Bietigheimer Zweitligist besiegt Frankfurt mit 5:0 Steelers im Topspiel ohne Mühe

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Der einmal mehr überragende Riley Sheen erzielte beim Kantersieg der Bietigheim Steelers im Spitzenspiel gegen die Löwen Frankfurt seine Saisontreffer 18, 19 und 20. ⇥ Foto: Avanti/Ralf Poller

In einer einseitigen Partie besiegt der Zweitligist aus Bietigheim am Freitagabend die ambitionierten Löwen Frankfurt mit 5:0. Riley Sheen erzielt bei der Rückkehr von Eric Stephan einen Hattrick.

Für Eric Stephan war am Freitagabend in der EgeTrans-Arena eigentlich alles wie immer. Und dann wieder doch nicht. Erst vor einer Woche war der Verteidiger nach zwei Jahren bei den Bietigheim Steelers zu seinem ehemaligen Klub Löwen Frankfurt zurück gewechselt, wo der gebürtige Berliner zwischen 2016 und 2018 zwei Spielzeiten auf dem Eis gestanden hatte. Unter seinem Trainer und Sportdirektor Franz-David Fritzmeier hatte der mittlerweile 27-Jährige in jungen Jahren bei den Duisburger Füchsen bereits Oberliga-Erfahrung gesammelt und den Löwen mit seinen einstigen Bietigheimer Mitspielern Brett Breitkreuz und C.J. Stretch 2017 die DEL2-Meisterschaft gewonnen. Vor dem Wiedersehen mit seinen alten Weggefährten hatte Stephan mit seinem neuen alten Klub in den letzten Tagen bereits zwei Partien bestritten. Sowohl beim 2:1 gegen Ravensburg und beim 5:1 im hatte der Abwehrspieler einen insgesamt soliden Eindruck hinterlassen – aber dennoch durchaus noch mit Luft nach oben.

Zwei Neue für Frankfurt

Die Verpflichtung von Stephan war allerdings nicht die einzige Rückholaktion eines ehemaligen Akteurs bei den Hessen. Vom DEl-Klub Augsburger Panther war nur einen Tag vor dem Spitzenspiel in Bietigheim Stürmer Magnus Einsenmenger zu den Löwen zurückgekehrt. Erst im Sommer war der Angreifer nach zwei Jahren in Frankfurt nach Augsburg gewechselt.

Die Hausherren starteten jedenfalls gegen die nach fünf Siegen in Serie sehr selbstbewussten Gäste äußert defensiv. Erst einmal die Null halten, schien die Devise der Steelers zus ein, die dann aber doch nach knapp fünf Minuten zum überraschenden Führungstreffer kamen. Mit der ersten Chance des Spiels war Norman Hauner mit seinem bereits 15. Saisontreffer zur Stelle, nachdem Gäste-Goalie Bastian Kucis einen Distanzknaller von Talent Fabjon Kuqi nur nach vorne hatte abprallen lassen. Die Hessen hatten im ersten Drittel zwar deutlich mehr vom Spiel, so wirklich zwingend waren ihre Aktionen allerdings auch nicht. Der vermeintliche Ausgleich nach zehn Minuten wurde aufgrund eines Foulspiels am Bietigheimer Torhüter Cody Brenner nach ausgiebiger Videoanalyse von den Unparteiischen wieder revidiert. Stattdessen schlugen die Steelers zwei Minuten vor dem Ende des ersten Abschnitts in Überzahl erneut zu. Riley Sheen traf aus dem Gewühl heraus zum 2:0. Der Ex-Frankfurter Breitkreuz hatte den Weg zuvor schön für den Kanadier freigeräumt. Die Vorarbeit leistete Neuzugang Evan Jasper, der es auf Anhieb in die Starting Six geschafft hatte. Auf der Gegenseite scheiterte dagegen Rückkehrer Stephan mit einem Distanzhammer an Brenner.

Unmittelbar nach dem Wechsel verpasste dann Breitkreuz knapp einen eigenen Treffer. Der 31-Jährige scheiterte nach einem schönen Solo an einer noch schöneren Parade von Kucis. In Unterzahl sollte es kurz darauf dann aber doch noch etwas werden mit dem dritten Tor des Abends: Matt McKnight war nach Zuspiel von Fabian Ribnitzky in der 23. Minute erfolgreich. Einen weiteren Treffer verpasste dann wenig später ebenfalls in Unterzahl Sheen, der erneut im jungen Kucis seinen Meister fand. Besser machte es Sheen dann in der 29. Minute, als er mit dem 4:0 seinen 19. Saisontreffer markierte.

Gästetrainer Fritzmeiser hatte genug gesehen, er brachte Patrick Klein für Kucis, um seinem Team noch einmal neue Impulse zu geben. „Heute machen wir die Kleinigkeiten richtig, deswegen sieht das Ergebnis so aus“, freute sich Ribnitzky in der letzten Pause im Interview mit Sprade TV.

Und auch danach sollten er und seine Mitspieler nichts mehr anbrennen lassen. Im Gegenteil: Der überragende Sheen erzielte sogar noch seinen dritten Treffer (45.) zum absolut souveränen 5:0-Sieg. Bereits am Mittwoch stehen sich beide Mannschaften in Frankfurt wieder auf dem Eis gegenüber.

 
 
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