Bönnigheim Drei Seiten an Vorschlägen fürs Bad

Von Birgit Riecker
Der Förderverein für das Bönnigheimer Freibad hat ein Logo: (Von links) Nicole Schellenbauer von den Stadtwerken, Ann Marie Ackermann, Lore Bisch und Elisabeth Bodein. Foto: /Oliver Bürkle

Dem Förderverein für das Mineralfreibad mangelt es nicht an Ideen, um das Bad attraktiver zu machen. Gemeinsam mit den Stadtwerken sollen die besten umgesetzt werden.

Es herrscht Aufbruchstimmung. Mitglieder des Ende März gegründeten Freibadfördervereins sammeln Ideen, um das klimafreundliche Bad noch attraktiver zu machen. Dabei stoßen sie bei Freibadleiter Björn Beal und Stadtwerke-Mitarbeiterin Nicole Schellenbauer auf offene Ohren. Gemeinsam sollen die besten Ideen umgesetzt werden.

Doch noch hat der Förderverein ein Handicap, wie seine Vorsitzende Ann Marie Ackermann erzählt: Die Formalitäten, neudeutsch die Bürokratie. Im Juli soll nach einer kleinen Änderung der Satzung ein Notar die Eintragung des Vereins schriftlich festhalten, bevor das Finanzamt die Steuernummer vergeben kann. Wenn dann auch noch die Gemeinnützigkeit bestätigt ist, kann der Verein ein Bankkonto eröffnen.

Ein Logo für den Förderverein

Ohne Geld nichts los? Von wegen. Vorstandsmitglied Jenny Alber, von Beruf Grafik-Designerin, hat bereits ein Logo erstellt. „Am liebsten mag ich dabei die Spritzer“, lacht Ackermann. Kassiererin Elisabeth Bodein mag auch die Fliesen und den Rettungsring. „Der steht auch sinnbildlich für die Rettung des Freibads“, findet sie. Und ein weiteres Mitglied hat auf eigene Rechnung bereits T-Shirts mit dem neuen Logo in Auftrag gegeben. „Damit wollen wir uns am Ganerbenfest beteiligen und für das Freibad werben“, sagt Ackermann.

Was hat der Förderverein sonst noch vor? Drei Seiten lang sind die Vorschläge, die bei ihm aus der Bevölkerung bereits eingegangen sind. „Eine Idee ist, ein Sonnensegel für den Kinderbereich zu spenden“, sagt Ann Marie Ackermann. Doch das werde noch abgestimmt, da es ja Sonnenschirme gibt. Nicole Schellenbauer findet den Gedanken gut: „Das kam auch beim Badepersonal als Wunsch an.“ Denn gerade kleine Kinder müssten gut vor der Sonne geschützt werden. Aufklärung, so Vereinsbeirätin Lore Bisch weiter, müsse verstärkt geleistet werden. „Gerade diejenigen, die für die Photovoltaikanlage gespendet haben, kritisieren manchmal, dass das Wasser zu kalt sei. Es muss deutlich gesagt werden, dass die selbsterzeugte Sonnenenergie auch in die Technik fließt“, so Bisch. Elisabeth Boden ergänzt, dass vor allem die Pumpen viel Strom benötigten. Dass aber die neuen Pumpen gerade mal ein Zehntel der alten Pumpen verbrauchten. Dies bestätigt Nicole Schellenbauer, die sagt, dass bereits letztes und auch dieses Jahr Pumpen ausgetauscht wurden und werden.

Der seit März in Bönnigheim beschäftigte Badeleiter Björn Beal ist von „seinem“ Freibad begeistert. „Die Technik läuft super.“ Schmunzelnd ergänzt er: „Bei uns gibt es keine Probleme, nur Lösungen.“ Er zeigt sich sehr interessiert an den gesammelten Vorschlägen und bringt gleich noch eigene ein: „Vielleicht könnten wir einen Arschbomben-Contest machen“, lacht er: „Das DLRG stellt die Jury.“ Und vielleicht könnte zu Spielen eingeladen werden. Ein anwesender Badegast, der das hört, bringt spontan die Idee ein, im August ein Langstreckenschwimmen zu veranstalten, dafür Sponsoren zu gewinnen um so eine finanzielle Unterstützung für das Mineralfreibad zu erhalten. Seine Begeisterung ist ansteckend. „Das neue Bademeisterteam ist sehr freundlich und von den Gästen akzeptiert. Viele loben die Sauberkeit“, stellt Lore Bisch fest. „Wir können auch ohne Konto helfen, bei der Pflege beispielsweise“, ergänzt Elisabeth Bodein.

Hohe Besucherzahlen

Obwohl es gut läuft zwischen den Akteuren, hat Nicole Schellenbauer doch noch einen Wermutstropfen: Der Online-Verkauf der Eintrittskarten, sagt sie, könnte noch besser laufen. So richtig haben sich die Gäste wohl noch nicht daran gewöhnt, dass sie unter der Woche nur nachmittags und am Wochenende ganztags eine geöffnete Kasse vorfinden. Positiv entwickelt haben sich dennoch die Besucherzahlen. Die Vorverkaufszahlen sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen und die Zahl der Besucher lag im Mai bei 21.094. „Sie waren damit so hoch wie seit 2018 nicht mehr“, freut sich Schellenbauer.  

 
 
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