Vierter von 400 Bewerbern wurde die Sophie-La-Roche-Realschule Bönnigheim beim diesjährigen Wettbewerb „Nanu – Realschule experimentiert“ des Ministerium für Kultus Baden-Württemberg. Mit dem naturwissenschaftlichen Projekt „Backmischungen unter der Lupe“ überzeugte die Klasse 9b der Sophie-La-Roche-Realschule Bönnigheim die Jury.
Bönnigheim Fazit eines Experiments: Selbst backen ist am besten
Die Klasse 9b der Sophie-La-Roche-Realschule Bönnigheim wird mit „Backmischungen unter der Lupe“ vierter Sieger des Wettbewerbs „Nanu“ des Landes.
Sei zehn Jahren nimmt Chemielehrerin Natascha Beer mit ihrer jeweiligen Klasse der Realschule in Bönnigheim an dem Wettbewerb teil. In diesem Jahr waren es insgesamt 400 Klassen aus dem Land, die ein naturwissenschaftliches Experiment einsandten. Die 29 Bönnigheimer Schülerinnen und Schüler der Klasse 9b entschieden sich gemeinsam mit Beer dazu, in diesem Jahr verschiedene Backmischungen zu testen und zu vergleichen.
Muffins konnte man kaum essen
Sie suchten sich im Supermarkt die Sorten Zitronen-, Marmor- und Schokoladenkuchen- sowie die Muffins-Backmischung aus. Dann wurden die Kuchen in der Schulküche gebacken. „Kosten, Optik, pH-Wert, Dichte, Herkunft und Fremdstoffe wurden untersucht“, sagt Beer. „Wir stellten fest, dass die Backmischungen meist dieselbe Herkunft haben, nur der Firmenname wird getauscht“, sagt Schüler Valentin. Für jeden Inhaltsstoff der Backmischungen wurde ein Steckbrief erstellt.
Dabei kam heraus, dass ein Großteil der Ingredienzien aus Konservierungs- und Farbstoffen besteht. Am Ende wurden die Kuchen gegessen und bewertet. „Die Muffins schmeckten so schlecht, wir konnten sie kaum essen“, sagt Maximilian.
Im Anschluss an die Tests stellten die Schüler selbst Backmischungen für die Kuchensorten her, sie suchten Rezepte für die Kuchen heraus, machten die Backmischungen zu Hause – natürlich ohne Fremdstoffe und buken die Kuchen, um zu testen, ob die Backmischung funktioniert. „Das war so einfach und auch billiger, denn meine Mutter hatte alle Zutaten zu Hause“, so eine Schülerin. Mehl, Zucker, Backpulver, Kakao oder Zitrone – mehr brauche es nicht.
Da die Schüler-Backmischungen so gut funktionierten und schmeckten, wurden sie verpackt, mit selbst gemachten Etiketten versehen und beim Bönnigheimer Frühlingszauber im Schloss verkauft. Sie gingen laut Beer weg wie warme Semmeln. „So ein Praxistest mit einem eigenen Produkt am Schluss macht den Schülern sichtbar Spaß und wenn sie dann noch einen Preis gewinnen, ist das toll“, so Beer. Und: die selbst gemachten Backmischungen schmeckten viel besser als die gekauften und seien gesünder, so Maximilian. Die Preisverleihung fand im Mercedes-Benz-Museum in Stuttgart statt. Dort präsentierten drei Schüler stellvertretend für die gesamte neunte Klasse ihr Projekt vor der Jury. Anschließend konnten sie den Tag im Museum verbringen. Abends waren alle Schüler und Schülerinnen des Wettbewerbs beim Bowling. Am nächsten Tag fand die Preisverleihung im Mercedes-Benz-Museum statt. Die Klasse schloss den Wettbewerb als Viertplatzierte ab und gewann 150 Euro für die Klassenkasse.
Schon in den vergangenen Jahren waren Schüler der Bönnigheimer Spohie-la-Roche-Realschule mit Experimenten wie den test von Shampoos oder Duschgels, Eistell oder Enery-Drinks, Müllbeutel oder Teelichter am Wettbewerb des Kultusministeriums beteiligt.
