Was haben ein hochmoderner Aufzug für Rollstuhlfahrer, eine amerikanische Seilbahnkonstruktion, der Tokyo Tower und ein liebevoll gestaltetes Storchennest gemeinsam? Sie alle standen Pate für die spektakulären Aussichtsturm-Modelle, die Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9 des Alfred-Amann-Gymnasiums (AAG) Bönnigheim entworfen haben. Bei der feierlichen Preisverleihung des traditionellen Modellbauwettbewerbs rauchten nicht nur die Köpfe der Jury – am Ende durfte sich ein Team der Klasse 9c über den begehrten Hauptpreis freuen.
Bönnigheimer in Tripsdrill Geniale Türme und ein Storchennest
Schüler des Alfred-Amann-Gymnasiums Bönnigheim begeistern im Erlebnispark Tripsdrill als Ingenieure.
Für die Neuntklässler begann der besondere Tag sportlich mit einem gemeinsamen Fußmarsch von der Schule in Bönnigheim direkt nach Tripsdrill. Der Ausflug war für die Jugendlichen eine hochwillkommene Abwechslung zum aktuellen Schulalltag: Eigentlich absolvieren die Schüler derzeit ihr einwöchiges Sozialpraktikum und sammeln wertvolle Erfahrungen in Pflegeheimen, Kindergärten oder ähnlichen sozialen Einrichtungen.
Ein Aussichtsturm sollte konstruiert werden
Seit 2017 besteht die Erfolgs-Kooperation im Fach NwT (Naturwissenschaft und Technik), bei der die Schüler in die Rolle von echten Ingenieuren und Projektmanagern schlüpfen. Die diesjährige Aufgabe: Konstruiert werden sollte ein Aussichtsturm, der stabil steht und eine fehlerfreie mechanische oder elektronische Funktion besitzt. Statik, Holzverarbeitung und die Programmierung mittels Arduino-Platinen gehörten zu den Herausforderungen. Die hochkarätige Jury – besetzt mit Mitgliedern des Tripsdriller Technikteams sowie Alexander Portmann aus der Parkleitung – nahm jedes einzelne Modell akribisch unter die Lupe. Denn in der Realität gilt: „Ohne die Funktion bringt auch die tollste Optik nichts. Die Gäste finden es nicht gut, wenn eine Attraktion super aussieht, aber am Ende nicht fährt“, sagte die Jury bei der Bewertung. Zudem legten die Experten großen Wert auf die Verwendung regionaler, natürlicher Materialien sowie auf eine stimmige Thematisierung.
Die Jugendlichen zeigten enormen kreativen Mut: Ein Team wagte sich an ein futuristisches Weltraum-Thema, ein anderes setzte auf eine hoch komplizierte, von US-Vorbildern inspirierte Seilbahn-Gondelkonstruktion. Auch ein Modell im Stile des 333 Meter hohen Tokyo Towers war vertreten – was in der Realität am Widerstand der Nachbargemeinden scheitern würde, bewies im Modellmaßstab immerhin eine enorme Stabilität.
Modell „Storchennest“ überzeugte auf ganzer Linie
Am Ende konnte ein Modell die Jury auf ganzer Linie überzeugen, weil es alle geforderten Kriterien meisterhaft vereinte: das Modell „Storchennest“ von Benjamin, Julian, Lana und Iona (Klasse 9c). Das Team unter der Leitung von NwT-Lehrer Stephan Manka setzte voll auf den regionalen Bezug und die Tripsdrill-Philosophie.
Ihr Turm bestach durch eine Naturthematisierung mit viel Holz, einem detailreichen Storchennest als Krone und – dem entscheidenden Pluspunkt – einer einwandfrei funktionierenden, elektrisch betriebenen Seilwinde mit Motor.
„Dieses Modell hat quasi in allen Punkten die Vorgaben erfüllt: die schöne Thematisierung, der regionale Bezug und eine Funktionalität, die tadellos läuft“, lobte die Jury um Alexander Portmann bei der Übergabe des Preises. Als Belohnung für die monatelange Arbeit darf sich das Gewinnerteam nun über Tagespässe für den Erlebnispark freuen.
2027 ist zehnjähriges Bestehen der Kooperation
Nach der Preisverleihung verabschiedeten sich die Schüler in einen actionreichen Nachmittag im Park. Im nächsten Jahr feiert die erfolgreiche Kooperation zwischen dem AAG und Tripsdrill bereits ihr zehnjähriges Bestehen.
