Bönnigheim Sherlock Holmes ganz nah

Von Susanne Yvette Walter
Die Theater-AG des Alfred-Amann-Gymnasiums präsentierte „Baskerville – Sherlock Holmes allererster Fall“. Foto: /Oliver Bürkle

Die Theater AG des Alfred-Amann-Gymnasiums in Bönnigheim war dem englischen Privatdetektiv auf der Spur. 

Das Genie unter den Ermittlern auf höchstem Niveau, die britische Detektiv-Kunstfigur Sherlock Holmes, erfunden von Arthur Connon Doyle, fasziniert zeitlos Generationen. Noch immer lassen sich Menschen jeden Alters verzaubern von seinem scharfen Spürsinn, der fast bis zur Weissagung reicht.

Der weltberühmte Meisterdetektiv feiert gerade sein Come Back in Bönnigheim am Alfred-Amman-Gymnasium, wo ihn die Theater-AG zu ihrem neuen Helden gekrönt hat. Gerne schreiben hier 15 junge Leute und die AG-Leiter Regina Reitermayer und Philipp Albert ihre Stück selbst, aber dieses Mal zeigten sie „Baskerville – Sherlock Holmes allererster Fall“. Im Stück begegneten die Zuschauer Sherlock Holmes als Jugendlichem. Ein arrogant wirkender Besserwisser ist er, als er so in die Schulklasse kommt. Das ist genau die Rolle für Alex Ziebart und Friedericke Walter. Die tragenden Rollen sind im Stück doppelt besetzt, die in den beiden Aufführungen wechseln.

Zeitreise in 19. Jahrhundert

Watson (Sophie Drath) nahm das Publikum trotzdem mit auf eine Zeitreise ins 19. Jahrhundert, damals als Holmes seinen ersten Fall löste. Die Mutter zweier Klassenkameraden war verschollen und Sherlock ließ sich, angeblich aus Langeweile, darauf ein, sie zu suchen. Die wilde Zugfahrt der drei jungen Leute endete in Baskerville, das umgeben ist von Mooren, in denen angeblich ein Höllenhund haust. Alle drei legen Spürnasentalente vom Feinsten an den Tag, sodass die vermisste Mutter am Ende wieder heil in London ankommt.

Die Marschrichtung für eine Theatersaison finden die Schauspieler beim gemeinsamen Brainstorming. Sophie Drath ist, wie viele andere auch, ein Dauerbrenner in der Theater-AG. Im vierten Jahr schon genießt die 16-Jährige die Bretter. „Man kann so gut Selbstvertrauen aufbauen auf einer Bühne“, erklärt sie. Zwölf bis 18 Jahre alt sind die Akteure. Friederike Walter als Sherlock Holmes macht in diesem Frühjahr Abitur und ist die Älteste.

Im letzten Jahr brachte die Truppe „Antigone“ auf die Bühne, im Jahr davor Märchen – selbst arrangiert. Die Spürnasen sind beliebt, denn „Emil und die Detektive“ von Erich Kästner kam auch schon zur Aufführung. „Manchmal schreiben wir vorgeschriebene Stücke um“, erzählt Sophie Drath.

Über eine Stunde geht die Show um den jungen Sherlock. Ein halbes Jahr Probezeit liegt hinter den Akteuren und ihr Lohn ließ nicht auf sich warten. Minutenlang donnert der Beifall. Begeisterte Zurufe begleiten die jungen Leute auch noch hinter dem Vorhang.  Susanne Yvette Walter

 
 
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