Bietigheimer DEL2-Team verliert Topspiel Steelers kommen spät unter die Räder

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Die  Tölzer Löwen verteidigen mit Mann und Maus ihr Gehäuse gegen Bietigheims Norman Hauner.⇥ Foto: Oliver Bürkle

Die Tölzer Löwen verdrängen den Zweitligisten aus Bietigheim durch 5:0-Auswärtssieg vom dritten Platz.

Nach dem Sieg gegen Kassel und der Niederlage gegen Freiburg haben die Bietigheim Steelers am Sonntagabend das dritte Spitzenspiel in Folge gegen die Tölzer Löwen glatt mit 0:5 verloren.

Da es in der EgeTrans-Arena beim Verfolgerduell zwischen dem Dritten aus Bietigheim und dem Vierten aus Bad Tölz um sehr viel ging, hatte Kevin Gaudet schon im Vorfeld die Vermutung geäußert, dass beide Teams eher auf Sicherheit bedacht sein würden. Und der Trainerfuchs mit Bietigheimer Vergangenheit sollte Recht behalten.

Die mit Max French, Reid Gardiner und Marco Pfleger wohl beste Offensivreihe der Liga kam im ersten Drittel nur schwer zum Zug. Die wenigen Torschüsse der Bayern waren leichte Beute für Steelers Goalie Cody Brenner. Auf der Gegenseite hatte Maximilian Franzreb deutlich mehr zu tun. Der derzeit laut Statistik zweitbeste Torhüter der DEL2 überragte und war unter anderem bei Abschlüssen von Evan Jasper (8.) und Robert Kneisler (18.) sowie einer Doppelchance von Norman Hauner (17.) auf dem Posten. Ansonsten verhinderten insgesamt fünf Zeitstrafen auf beiden Seiten im ersten Drittel, dass sich ein noch besserer Spielfluss entwickeln konnte. Vom „besten Spiel des Jahres“, wie es Gaudet vor dem Spiel von seinen Jungs gefordert hatte, war trotz hohem Tempo nach 20 gespielten Minuten noch nicht viel zu sehen.

Die Gäste waren stark ersatzgeschwächt angereist. Lediglich acht Stürmer und fünf Verteidiger standen Gaudet zur Verfügung. Dennoch drückte Bad Tölz auch im zweiten Abschnitt mächtig aufs Gaspedal. In der 31. Minute belohnten sich die Bayern schließlich mit dem Führungstreffer. Pfleger bediente von der blauen Linie traumhaft seinen vor dem Bietigheimer Gehäuse lauernden Sturmkollegen Reid Gardiner, der zum 1:0 einschob. Im direkten Gegenzug hätte Riley Sheen fast den Ausgleich hergestellt, doch der Topscorer der Steelers scheiterte nach einem Konter an einer starken Parade von Franzreb. Wenig später fand auch Robin Just im Schlussmann der Gäste seinen Meister (37.), sodass es trotz 11:9-Torschüssen im zweiten Abschnitt für die Steelers mit einem knappen Rückstand in die Kabine ging.

Im Schlussdrittel war es dann mit Tyler McNeely ausgerechnet ein ehemaliger Bietigheimer, der nur drei Minuten nach dem Wiederanpfiff das 0:2 erzielte. Der kanadische Stürmer traf überlegt ins linke Eck. Die schönste Aktion des Spiels lieferte dann Evan Jasper, der in Unterzahl durch drei Verteidiger durchspazierte, dann aber aus spitzem Winkel an Franzreb scheiterte. Statt den Anschluss zu erzielen, kassierten die Steelers fast im Gegenzug das 0:3 durch Luca Tosto (47.). Den Schlusspunkt setzte Pfleger mit dem 0:4 (52.). Doch damit nicht genug der Action: Wahrscheinlich aus Frust über die Klatsche teilte Brett Breitkreuz an der Seite völlig unnötig gegen seinen Gegenspieler aus. Im Tumult, der folgte, war auch C.J. Stretch beteiligt. Während Breitkreuz vorzeitig zum Duschen geschickt wurde, musste Stretch auf die Strafbank. Von da sah er noch, wie Manuel Edelfelder den 0:5-Endstand herstellte.

 
 
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