Es war kurz nach 18 Uhr, die Wahllokale hatten gerade geschlossen, als Albrecht Dautel mit dem Wagen auf den Parkplatz vor dem Bönnigheimer Rathaus einbog. Die Stimmen aus sechs Wahllokalen und zwei Briefwahlbezirken mussten in Bönnigheim ausgezählt werden. „Das sollten die schnell hinkriegen“, sagte der Bürgermeister.
Bönnigheim Für weitere acht Jahre bestätigt
Albrecht Dautel wurde am Sonntag mit 94,9 Prozent erneut zum Bürgermeister gewählt. Die Wahlbeteiligung lag lediglich bei 22,7 Prozent.
Doch es dauerte bis 19.20 Uhr, bis Wahlleiter Frank Sartorius das Ergebnis im Rathaus bekannt gab: Mit 94,9 Prozent der abgegebenen Stimmen wurde Dautel für eine zweite Amtszeit zum Bürgermeister von Bönnigheim gewählt. 1270 wahlberechtigte Bönnigheimer gaben ihm ihre Stimme.
Insgesamt nahmen 1430 Bürger an der Wahl teil, das ist eine Wahlbeteiligung von 22,7 Prozent. Stimmberechtigt waren 6286 Männer und Frauen.
Viele Gratulanten
Gemeinderäte, Freunde, Bekannte, Vereinsvertreter, Amtsvorgänger Kornelius Bamberger, der Musikverein und nicht zuletzt die Riege der Bürgermeister aus den Nachbarkommunen Kirchheim, Gemmrigheim, Mundelsheim, Löchgau, Sachsenheim, Freudental und Walheim waren gekommen, um Dautel zu seinem Wahlsieg zu gratulieren. Sie alle hatten lange auf die offizielle Bekanntgabe des Wahlergebnisses warten müssen, das schon lange davor ausgezählt und per Beamer an die Wand des Ratssaals projiziert worden war.
Mit dem Wahlergebnis zeigte sich Dautel „vollends zufrieden“, trotz der geringen Wahlbeteiligung. „Damit kann ich leben“, sagte er. Das Ergebnis sehe er als Motivation für die kommenden acht Jahre. Seine zweite Amtszeit in Bönnigheim stellte Dautel unter das Motto, das auch der Musikverein für sein Kirchenkonzert am Tag zuvor gewählt hatte: „Lachen, Nachdenken, Weinen“.
Die Mitarbeiter im Rathaus seien froh über die „Kontinuität im Rathaus“. Mit diesen Worten gratulierte Kämmerer German Thüry dem alten und neuen Rathauschef. Um künftige Herausforderungen anzunehmen, „fühlen wir uns unter deiner Führung sehr gut aufgestellt“, sagte er. Als Geschenk überreichte er Dautel ein Plakat im Stil der Tafeln, die den Bönnigheimer Ehrenbürgern im Rathaus gewidmet sind. Dautel führe die Stadt „bodenständig, heimatverbunden und fest verwurzelt im familiären Umfeld“, heißt es darin.
