Bönnigheim Sportplatz nicht bespielbar

Von Jürgen Kunz
Weil das Wasser nicht abläuft ist der Bönnigheimer Sportplatz zurzeit nicht bespielbar. Foto: /Oliver Bürkle

Nach Regen läuft das Wasser auf dem sanierten Rasenspielfeld im Sportzentrum nicht ab. Die Stadt hat einen Gutachter beauftragt. 

Rund 1,2 Millionen Euro hat Bönnigheim 2023 in die Sanierung des Rasenplatzes, die Laufbahn, den Umgang mit der Entwässerung, die Flutlichtanlage sowie den Ballfangzaun, den barrierefreien südwestlichen Zugang und vier Fertiggaragen investiert. Nach Regenfällen zeigt sich auf dem knapp 7900 Quadratmeter großen Rasenspielfeld das ganze Trauerspiel – das Wasser läuft nicht ab. „Zurzeit ist der Rasenplatz nicht bespielbar“, bestätigte Jürgen Lais vom Fachbereich 4 – Bauen und Planen auf Nachfrage der Bietigheimer, Sachsenheimer, Bönnigheimer Zeitung.

Untersuchungsergebnis „in Kürze“ erwartet

Vor Weihnachten habe man den Gemeinderat informiert, sagte Lais, und man habe einen vereidigten Gutachter beauftragt. „Er untersucht noch, es liegen noch keine Ergebnisse vor“, so Lais, der in der Stadtverwaltung für Bautechnik, Vermessung und Leitungsauskünfte zuständig ist, und er hofft, dass man in Kürze eine aussagekräftige Beurteilung erhält. „Ob die Probleme mit der Sanierung zusammenhängen, darüber hoffen wir auf das Ergebnis durch den Gutachter“, so Lais. Der Vorsitzende des TSV Bönnigheim, Dittmar Zäh, sagte gegenüber der BZ: „Es gibt noch keinen neuen Zeitplan.“

Beim symbolischen Spatenstich zu Sportplatzsanierung Anfang Mai 2022 war Bürgermeister Albrecht Dautel zuversichtlich: Wenn nach Abschluss der Arbeiten das Stadion wieder über einen zeitgemäßen Standard verfüge, könne die Stadt und alle sportlichen Nutzer den nächsten 30 Jahren gelassen entgegenblicken. Die Sanierungsarbeiten konnten im vorgesehenen Zeitraum nach insgesamt 55 Wochen Bauzeit abgeschlossen werden. Das Rasenspielfeld mit 7865 Quadratmetern wurde bereits im Herbst 2022 fertig. Im Frühjahr 2023 nahm die Sanierung noch einmal Fahrt auf. Einer der Hauptposten: die Sanierung der zehn Zentimeter starken Asphaltschicht der Rundlaufbahn. „Dabei wurden 2200 Quadratmeter um vier Zentimeter abgefräst und durch einen Kunststoffbelag ersetzt.“

2000 Quadratmeter Betonbelag galt es zu pflastern. Dazu waren rund 100.000 Pflanzsteine nötig. 4600 Meter Leitungen für Strom, Blitzschutz und für Wasser wurden gelegt. Vier Fertiggaragen kamen dazu. Insgesamt wurden für die Sanierung des Sportplatzes 1500 Tonnen Schotter, 750 Tonnen Kies und 1200 Tonnen Sand verbaut.

Für die Sanierung erhielt die Stadt Zuschüsse in Höhe von 168.000 Euro von der Sportstättenförderung sowie 100.000 Euro aus dem Ausgleichsstock

 
 
- Anzeige -