Bietigheimer Silvesterlauf Alina Reh und Eva Dieterich in der Favoritenrolle

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Alina Reh winkt beim Bietigheimer Silvesterlauf 2019 kurz vor dem Zieleinlauf ins Publikum. Damals wurde die 25-jährige Laichingerin Zweite hinter Hanna Klein. Foto: Baumann/Hansjürgen Britsch

Zwei Ausnahmekönnerinnen haben am Samstag beim 40. Bietigheimer Silvesterlauf die besten Siegchancen.

Wer rennt am Samstag beim 40. Bietigheimer Silvesterlauf (Startschuss: 14 Uhr) als erste Frau ins Ziel? Zu den heißen Favoritinnen zählt Alina Reh (SCC Berlin), die bereits viermal beim sportlichen Jahresausklang an der Enz triumphiert hat. Im Mai siegte die 25-jährige Sportsoldatin aus Laichingen bei der Langstrecken-DM über 10 000 Meter und holte sich in 32:06,63 Minuten ihren zweiten Titel über diese Distanz nach 2019. Zum Ende der Saison ließ Reh die nächste Goldmedaille bei deutschen Meisterschaften folgen. Die 6,35 Kilometer lange Cross-Distanz absolvierte sie in 21:59 Minuten und qualifizierte sich so für die Cross-EM in Italien, wo die DLV-Athletin in überragender Manier zu Bronze und Team-Gold lief.

Als Rehs größte Konkurrentin beim Silvesterlauf gilt Eva Dieterich (Laufteam Kassel), die Deutsche Meisterin über zehn Kilometer auf der Straße. Mit Mia Jurenka, Kim Bödi und Emily Junginger schickt das Team Franz Weller Automobile drei Nachwuchsläuferinnen ins Rennen. Mia Jurenka stand mit dem deutschen U20Team bei der Cross-Europameisterschaft 2021 ganz oben auf dem Treppchen. Bei den diesjährigen deutschen Halbmarathon-Meisterschaften U23 landete die 20-Jährige mit persönlicher Bestzeit in 1:16,39 Stunden auf Rang zwei.

Nationale und internationale Erfolge kann auch Kim Bödi vorweisen. Im Frühjahr holte die junge Athletin vom VfL Sindelfingen bei der Studenten-WM in Portugal mit der Mannschaft Silber im Crosslauf über zehn Kilometer. Bei den Deutschen Meisterschaften U23 musste die 21-Jährige im 3000 Meter Hindernis-Lauf nur der Favoriten den Vortritt lassen. In 10:14.59 Stunden gewann Bödi die Vize- Meisterschaft.

In die Herzen der Zuschauer könnte sich Emily Junginger laufen. Die Vizemeisterschaft bei den deutschen Straßenlauf-Meisterschaften U18 über 10 Kilometer ist der bisher größte sportliche Erfolg für die ehrgeizige Nürtingerin. Mit der Zeit von 37:34 Minuten belegt die gerade mal 16-Jährige in der DLV- Jahresbestenliste den dritten Rang bei der weiblichen Jugend U18. Für eine faustdicke Überraschung sorgte Junginger bei den deutschen Crosslauf-Meisterschaften: Im Feld der weiblichen U18 erreichte sie den sechsten Platz.

Bettina Englisch (Therapie Reha Bottwartal) will derweil einige aus der „jungen Garde“ ärgern. Die Seniorenläuferin machte in den vergangenen Jahren durch Erfolge beim Trollinger Marathon, Stuttgart Lauf und anderen Läufen in der Region auf sich aufmerksam. Spätestens seit die Läuferin 2021 in der Altersklasse W40 die DM-Titel im Halbmarathon und über zehn Kilometer geholt hat, kennt man die 43-jährige Stockheimerin auch deutschlandweit. Ende Mai trug Englisch erstmals bei der Halbmarathon-EM der „Senioren“ in Italien das Nationaltrikot – und kehrte prompt als Europameisterin zurück. Gerne würde sie nun ihren zweiten Platz vom Bietigheimer Sommernachtslauf wiederholen.

Berechtigte Hoffnung auf einen der vorderen Plätze darf sich auch Esther Jacobitz (ASV Köln) machen. Beim ältesten bestehenden deutschen Straßenlauf, dem Paderborner Osterlauf über zehn Kilometer, wurde Jacobitz in einem hochklassigen Teilnehmerfeld in persönlicher Bestzeit mit 34:03 Minuten Sechste. Die 25-Jährige gewann zudem in 1:15,52 Stunden die Frauenkonkurrenz beim Kölner Halbmarathon.  bz/ae

 
 
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