Bönnigheim Drogeriemarkt wird gebaut

Von Birgit Riecker
Hier, in unmittelbarer Nähe zum Edeka-Markt an der Meimsheimer Straße, will der Drogeriekonzern Rossmann bauen. Foto: /Oliver Bürkle

Neben dem Edeka-Markt an der Meimsheimer Straße soll ein Drogeriemarkt gebaut werden. Erste Ideen für die Gestaltung gibt es schon. 

Der Gemeinderat ist sich einig: Neben dem Edeka-Markt an der Meimsheimer Straße soll ein Drogeriemarkt gebaut werden. Der Grunderwerb ist abgeschlossen, erste Ideen für die Gestaltung und Erschließung trug Vermessungsingenieur Matthias Käser im Gremium vor.

Demnach handelt es sich bei dem Projektentwickler um die Firma Laye aus Sulz am Neckar. Sie agiert als Bauherr für die Firma Rossmann. Als Merkmale des geplanten Drogeriemarkts wurde eine Verkaufsfläche unter 800 Quadratmetern genannt, 32 Parkplätze sollen vorgesehen werden und das eingeschossige Gebäude soll mit einem nach Süden ausgerichteten Pultdach versehen werden. Auf diesem Dach ist eine Fotovoltaikanlage geplant, die den Markt zu 100 Prozent mit Energie versorgen soll.

Geworben wird weiter mit neuen Arbeits- und Ausbildungsplätzen, einer verstärkten Kaufkraftbindung und einem großen und vielseitigen Sortiment vor allem für junge Familien. Ganz wichtig für die Anwohner: Die Warenanlieferung soll ausschließlich zwischen sechs und 22 Uhr stattfinden. Eine eigene direkte öffentliche Zufahrt von der Meimsheimer Straße ist vorgesehen und eine Überfahrt zum südlich gelegenen Edeka-Markt soll es geben.

Bürokratische Hindernisse gilt es zu überwinden

Bis das Gebäude steht, wird es aber noch einige Zeit dauern, da noch bürokratische Hindernisse zu überwinden sind. Neben der Entwicklung des Bebauungsplans, die bis zum Juli 2026 abgeschlossen sein soll, muss ein Zielabweichungsverfahren durchgeführt werden. Denn der nördliche Zipfel des künftigen Drogeriemarkts ragt ein wenig in den regionalen Grünzug, der zunächst verändert werden muss.

Parallel dazu müssen die Stadt und der Projektentwickler noch einen städtebaulichen Vertrag abschließen. Und das gibt den Gemeinderäten die Möglichkeit, Gestaltungswünsche einzubringen. Jochen Türk (Grüne) regte an, auf der mit zehn Grad geneigten Dachfläche außerhalb der Fotovoltaikanlage ein Gründach vorzusehen. Hierfür bekam er Unterstützung von Hans-Martin Jäger (UWG), der darin auch einen Beitrag zur Eingriffs- und Ausgleichsbilanz sah.

Bürgermeister Dautel warnt vor hohen Erwartungen

Christa Häußer (CDU/FWV) wollte Näheres zur Verkehrsanbindung wissen. Doch Bürgermeister Albrecht Dautel erinnerte daran, dass das Verfahren mit dem Aufstellungsbeschluss erst starte. Bei den anschließenden Anhörungen werde man auch die Verkehrsbehörde beteiligen und dann Details klären. Tilo Staudenrausch (ABö) äußerte unter anderem den Wunsch, zu prüfen, ob ein Obergeschoss für eine öffentliche Nutzung wie eine Kindertagesstätte möglich wäre. Dautel warnte jedoch vor zu hohen Erwartungen: Man sei ja nicht im Innenbereich und für den Projektentwickler müsse das Ganze wirtschaftlich sein: „Ich glaube nicht, dass wir hier einen Rossmann kriegen, den es so in Deutschland noch nicht gibt.“  Birgit Riecker

 
 
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