Bönnigheim Orchester, Bigband und Solisten

Von Susanne Yvette Walter
Das Orchester in Aktion 2023 während der Musikshow des Musikvereins Stadtkapelle Bönnigheim mit Stadtmusikdirektor Rainer Falk, der auch dieses Jahr dirigieren wird. Foto: bz/Oliver Bürkle

Die Musikschule mobilisiert für ihren herbstlichen Höhepunkt alle Kräfte und will Musiker und Sänger am 14. und 15. November bei der dritten großen Musikshow glänzen lassen.

Alle guten Dinge sind drei. Die dritte Musikshow am Freitag, 14., und am Samstag, 15. November, der Musikschule Bönnigheim soll fortsetzen, was Stadtmusikdirektor und Musikschulleiter Rainer Falk 2017 und 2023 und mit ihm ein großer Stab von Musikern aus der Stadtkapelle, der Bigband und den jugendlichen Orchestern auf die Beine gestellt hat. In der Sporthalle soll die „Bönnigheimer Musikshow“ einen neuen Gipfelsturm erleben.

Die Musikshow besteht hauptsächlich aus klassischer Filmmusik. Die Aufführungen mit Orchester, Bigband und Solisten finden auf einer großen und einer kleineren Bühne statt.

Als Filmhelden verkleidet

„Die Protagonisten sind die Stadtkapelle Bönnigheim mit rund 70 Musikern, das Jugendblasorchester mit 45 Leuten und eine Big Band, die sich gerade formiert“, sagt Rainer Falk. Die Gesangssolisten und ein Moderator, der pfiffig zwischen den Beiträgen Brücken zum Publikum bauen will, sollen für Unterhaltung sorgen. „Das Ganze ist als Show aufgebaut mit entsprechenden Lichteffekten und Filmsequenzen. Dazu gehören als Filmhelden verkleidete Musiker“, beschreibt Dirigent Falk das Herbsthighlight, anders strukturiert sein wird als ein klassisches Konzert.

Zum Programm gehört die Starwars-Saga von John Williams, die Filmmusik von Superman und „Prisoners of the Sun“, dem Film um Tim und Struppi. Das berühmte Thema von Richard Strauss „Also sprach Zarathustra“ bringt langsam Licht in die anfangs abgedunkelte Halle. Das berühmte Thema macht den Auftakt für einen effektvollen Abend, ein Impuls der sich von Musikshow zu Musikshow fortsetzt.

Bisher konnte die Musikschule Bönnigheim auf die Bigband des Alfred-Amann-Gymnasium zurückgreifen für die Musikshow. Dieses Jahr ist Rainer Falk herausgefordert, Musiker aus den eigenen Reihen zu einer eigenen Bigband zu formieren. Rainer Falk, Dirigent der Stadtkapelle Bönnigheim seit 1990, stellt momentan die 27. Bläserklasse in Folge auf. Aus den vergangenen Bläserklassen sind wie jedes Jahr wieder etliche junge Musiker in die Orchester der Musikschule übergewechselt.

„Webber in Concert“, „Mama Mia“ und andere Musicaleinlagen sollen die Musikshow bunt und klangfarbenreich machen. Dafür sorgt das Jugendblasorchester. Auf der kleinen Bühne ist Raum für solistische Schmankerl, etwa für Gesang und Klavier oder für Solisten am Keybord, die sich ebenfalls vom Gänsehauteffekt bei Filmmusik haben anstecken lassen.

Keine Nachwuchssorgen

Vor der Pause setzt Falk einen besonderen Höhenpunkt aus der Filmkomödie „Sister Act“. Als Solisten kommen Saskia Tabler, Lisa Mayer und Daniel Benz ins Spiel. „Filmmusik ist ein Genre, das bei jeder Generation gut ankommt“, weiß Falk. Zugleich hütet sich der Musikschulleiter vor abgegriffenen Klassikern, die zu oft in Konzerten strapaziert wurden. „Es ist uns wichtig, keinen Mainstream zu produzieren und einzigartige Programme zu kreieren, die nicht jeder rauf und runterspielt“, betonte er. Der zweite Teil soll genauso spannend bleiben wie der erste.

Auch die Entwicklung des Nachwuchses in der Musikschule floriert: Nach der Aufnahme der Neuzugänge nach den Sommerferien hat das Schülerorchester der Musikschule Bönnigheim aktuell 76 Mitspieler.

 
 
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