Bietigheimer Handballerinnen starten in der European League Die SG BBM trifft auf die große Unbekannte

Von Sebastian Klaus
Nach den Champions-League-Spielen in der letzten Saison (wie hier gegen Topteam Györ), gilt es nun für Kim Naidzinavicius (links) und Danick Snelder in der European League kleinere Brötchen zu backen. Dennoch dürfte die Vorfreude auf Europa groß sein. ⇥ Foto: Marco Wolf

Der Bundesligist aus Bietigheim kehrt gegen Tertnes Bergen auf die europäische Bühne zurück.

Nur noch einen Gesamtsieg in Hin- und Rückspiel in der dritten Qualifikationsrunde der EHF European League sind die Bundesliga-Frauen der SG BBM Bietigheim vom Erreichen der Gruppenphase entfernt. Im Weg steht der Spielgemeinschaft dabei allerdings am Sonntag (16 Uhr) in der Ludwigsburger MHP-Arena noch die große Unbekannte, der norwegische Vertreter Tertnes Bergen. „Bergen ist ein Gegner, den wir nicht kennen“, sagt auch Bietigheims Trainer Markus Gaugisch über den kommenden Kontrahenten.

Auch wenn es für den Klub aus dem hohen Norden insgesamt in dieser Saison national noch nicht richtig läuft – Bergen krebst nach zehn Spieltagen als Tabellenachter im Mittelfeld der heimischen Eliteserien herum – sieht es auf internationaler Bühne schon deutlich prickelnder aus. So wurden mit Rückraumspielerin Emma Holtet (21) und Torhüterin Eli Smørgrav Skogstrand (21) gleich zwei junge Spielerinnen das erste Mal in die norwegische Nationalmannschaft berufen, die im Rahmen eines Lehrgangs in wenigen Wochen gegen Tschechien testet. Zudem steht mit Linksaußen Rikke Larsen Øyerhamn (21) eine weitere talentierte Tertnes-Akteurin auf Abruf Gewehr bei Fuß.

Und auch die gesamte Mannschaft sorgte zuletzt bei ihren europäischen Einsätzen für einige Furore. So hatten sich die Skandinavierinnen in der zweiten EHF-Cup-Runde souverän mit 29:26 und 24:16 gegen den serbischen Meister Zork Jagodina durchgesetzt und sich somit das Duell gegen den amtierenden Deutschen Pokalsieger aus Bietigheim erst verdient. Tertnes Bergen ist damit eins von insgesamt vier norwegischen Teams, das sich für die dritte Pokalrunde qualifiziert hat. „Das Spiel der Norwegerinnen unterscheidet sich in der Offensive in vielen Bereichen von den Systemen, die wir aus der Bundesliga kennen.

Sämtliche Spielerinnen sind gut ausgebildet und in der Lage, torgefährlich zu sein. Spielmacherin Madeleine Hilby ist dabei der Dreh- und Angelpunkt ihres Offensivspiels“, warnt Markus Gaugisch vor den jungen Wilden aus Norwegen, bei denen ein Großteil der Spielerinnen erst Anfang 20 ist.

 
 
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