Hoher Besuch im Weingut Dautel in Bönnigheim. Die deutsche Weinkönigin Anna Zenz besuchte die Betriebsstätte am Ortrand. In ihrem Gefolge begleiteten sie ihre beiden Weinprinzessinnen Katja Simon und Emma Meinhardt. Das Trio war im September in Neustadt an der Weinstraße auserkoren worden, für ein Jahr den deutschen Wein zu repräsentieren.
Bönnigheim Weinhoheiten zu Besuch
Christian Dautel führte die deutsche Weinkönigin Anna Zenz und ihr Gefolge durch sein Weingut.
In diesen Tagen machen sich die drei Frauen mit dem Weinbaugebiet Württemberg vertraut. Es ist bereits die siebte der insgesamt 13 deutschen Weinregionen, die sie besuchen. Unterstützung bekamen sie von Manuela Breitmayer aus Ammerbuch im Landkreis Tübingen und von Anna Maria Joos aus Besigheim, den beiden württembergischen Weinprinzessinnen. Natalie Schäfter, die württembergische Weinkönigin, war an diesem Tag verhindert.
Begrüßt wurden die Weinhoheiten von Winzer Christian Dautel, der sie durch das private Weingut führte, die jüngsten Erweiterungen erläuterte und im Abschluss einige Weine des Hauses mit ihnen verkostete. Auch Dietrich Rembold, Präsident des württembergischen Weinbauverbandes, steuerte einige Informationen bei.
Rundreise durch Württemberg
Das Bönnigheimer Weingut war an diesem Mittwoch schon die zweite Station der Rundreise durch Württemberg. Überall gab es Wein, „aber den haben wir nur verkostet, nicht getrunken“, versicherte Weinprinzessin Katja Simon, die aus Zwingenberg im Weinbaugebiet Hessische Bergstraße stammt. Schließlich liege der Fokus des Besuchs auf den Betrieben.
Weinkönigin Anna Zenz stammt von der Mosel, wo die Eltern im kleinen Ort Ediger-Eller ein Weingut führen. Was sie an Württemberg beeindruckt, ist der Zusammenhalt der Winzer, wie er in den Genossenschaft spürbar sei. Konstrukte wie die Württembergische Zentralgenossenschaft, über die Weine der anliefernden Genossenschaften ausgebaut und vertrieben werden, „kennen wir an der Mosel nicht“, sagte sie. Bei der WZG waren die Weinhoheiten am Vortag zu Besuch gewesen.
Die dichte genossenschaftliche Struktur Württembergs ist auch für Emma Meinhardt aus dem Weinbaugebiet Saale-Unstrut in gewisser Weise neu. Im nördlichsten Weinbaugebiet Deutschlands mit seinen lediglich knapp 800 Hektar Weinbaufläche gibt es nur eine einzige Genossenschaft, berichtete sie. An ihrem Besuch schätzt sie besonders die Herzlichkeit und Gastfreundschaft, mit der die Weinhoheiten empfangen wurden.
An diesem Mittwoch setzten die drei Frauen ihre Rundreise durch das Weinbaugebiet Württemberg in Brackenheim und Nordheim fort. Dann ist ein paar Tage Pause, bevor es weitergeht in die Pfalz.
