christian Billich hielt nach einer Hereingabe von Andreé Hult einfach den Schläger hin (32.).

Im letzten Durchgang nahm für die Schwaben das Unheil seinen Lauf. Das 3:2 resultierte aus einem Schlagschuss von EHC-Verteidiger Nick Pageau aus der Distanz, mit dem Hertel wohl gar nicht gerechnet hatte – der Schlussmann machte dabei jedenfalls keine glückliche Figur (46.). Das vierte Freiburger Tor ging auf der Konto des von Billich freigespielten schwedischen Topscorers Hult (48.). Und diese beiden waren auch für den 5:2-Endstand verantwortlich: Hult bereitete vor, Billich besorgte mit einem Handgelenkschuss den Rest (51.). Damit hatte er seinen vierten Scorerpunkt gesammelt.

Dass die Steelers bei den Torschüssen mit 52:36 klar die Nase vorne hatten, war für sie nur ein schwacher Trost. Trotz der klaren Niederlage zeigte sich Danny Naud zufrieden mit dem Auftritt seiner Truppe, der er ein „sehr gutes Auswärtsspiel“ attestierte. „Die Art und Weise, wie wir gespielt haben, hat mir gefallen“, sagte der Bietigheimer Trainer. „Im letzten Drittel hätten auch wir drei Tore schießen können. Für mich war das kein 5:2-Spiel.“

 
 
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