Bönnigheim investiert 1,87 Millionen Euro In einem Jahr soll das Stadion wie neu sein

Von Jürgen Kunz
Bürgermeister Albrecht Dautel (Vierter von links) und Bauamtsleiter Peter Knoll (rechts daneben) hatten die Gemeinderäte und Vertreter der beteiligten Firmen zum symbolischen Spatenstich für die Sanierung des Bönnigheimer Stadions eingeladen.⇥ Foto: Oliver Bürkle

Mit einem symbolischen Spatenstich startet die Stadt die Sanierung des Bönnigheimer Stadions. Rund 1,87 Millionen Euro werden investiert.

Wir schaffen zeitgemäße und moderne Trainings- und Turnierbedingungen“, sagte Bürgermeister Albrecht Dautel beim symbolischen Spatenstich im Mittelkreis des Rasenspielfelds am Dienstagabend. 1966 gebaut, damals noch mit einer Aschenbahn, die vor drei Jahrzehnten durch eine Tartanlaufbahn ersetzt wurde, ist das Bönnigheimer Stadion nach starker Nutzung in die Jahre gekommen. Nun wird es für 1,87 Millionen Euro saniert.

Dittmar Zäh, stellvertretender Bürgermeister und TSV-Vorsitzender, erinnerte sich noch gut an die Einweihung des Stadions 1968 mit einem Fußballspiel von Kaiserslautern gegen Reutlingen. Inzwischen zeigt sich die Sportanlage mit Pfützen auf der Laufbahn, beschädigten Entwässerungsrinnen und einem erneuerungsbedürftigen Rasenspielfeld. So ist die jetzt beginnende Sanierung für Bürgermeister Dautel „etwas Besonderes“ nach „schwerwiegenden Diskussionen, die hinter uns liegen“.

Ohne Förderung wäre es ein schwieriges Unterfangen, konstatierte Dautel, und so war es wichtig, dass Stadt im zweiten Anlauf für die Sanierung Zuschüsse in Höhe von 168 000 Euro von der Sportstättenförderung sowie 100 000 Euro aus dem Ausgleichsstock für das 1,87-Millionen-Projekt erhält.

Während der Planungen sei beim Blick vorab auf den Belegungsplan schnell klar gewesen, dass der Platz sowohl von Vereinen (TSV Bönnigheim und SV Kaman Bönnigheim) als auch von den Schulen intensiv genutzt wird, teilt der Fachbereichsleiter Bauen und Planen, Peter Knoll, mit. Deshalb stimmte das Planungsbüro „Fischer + Partner“ aus Reichenbach an der Fils zusammen mit der Verwaltung die Ausführung der geplanten Maßnahmen mit den jeweiligen Nutzern ab.

Grundlegend saniert wird im Zuge der Sportplatzbau- und Landschaftsbauarbeiten auch der Rasenplatz, damit er wieder eine ebene Fläche erhält und den Spielern lange optimale Bewegungsmöglichkeiten gewährt. „Die Arbeiten laufen von innen nach außen“, erklärt Knoll. Zunächst wird der Rasen des Sportplatzes und rund 15 Zentimeter der Tragschicht abgetragen. Die entfernte Tragschicht wird zunächst zwischengelagert und mit Sand für die Wiederverwendung aufgearbeitet, erläuterte Planer Jochen Fitkorn. Für September ist die Einsaat der Rasen geplant. Danach werden die Laufbahn und der Umgang mit der Entwässerung saniert, die Flutlichtanlage sowie der Ballfangzaun erneuert, der südwestliche Zugang wird barrierefrei gestaltet, vier Fertiggaragen werden aufgestellt und die bestehende Garage modernisiert. Außerdem gibt es im Bereich des Außensportgebäudes einen neuen Zugang zur Laufbahn. Die Firma Becker Garten- und Landschaftsbau aus Zuzenhausen ist mit den Sportplatz- und Landschaftsbauarbeiten beauftragt.

Ziel ist es, das sanierte Stadion um Ostern 2023 nutzen zu können. Dautel ist zuversichtlich, „dass wir den Bauplan des Projekts gut umsetzen können.“

Wenn nach Abschluss der Arbeiten das Stadion wieder über einen zeitgemäßen Standard verfügt, könnten die Stadt und alle sportlichen Nutzer den nächsten 30 Jahren gelassen entgegenblicken.

Beim symbolischen Spatenstich ließ der Bürgermeister schon einmal den Blick auf das nächste Sorgenkind schweifen. Für das Freibad werden es auch manche Diskussion geben, denn die technischen Anlagen sind inzwischen auch mehr als drei Jahrzehnte alt, sagte Dautel.

 
 
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