Bönnigheim investiert in Geräte und Infrastruktur Digitalisierung der Schulen geht voran

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Die Bönnigheimer Schulzentrum erhält eine zukunftsfähige IT-Ausstattung.⇥ Foto: Werner Kuhnle

IT-Beratungsfirma unterstützt nach Analysten und Workshops mit den Verantwortlichen bei der Umsetzung einer zukunftsfähige Computer-Infrastruktur.

Es war ganz schön schwere Kost, die Marc El-Damhougi von der Firma „loesungenfinden.org“ den Mitgliedern des Bönnigheimer Verwaltungsausschusses präsentierte. Er stellte dem Gremium die IT-Betriebskonzeption für alle drei Schulen im Schnelldurchlauf vor. Die Langversion gab’s schriftlich. Einhellig beauftragte danach der Ausschuss die IT-Firma mit der Konkretisierung und Umsetzung des Konzepts.

Aufmerksam verfolgten die Rektoren Achim Salomon (Alfred-Amann-Gymnasium) und Uwe Schäfer (Ganerbenschule) die Entscheidungsfindung. El-Damhougi stellte klar, dass Schulen eine tragfähige und zukunftsfähige IT-Infrastruktur benötigten. Er verwies zunächst auf die Analysen, die durchgeführten Workshops mit den Verantwortlichen und die daraus erarbeitete Betriebskonzeption. Daraus ergebe sich die Erhöhung des Gerätebestands. Und daraus wachse der Aufwand der Schulnetzbetreuung. „Technische, aber auch administrative Herausforderungen kommen mit der Schuldigitalisierung“, führte er aus. Letztlich habe Corona dies allen vor Augen geführt. Als Lösungsansätze für die Bönnigheim-spezifischen Probleme nannte er elf Schritte und zeigte auf, welche Fördermaßnahmen dafür in Anspruch genommen werden können.

Zwei Fördertöpfe

Die Analyse der Netzwerkinfrastruktur (LAN/WLAN) wird vom DigitalPakt des Bundes und der Länder gefördert. Für die Beschaffung von Leihgeräten für Lehrkräfte greife die Verwaltungszusatzvereinbarung zum DigitalPakt. Die Beschaffung mobiler Endgeräte werde von der Corona-Soforthilfe/Zukunftsland BW unterstützt. Beim Projektmanagement greife wieder der DigitalPakt. Dies gelte auch für pädagogische Netzwerkmanagementlösungen, die Ausstattung der Verwaltungsnetze, die Serverzentralisierung und die Standardisierung aktiver und passiver Netzwerkkomponenten. Für die Ausschreibung des standardisierten IT-Warenkorbs, die Ausschreibung von IT-Service und Support mit einer vorgeschlagenen Laufzeit von 48 Monaten sowie die Analyse und Ausschreibung der Zielinfrastruktur gibt es ebenfalls Fördermittel.

Stadträtin Renate Opiolla (SPD) betonte, wie wichtig es sei, sich auf einheitliche Geräte zu einigen, da dadurch Wartungs- und Folgekosten geringer seien. Bürgermeister Albrecht Dautel stimmte ihr zu, ergänzte aber, dass die vorhandenen Geräte so weit möglich weiter genutzt werden sollen.

Investition: 840 000 Euro

In nackten Zahlen hat „loesungenfinden.org“ von den drei Schulen folgende Summen genannt bekommen: Für die Digitalausstattung benötigt die Ganerben-Grundschule 183 015 Euro, die Sophie-La-Roche-Realschule 421 155 Euro und das Alfred-Amann-Gymnasium 236 750 Euro. Die Brutto-Gesamtsumme für alle Schulen beträgt demnach 840 920 Euro. Der hohe Bedarf der Sophie-La-Roche-Realschule liege möglicherweise am Wunsch, digitale Tafeln zu beschaffen, erläuterte Achim Salomon. Diese würden allein rund 230 000 Euro kosten. Er betonte, dass die Zeit für die Umsetzung des Digitalkonzepts dränge, weil die an den Schulen vorhandene Software im nächsten Jahr nicht mehr unterstützt werde. Außerdem berichtete er, sein Kollege, der Rektor des Neckarsulmer Gymnasiums, sei voll des Lobes über die Arbeit von „loesungenfinden.org“.

Eigenanteil: 20 Prozent

Die genannten Kosten, so Dautel, kämen nicht auf einmal auf die Stadt zu. Und ihnen ständen zugesagte Fördermittel gegenüber. Aus dem DigitalPakt sind 575 500 Euro zu erwarten. Die Stadt muss dazu einen Eigenanteil von 20 Prozent, also 115 000 Euro beitragen. Bereits abgerufen wurden 123 780 Euro aus dem Sofortausstattungsprogramm.

 
 
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