Bietigheimer Triathlon Dreifache Herausforderung bewältigt

Von Marlon Hölzel
Die Laufstrecke des Bietigheimer Triathlons führte auch durch die prächtig geschmückte Fußgängerzone. Foto: /Martin Kalb

Der Bietigheimer Triathlon startete am Sonntag in seine neunte Ausgabe. Über 300 Teilnehmer und Teilnehmerinnen stellten sich der Ausdauerherausforderung. 

Insgesamt drei Kategorien gibt es beim Triathlon zu bewältigen: Schwimmen, Radfahren, Laufen. Diesen Herausforderungen wollten sich am Sonntag über 300 Teilnehmer und Teilnehmerinnen in Bietigheim-Bissingen stellen. Denn dort fand zum neunten Mal der Bietigheimer Triathlon statt. Einer der Teilnehmer war BZ-Sportredakteur Marlon Hölzel, der ohne Profi-Equipment teilnahm, um zu testen, ob Triathlons auch ohne teure Rennräder und Neoprenanzüge zu bewältigen sind.

Die drei Disziplinen

Zwischen 9 und 10 Uhr versammelten sich immer mehr Menschen auf dem Festplatz am Viadukt. Während für die Kinder der Mini-Triathlon (Jahrgang 2014-2019) und der Midi-Triathlon (Jahrgang 2010-2013) bereits früher startete, ging es für die Hobby-Athleten erst einmal zur Anmeldung, um die Startnummern, auch jene für Helm und Fahrrad, abzuholen. Nach der Anmeldung wurden die Fahrräder samt Laufausrüstung und Wechselkleidung in die Wechselzone gebracht, um sie zwischen den Kategorien zur Hand zu haben.

Nach einer kurzen Wettkampfbesprechung um 10.30 Uhr ging es um 11 Uhr pünktlich für die ersten Schwimmer in die Enz. Gestartet wurde im Jagdstart alle 15 Sekunden. Die Aufgabe: 600 Meter in der knapp über 20 Grad kalten Enz schwimmen. Von der Einstiegsstelle schwammen die Teilnehmer erst flussabwärts bis zur Auwiesenbrücke. Nach der Wende an der Boje, erwartete die Athleten die lange Gerade gegen die Stromrichtung. Aus dem Wasser heraus, galt es keine Zeit zu verlieren. Die Schwimmbrillen wurden abgelegt, die Helme angezogen, und es startete die Fahrradstrecke in Richtung Bissingen. Drei Mal musste der 6,3 Kilometer lange Kurs absolviert werden.

Nach erfolgreicher Radtour startete das Finale des Triathlons: das Laufen. Auch hier wurden wieder drei Runden absolviert und das durch die malerische Kulisse der Altstadt Bietigheims. Nach anstrengenden drei Disziplinen und einer insgesamt zurückgelegten Strecke von rund 26 Kilometern, wartete nur noch die erlösende Ziellinie auf die Teilnehmer und Teilnehmerinnen.

Die dreifache Herausforderung am schnellsten abschließen konnten bei den Frauen Luisa Binnig von der Tricon Schwäbisch Hall, mit einer Zielzeit von 1:07:00 Stunden. Allen davon schwamm, fuhr und lief Philipp Nothof vom Verein Sun Triathlon. Mit 58:06 Minuten, war er nur einer von drei Teilnehmern, der alle Disziplinen in insgesamt unter einer Stunde abschloss.

Optimale Organisation

Beim Bietigheimer Triathlon sind sowohl die Organisation als auch der Ablauf der ganzen Veranstaltung hervorzuheben. Diese Resonanz bekamen sowohl Hermann Grün als auch Axel Förste zu hören, was die beiden aus dem Organisationsteam besonders glücklich machte. „Das Feedback, das ich bisher eingeholt habe, ist wieder sehr gut. Wenn der Sieger einem sagt, die Veranstaltung sei besser organisiert als viele professionelle Triathlons, dann ist das natürlich schon eine Auszeichnung. Der Aufwand hat sich wieder gelohnt“, sagt Förste gegenüber der BZ.

Eine Besonderheit gab es zudem bei der dritten Ausgabe des Kindertriathlons: Anlässlich des Stadtjubiläums „50 Jahre Bietigheim-Bissingen“ wurden beim Mini- und Midi-Triathlon, die schnellsten Teilnehmer und Teilnehmerinnen zu Stadtmeistern gekürt und bekamen auch Preise. Eveline Franke aus dem Orga-Team blickt zufrieden auf den Ablauf des Kindertriathlons: „Es lief alles super. Wir haben ziemlich viele Kinder gehabt, 140 ungefähr. Es lief wie bereits in den zwei Jahren zuvor alles problemlos und koordiniert ab“, lobte sie. Der Bietigheimer Triathlon war sowohl aus Perspektive der Teilnehmer als auch der Veranstalter ein Erfolg. Die Strecke führte an vielen schönen Ecken vorbei und durch die vielen Helfer und Security-Kräfte konnten alle das sportliche Großevent genießen.

Ob eine Triathlon-Teilnahme auch ohne Profi-Equipment möglich ist? An einem Volkstriathlon auf jeden Fall. Das Anschaffen von teurer Ausrüstung schreckt viele Einsteiger ab. Sie sind aber definitiv kein Muss. Fazit: Wer Lust hat, sich der dreifachen Herausforderung zu stellen, kann diese auch bewältigen. Denn gerade am Anfang geht es ja nicht um eine Top-Platzierung, sondern um die Erfahrung. Und die ist fantastisch.

 
 
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