Fasziniert beobachtete Siegfried Schübel aus Großsachsenheim die Frauen und Männer der Gruppe „Stahl Fatal“, die laut und rhythmisch Stahlfässern, Rohren und Stahlstöcken ungewöhnliche Klänge entlockten. „Es ist wirklich toll, dass es heute am ersten Sachsenheimer Kultursonntag an vielen Stellen in der Innenstadt ein buntes Programm gibt“, erzählte Schübel, der gerade durch die Von-Koenig-Straße flanierte. Zahlreiche Mitglieder des Sachsenheimer Ortsverbands des Bundes der Selbstständigen (BdS) hatten dort ihre Aktionsstände aufgebaut, an denen sich die Besucher über Fahrten mit dem Heißluftballon über das Kirbachtal informieren, an lukrativen Verlosungen teilnehmen oder die Kinder auf einer Hüpfburg toben konnten.
Sachsenheim Buntes Showprogramm in der Stadt
„Sommer am Schloss“ und Sachsenheimer Kultursonntag erwiesen sich am vergangenen Wochenende als ein gelungenes Feste-Duett.
Blasmusiktöne klangen vom Äußeren Schlosshof herüber, wo das Orchester des Musikvereins Stadtkapelle Sachsenheim sein Publikum unterhielt. Dort hatte auch Wengerter Klaus Weiberle seinen Weinpavillon aufgebaut. Er ist Mitglied im Vorstand des BdS Sachsenheim und zeigte sich äußerst zufrieden mit dem bisherigen Festverlauf. „Am Freitagabend hat der Schlosshof mit der Band ‚Extasy‘ gebebt. Die Stimmung war wirklich super. Ein völlig anderes Publikum feierte am Samstagabend bei der Band ‚Familie Hossa‘, aber ebenso ausgelassen“, schilderte Weiberle.
Bis spät in die Nacht hinein tanzten die Schlagerfans, die teilweise auch in entsprechender kunterbunter Kleidung erschienen waren. Auch die BdS-Vorsitzende Melanie Perrotta war froh über die gelungene Fest-Kombination aus „Sommer am Schloss“ und Kultursonntag der Stadt. „Wir könnten nach dem Freitag und Samstag nahezu nicht mehr auch noch am Sonntag alleine ein attraktives Programm auf die Beine stellen und mit unserem Budget finanzieren. Daher sind wir dankbar, dass die Stadt ‚Sommer am Schloss‘ in diesem Jahr mit dem Kultursonntag bereichert“, betonte Perrotta, die hofft, dass aus der Premiere 2025 in den kommenden Jahren eine Dauereinrichtung wird.
Viel Musik und Comedy
Vor allem unter der Regie von Kulturreferent Alexander Sterzel war es dem Organisationsteam aus den Reihen der Stadtverwaltung gelungen, auf unterschiedlichen Bühnen in der Innenstadt Großsachsenheims kurzweilige Darbietungen mit viel Musik und Comedy zu präsentieren. „Es ist mir als Bürgermeister wichtig, unseren Handel und unsere Wirtschaft zu stärken. Das machen wir mit einer aktiven Wirtschaftspolitik und mit Festen wie heute“, unterstrich Sachsenheims Bürgermeister Holger Albrich, der sich eine Belebung der Innenstadt wie beim Verkaufsoffenen Sonntag auch das ganze Jahr über im Herzen Großsachsenheims wünscht.
„Wir werden alles uns Mögliche künftig unternehmen, um gezielt sinnvolle Läden anzusiedeln, in denen sich die Menschen gerne aufhalten und die uns lange erhalten bleiben“, machte Albrich deutlich. Über den Äußeren Schlosshof bummelte ebenfalls Susanne Schuster aus Großsachsenheim, die immer den Musikklängen folgte. „Ich habe gar nicht gewusst, dass es heute solch eine tolle Veranstaltung in Sachsenheim gibt. Es ist für jeden Musikgeschmack etwas dabei und das an unterschiedlichen Stellen in der Innenstadt“, stellte Schuster fest.
Thema Greifvögel
Sie schlenderte in den Schlossgarten hinüber, wo im „Haus der Senioren“ die Mitglieder des Liederkranzes Großsachsenheim zu Kaffee und Kuchen einluden. Zudem hatte das Team des Stadtmuseums unter dem Schatten der alten Bäume Kinderspiele aus längst vergangenen Zeiten aufgebaut, bei denen sich die kleinen Festgäste gerne amüsierten. Für staunende Kinderaugen sorgte ebenso Ute Kugler von der Falknerei Bielriet, die mit ihren Kollegen einen Stein- und einen Waldkauz, Wüstenbussarde, einen Turmfalken sowie einen europäischen Uhu zur Schau stellte. Während sich Wüstenbussard Soraya neugierig umblickte, berichtete Kugler interessierten Besuchern über Jagd mit Greifvögeln. Wer wollte, konnte am Kultursonntag bei einer Führung hinter die Kulissen des Wasserschlosses blicken oder im Trauzimmer Gemälde von Roland Bentz wie die Farbradierung „Ochsenbacher Weinhähnchen“ bewundern.
