Bietigheimer Silvesterlauf Boch will sich seinen Titel zurückholen

Von bz
Der Oberriexinger Julian Großkopf, hier beim Crosslauf, zählt zu den jungen Wilden im Feld. Foto:  

Viele Topläufer starten beim 40. Bietigheimer Silvesterlauf, darunter auch die Lokalmatadore Lauer und Großkopf. Die BZ stellt sie vor.

Ein Blick in die Starterliste zeigt, dass zahlreiche Spitzenathleten dem Bietigheimer Silvesterlauf auch nach der Zwangspause die Treue halten und am Samstag (14 Uhr) wieder am Start sind. Als letzter Silvesterlauf-Sieger vor der Corona-Pause geht Marcel Fehr (LG Filstal) mit der Startnummer eins ins Rennen. Der Deutsche Vizemeister 2021 in der Halle über 3000 Meter und Finalteilnehmer bei der Hallen-Europameisterschaft 2021 laborierte in dieser Saison lange an einer Knöchelverletzung und befindet sich noch im Aufbautraining. Dennoch möchte sich der 30-jährige Fehr den Bietigheimer Zuschauern zeigen und sich der Konkurrenz stellen.

Die führt der viermalige Silvesterlaufsieger Simon Boch (LG Telis Finanz Regensburg) als Topfavorit an. Bei den deutschen Meisterschaften über 10 000 Meter im Mai sicherte er sich in 28:11,69 Minuten den Platz ganz oben auf dem Podest. Den möchte der 28-jährige Regensburger auch wieder in Bietigheim einnehmen. Bei seiner kurzfristigen Absage an Silvester 2019 versprach Boch: „Ich komme wieder, um meinen Titel zurückzuholen.“

Immer für eine Überraschung gut ist Florian Röser vom TV Konstanz. Mit 2:15:03 Stunden lief der 29-Jährige beim diesjährigen Hamburg-Marathon nicht nur eine schnelle Zeit, sondern war bei seinem Marathon-Debüt auch schnellster Deutscher in diesem Rennen. In Bietigheim steht Röser zum siebten Mal an der Startlinie. Seine beste Platzierung war Rang sechs. Erfolgreicher ist der Langstreckenläufer beim Schwäbisch Haller Dreikönigslauf, den er sechsmal in Folge gewann.

Gespannt darf man auf die Platzierung Erik Hille (LG Telis Finanz Regensburg) sein. Nach einem harten Wintertraining gewann der 34-jährige Regensburger im Frühjahr bei den deutschen Marathonmeisterschaften in 2:15:04 Stunden Silber. Ende September verbesserte er seine Marathonzeit. Als viertbester Deutscher und sechstbester Europäer behauptete sich Hille in einem hochkarätigen Teilnehmerfeld beim Berlin-Marathon und lief mit einer Zeit von 2:14:18 Stunden ins Ziel am Brandenburger Tor.

Die Riege der Nachwuchsathleten führt Paul Specht vom Team Franz Weller Automobile an. 2020 wurde der heute 20-Jährige von der „German Road Races“ als hoffnungsvollster Nachwuchsläufer ausgezeichnet. Bei der Crosslauf-DM wurde Specht im Rennen der männlichen U23 mit nur vier Sekunden Rückstand Deutscher Vizemeister – und dann im Nachgang vom Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV) für das Aufgebot der Crosslauf- Europameisterschaft nominiert. Dort belegte der Sindelfinger den 51. Rang.

Zu den jungen Wilden zählt auch Julian Großkopf (Team Optimove by Pudel), der eigentlich ein Triathlet ist und im vergangenen Jahr Deutscher Meister und Europameister über die Mitteldistanz der U25 wurde. Bei den diesjährigen deutschen Halbmarathon-Meisterschaften lief der 22-Jährige mit 1:05:46 Stunden knapp am Podest vorbei. Nur vier Sekunden fehlten zur Bronzemedaille. Bei den deutschen Crosslauf- Meisterschaften schaffte der Oberriexinger mit Platz fünf die erforderliche Leistung für die Qualifikation zur EM und war Teil der DLV-Mannschaft.

Der Jüngste im Bunde ist der Ludwigsburger Kurt Lauer (Tree of Hope Club). Der deutsche 2000-Meter-Hindernismeister U20 der vergangenen zwei Jahre legte einen fulminanten Saisoneinstieg auf die Bahn und schnappte sich auf den letzten Metern in einer Zeit von 14:58,53 Minuten den nationalen U20-Titel über die 5000 Meter. Als Deutscher Crosslauf- Meister U20 durfte sich Lauer bei seiner zweiten Teilnahme an einer Cross-Europameisterschaft erneut das Nationaltrikot überstreifen und internationale Wettkampfhärte sammeln. Der 19-Jährige wurde 2018, 2020 und 2021 zum Ludwigsburger Sportler der Jahres gewählt.  bz

 
 
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