Bissingen beim Oberliga-Spitzenreiter gefordert FSV 08 fordert die Kickers

Von Sebastian Klaus
Bissingens Pero Mamic (links) und Filimon Gerezgiher feiern zusammen mit Yannick Toth (Mitte) dessen Elfmetertor zum 1:0 gegen den SV Oberachern.⇥ Foto: Ralf Poller/Avanti

In der Oberliga könnten die Nullachter mit einem Sieg beim Tabellenführer Stuttgarter Kickers Nachbarschaftshilfe leisten.

Für die Spieler und Verantwortlichen des Oberligisten SGV Freiberg hatte am Mittwochabend an den Smartphones das große Zittern und Daumendrücken begonnen. Minuten zuvor hatten die Wasen-Kicker ihre eigene Partie beim Freiburger FC erfolgreich mit 5:2 beendet, doch beim Meisterschafts-Konkurrenten Stuttgarter Kickers war im Parallelspiel beim Abstiegskandidaten FC Bruchsal noch Zeit auf der Uhr. Ganze fünf Minuten hatte Schiedsrichter Hafes Gerspacher nachspielen lassen. 2:2 hatte es zu diesem Zeitpunkt dank eines späten Ausgleichstors der Kickers gestanden, doch die Landeshauptstädter drängten auf den Siegtreffer. Stattdessen hätte Bruchsals eingewechselter Stürmer André Redekop fast noch das 3:2 für den klaren Außenseiter gegen den Spitzenreiter erzielt, doch die Offensivkraft scheiterte im Eins-gegen-eins an Stuttgarts Keeper Ramon Castellucci.

Durch die unerwarteten Punktverluste des Tabellenführers ist der SGV Freiberg sieben Spieltage vor dem Saisonende nun wieder bis auf einen Punkt an den Kickers dran. Das bedeutet, dass die Wasen-Kicker am Samstag (16 Uhr) wohl zum vermutlich ersten und einzigen Mal dem Nachbarn FSV 08 Bissingen ähnlich kräftig die Daumen drücken werden wie noch am Mittwoch Bruchsal. Denn das Team von Trainer Markus Lang gibt seine blau-weiße Visitenkarte im Gazi-Stadion auf der Waldau ab. Und die Aufgabe dürfte nicht leichter werden für die Kickers, schließlich zeigten sich die Nullachter bei ihren letzten beiden Auftritten gegen den FC Nöttingen (2:3) und Oberachern in guter Verfassung.

Vor allem mental scheint der FSV sein Zwischentief überwunden zu haben und strotzt trotz der beiden Last-Minute-Gegentore gegen Nöttingen wieder vor Selbstvertrauen, wie auch der offene Schlagabtausch gegen das freche Team aus der Ortenau am Mittwoch verdeutlichte. „Wir wollten das Spiel unbedingt gewinnen und das ist uns gelungen“, sagt Lang über den 3:0-Heimsieg gegen den kampf- und spielstarken SVO. „Durch den Sieg können wir ohne Druck auf die Waldau fahren“, erklärt Lang. „Denn wenn wir gegen Oberachern nichts geholt hätten und unter den Voraussetzungen zu den Blauen gefahren wären, dann wäre das bitter gewesen. Aber so haben wir das nötige Selbstvertrauen. Und vielleicht können wir etwas mitnehmen.“

Von einer Rettung im anstrengenden Kampf um den Klassenverbleib will Lang aber auch nach dem Sieg gegen Oberachern nichts wissen. „Es sind ja noch sieben Spiele. Durch sind wir erst, wenn rechnerisch nichts mehr anderes möglich ist.“

 
 
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