Ein Fluch und Segen zugleich. So beschreibt Mitveranstalter Dieter Matzat die Anzahl der 4000 Teilnehmer bei der 43. Ausgabe des Bietigheimer Silvesterlaufs. Dabei dürfte wohl klar sein, dass die Rekordteilnehmerzahl der Segen des Sprichworts ist. Der Fluch hingegen ist das Teilnehmerlimit, das erstmals wenige Tage vor Start erreicht wurde. „Einerseits freust du dich, dass du 4000 Teilnehmer hast, aber andererseits ist es schade für die, die sich kurzfristig sonst anmelden zwischen Weihnachten und Silvester“, so Matzat.
Bietigheimer Silvesterlauf Seriensieger rennt erneut allen davon
Simon Boch und Lisa Merkel waren bei der 43. Ausgabe des Bietigheimer Silvesterlaufs nicht zu überholen. Die Veranstaltung war erstmals mit 4000 Teilnehmern ausgebucht.
Boch weiterhin unbesiegt
Sieben Teilnahmen, sieben Siege. Diese Statistik kann Simon Boch (LG Telis Finanz Regensburg) vorweisen. Der 31-Jährige lief mit einer Zeit von 30:32 Minuten erneut allen aus dem großen Teilnehmerfeld davon. Nachdem er im Vorjahr verletzungsbedingt passen musste, sicherte er sich 2025 wieder seinen Titel am letzten Tag des Jahres.
Doch Boch war nicht der einzige, der den ersten Platz begehrte. Jan Lukas Becker war ihm stets knapp auf den Fersen und überquerte die Ziellinie nur 13 Sekunden später. „Der Lauf war gut. Jan Lukas Becker hat mir das Leben heute ein bisschen schwer gemacht. Ich wollte eigentlich etwas langsamer als er losstarten, aber dadurch wurde es ein spannendes Rennen und es hat Spaß gemacht“, so der Seriensieger.
Anfang Dezember lieferte Boch noch beim Valencia-Marathon eine starke Zeit von 2:08:55 Stunden und war somit lange Zeit in der Spitzengruppe. Bochs Beine waren beim Bietigheimer Silvesterlauf jedoch soweit wieder fit. „Klar merke ich, dass es nicht die absolute Bestform ist, die man aktuell hat, das geht gar nicht. Man braucht einfach ein bisschen Zeit, aber ich bin sehr happy mit meiner Form wieder.“ Für Boch geht es Ende Januar wieder ins Trainingslager nach Kenia. Ebenfalls am Valencia-Marathon und Bietigheimer Silvesterlauf teilgenommen hat Julian Großkopf.
Der Triathlet landete mit einer Zeit von 31:53 Minuten auf Platz sechs. „Ich bin ziemlich zufrieden. Vor ein paar Wochen hatte ich mal Platz fünf als Ziel ausgerufen, ohne jedoch die Starterliste zu kennen. Deswegen habe ich vor dem Lauf eigentlich nur mit einer Top-Ten gerechnet. Das es jetzt so relativ deutlich war, auch nach Valencia, freut mich“, so Großkopf. Fast hätte es für Platz fünf gereicht, jedoch hatte Paul Specht mit der gleichen Zielzeit um wenige Millisekunden die Nase vorn.
Bei den Top-Athletinnen gab es aus dem Teilnehmerfeld noch spontane Verletzungs- und Krankheitsbedingte Absagen. So auch die von Eva Dieterich und Hanna Klein.
Merkel gewinnt unerwartet
Bei den Frauen ging letztendlich Lisa Merkel der (LAV Stadtwerke Tübingen) als Siegerin von der Strecke. Für die 22-Jährige kam der Sieg jedoch überraschend. „Es war ein bisschen überraschend. Ich habe eigentlich nicht damit gerechnet. Klar war es schade, dass Eva und Hanna nicht laufen konnten, aber ich wollte eigentlich primär hier laufen, um mich gut zu fühlen und Spaß zu haben“, so Merkel.
Bei der Veranstaltung selbst sei laut Matzat alles reibungslos verlaufen. Mitte Januar werde bereits erstmals auf die vergangene Veranstaltung geschaut, ehe in den Sommerferien die Vorbereitung für die 44. Ausgabe startet.
