Die Turbulenzen bei der Weingärtner-Genossenschaft Stromberg-Zabergäu setzen sich fort. Dr. Bernd Kost, bisher geschäftsführendes Mitglied des Vorstands, verlässt die Genossenschaft. Das geht aus einem Schreiben des Aufsichtsrats an die Mitglieder hervor, das der Redaktion vorliegt.
Bönnigheim Bernd Kost verlässt die WG Stromberg-Zabergäu
Dr. Bernd Kost habe von sich aus darum gebeten, vorzeitig aus seinem Posten als Geschäftsführer bei der WG Stromberg-Zabergäu ausscheiden zu dürfen.
Kost habe von sich aus darum gebeten, vorzeitig ausscheiden zu dürfen. Ende 2023 war sein Vertrag um drei Jahre verlängert worden. Grund für das vorzeitige Ausscheiden seien „unterschiedliche Auffassungen über die künftige strategische Ausrichtung der Genossenschaft“. Diesem Wunsch habe der Aufsichtsrat entsprochen, „mit Bedauern“, wie es in dem Schreiben an die Mitglieder heißt. Darin bedanken sich die beiden Vorsitzenden des Aufsichtsrates, Manuel Hauber und Bernd Döbler, für die „langjährige stets gute Zusammenarbeit.“ Kost habe einen „maßgeblichen Beitrag zur strukturellen Weiterentwicklung der Genossenschaft“ geliefert.
Das wird in den Reihen der Mitglieder durchaus anders gesehen. Wie in der BZ berichtet, werfen sie dem Vorstand anhaltende Fehlentscheidungen vor, die sie in einem erneut anonymen Schreiben an die Redaktion wiederholen. Nach dem Austritt aus der Württembergischen Zentralgenossenschaft WZG zum Jahresbeginn 2025 sei es dem Vorstand nicht gelungen, eine funktionierende Markt- und Absatzbetreuung aufzubauen. Die Verfasser des Schreibens sprechen von einem „Versagen der bisherigen strategischen Ausrichtung.“
Die Aufgaben von Kost sollen jetzt intern verteilt werden. Zu gegebener Zeit werde ein neuer Geschäftsführer berufen, versichert der Aufsichtsrat. sol
