Seit einigen Jahren gibt es keinen Bönnigheimer Stadtwein mehr. Vor zwei Jahren erhielt die Stadt den offiziellen Namenszusatz Ganerbenstadt auf den Ortsschildern. Dass darauf nun untereinander Stadt – Bönnigheim – Ganerbenstadt steht, ärgert den Vorsitzenden der Historischen Gesellschaft, Kurt Sartorius, der sich die für ihn korrekte Bezeichnung „Ganerbenstadt Bönnigheim“ gewünscht hat. Eine Weinflasche mit besonderem Etikett wurde jetzt als Ganerbenwein kreiert, mit dem Stadtwappen und den vier Wappen der Ganerben sowie dem Namen „Ganerbenstadt Bönnigheim“. In Zusammenarbeit mit der Vinothek, der historischen Gesellschaft, der Stadt Bönnigheim und der Weinkellerei Kölle gibt es diesen Wein nun als Ganerbenwein zu kaufen. „Damit steht nun nicht mehr die ,Stadt’ im Vordergrund, sondern die ,Ganerbenstadt’“, sagt Heimatforscher Sartorius.
Bönnigheim Ganerbenwein als touristisches Mitbringsel aus der Stadt
Seit rund zwei Jahren gibt es den Namenszusatz „Ganerbenstadt“ auf den Ortsschildern. Jetzt kommen zwei entsprechende Cuvées in der Verkauf.
Wein beziehungsweise Weintrauben wurden während der Ganerbenzeit sehr stark reglementiert und kontrolliert, und es habe in dieser Zeit sieben Keltern in Bönnigheim gegeben, schlägt Sartorius den Bogen zum jetzt erhältlichen Ganerbenwein.
Für Bürgermeister Albrecht Dautel liegt es auf der Hand, mit den vier Ganerbenwappen der Bedeutung dieser Geschichtsperiode, die fast 400 Jahre bis 1750 andauerte, gerecht zu werden. „Wir wollen diesen Ganerbenwein auch als Andenken an die Besucher der Stadt verkaufen“, merkt der Bürgermeister an.
Zwei Cuvées von der Weinkellerei Kölle
Heinz Kölle wurde auf die Idee des Ganerbenweins angesprochen und war gerne bereit, zwei Cuvées aus der Produktion seiner Weinkellerei zur Verfügung zu stellen. Die klassische rote Cuvée besteht aus Lemberger und Cabernet Sauvignon. Der Wein reift ein Jahr im alten Holzfasse und ist trocken ausgebaut. Aus Weißburgunder, Sauvignon blanc und Riesling besteht die weiße Cuvée des Ganerbenweins. Beide Weine werden in seiner Kellerei präsentiert und in der Bönnigheimer Vinothek und im Schwäbischen Schnapsmuseum verkauft.
