Bietigheims Handballer treten in Aue an SG scharrt mit den Hufen

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Bietigheims neuer Spielmacher Juan de la Pena (am Ball) und seine Mitspieler wollen endlich wieder zurück auf die Platte und zeigen, was sie draufhaben. Am Samstag haben die SG-Spieler gegen Aue dazu die Gelegenheit.⇥ Foto: Marco Wolf

Der Zweitligist SG BBM Bietigheim tritt nach vierwöchiger Zwangspause am Samstag beim gut in die Saison gestarteten EHV Aue an.

Das lange Warten hat endlich ein Ende: Nach fast einmonatiger Zwangspause kehren die Zweitliga-Handballer der SG BBM Bietigheim an diesem Samstag (17 Uhr) beim EHV Aue auf die Platte zurück.

Während viele Bundesligisten aufgrund der Abstellungspflicht ihrer Nationalspieler – Corona hin oder her – die Länderspielpause nicht gerade feierten, kam die Unterbrechung den Handballern des Zweitligisten EHV Aue gerade recht. Denn nach zweiwöchiger Corona-Quarantäne bedeutete die Pause für das Team aus dem Erzgebirge dringend benötigte Zeit, sich wieder einzuspielen und die nötige Handball-Fitness zu bekommen. „Wir haben neun Wochen Vorbereitung durchgezogen und sind dann in die Saison rein. Der Akku war doch schon gut angeknackst, weshalb die Pause vielleicht gar nicht so schlecht war“, gibt Adrian Kammlodt im Podcast „Das 2. HBL-Update“ zu. Der Rückraum-Shooter des EHV, der in wenigen Tagen seinen 25. Geburtstag feiert, ist mit zwei Siegen gegen Rimpar und Ferndorf und einer knappen Niederlage gegen den HSV Hamburg gut in die Spielzeit gestartet. In der letzten Saison war Kammlodt mit 118 Treffern bester Schütze seines Teams.

Ähnlich ausgeruht wie Kammlodt und dessen EHV-Teamgefährten dürften die Spieler der SG BBM Bietigheim sein. Erst zwei Saisonspiele haben die Mannen von Trainer Hannes Jón Jónsson coronabedingt absolviert, die letzte Partie datiert gar vom 17. Oktober. Damals verbuchte die Jónsson-Sieben einen knappen 22:20-Auswärtserfolg beim TV Hüttenberg. Zuletzt fiel dann auch noch das einzige Baden-Württemberg-Derby der Zweiten Liga gegen die HSG Konstanz aufgrund eines fälschlicherweise positiven Tests beim Gegner aus.

Jónsson lobt den Gegner

Auch wenn die gefürchtete Atmosphäre in der zuschauerlosen Erzgebirgshalle ausbleiben wird, schätzt Jónsson den Gegner hoch ein. „Ich sehe Aue als ein Team, das nichts mit dem Abstiegskampf zu tun haben wird. Wenn es gut läuft, können sie bis zum Schluss ganz oben mitspielen“, wird der Bietigheimer Trainer im Chemnitzer Wochenendspiegel zitiert.

Jónsson wird fast aus dem Vollen schöpfen können. Lediglich der noch immer an einer Schulterverletzung laborierende Tim Dahlhaus im rechten Rückraum und Linksaußen Martin Marcec fehlen. Marcec soll nach fast einjähriger Verletzungspause nach seinem Kreuzbandriss im Erzgebirge noch nicht zum Einsatz kommen.

Beide Teams stehen durch die Spielabsagen vor herausfordernden Wochen. Während auf Aue zwölf Begegnungen warten, muss Bietigheim in den knapp sieben „englischen“ Wochen bis zum Jahresende elf Punktspiele bestreiten. Am Mittwoch (19.30 Uhr) folgt bereits das Heimspiel gegen den VfL Lübeck-Schwartau.

 
 
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