Das Mineralfreibad prägt das Erscheinungsbild Bönnigheims“, findet Ann Marie Ackermann. Zusammen mit Christiane Rossato-Argaud hat sie sich auf den Weg gemacht, sich für den langfristigen Erhalt des traditionsreichen Freibads einzusetzen. Mit einem Freibadförderverein könnten künftig Nutzer und Sympathisanten die Stadt unterstützen, so ihre Idee. Erfolgreich war ja auch das Engagement der Bürgerinnen und Bürger bei der Erweiterung der Solaranlage und zur Anschaffung neuer Bänke.
Bönnigheim Ziel: Langfristig das Mineralfreibad sichern
Ann Marie Ackermann und Christiane Rossato-Argaud wollen einen Förderverein für das Bönnigheimer Freizeitangebot gründen.
Umfassend informiert
Viele Informationen haben die beiden im Vorfeld eingeholt: Sie waren beim Freibadträgerverein in Sachsenheim, beim Förderverein Enztalbad in Vaihingen, sprachen mit dem örtlichen DLRG und auch mit dem Geschäftsführer der Bönnigheimer Stadtwerke, German Thüry. „Bei der Stadt und auch in Teilen des Gemeinderats hatten wir fast den Eindruck, offene Türen einzurennen“, sagt Christiane Rossato-Argaud. Das ist erst einmal kein Wunder. Denn in diesem Jahr rechnet Thüry mit einem Defizit von rund 538.000 Euro.
„Die schwierige finanzielle Situation des Freibads, der anstehende Sanierungsbedarf und der Personalmangel habe ich bei einem Besuch der Gemeinderatssitzung verstanden“, so Ann Marie Ackermann. Trotz dieser Herausforderungen gelte das Mineralfreibad vielen als unverzichtbarer Bestandteil des städtischen Lebens. „Kinder lernen dort schwimmen, ältere Menschen treiben Sport und zahlreiche Besucher nutzen das Bad als Ort der Begegnung und Erholung“, so Ackermann.
Auch über die Stadtgrenzen hinaus genieße das Freibad Anerkennung. Nicht nur bei Besuchern aus den Nachbargemeinden, sondern auch auf einer Rangliste der besten Freibäder Deutschlands erhielt das Mineralfreibad 2018 einen Platz unter den ersten 100. „Es lohnt sich, das Freibad zu erhalten. Und dafür müssen wir Bürgerinnen und Bürger selbst aktiv werden“, sagen die beiden.
Auf dem letztjährigen Weihnachtsmarkt kam die Idee gut an: Rund 70 Interessenten bekundeten mit ihrer Unterschrift den gleichen Wunsch. „Das Projekt lohnt sich also, weiter zu führen“, befanden die beiden. Ein Förderverein könnte Spenden einwerben, politische Unterstützung mobilisieren und das Freibad durch Öffentlichkeitsarbeit stärker ins Bewusstsein rücken, so Ackermann. „Darüber hinaus planen wir Initiatorinnen Veranstaltungen, Werbeaktionen sowie die Organisation ehrenamtlicher Unterstützung“, ergänzt Christiane Rossato-Argaud. Vorstellen kann sie sich beispielsweise ehrenamtliche Hilfe bei der Pflege der Rosen oder der Grünflächen und Freianlagen.
Vereinsgründung am 20. März
Wer sich für den künftigen Freibadförderverein interessiert, sollte sich den 20. März vormerken. Da wird die Gründungsversammlung um 19 Uhr im Hohensteiner Hof stattfinden. Die zunächst angekündigte Lokalität musste aufgrund einer Doppelbelegung kurzfristig verlegt werden. Dann soll auch darüber gesprochen werden, was zuerst angepackt wird: Ist es die Homepage, eine Informationsbroschüre oder Veranstaltungen, die das Mineralfreibad noch attraktiver machen können.
Christiane Rossato-Argaud hofft, dass die Versammlung dann zustimmt, den Mitgliedsbeitrag niedrig zu halten, um allen die Teilhabe zu ermöglichen. Ann Marie Ackermann warnt zugleich vor zu hohen Erwartungen: „Investitionen in Spielgeräte oder ähnliches können wir erst machen, wenn wir Geld eingenommen haben.“
