Bönnigheimer Schloss Ausstellung von Roswitha Mann und Alfons Hattler

Von Susanne Yvette Walter
Die Bilder von Roswitha Mann und  Alfons Hattler sind samstags und sonntags, jeweils von 11 bis 17 Uhr, im Bönnigheimer Schloss zu sehen. Es gelten 2G-Regeln.⇥ Foto: Werner Kuhnle

Roswitha Mann und Alfons Hattler stellen als Bönnigheimer Künstler im Stadionschen Schloss aus.

„Das Schloss soll zwar verkauft werden, bis es allerdings so weit ist, wollen wir es bespielen, beleben und diese schönen Räume der Öffentlichkeit zugänglich machen“, erklärt Birgit Papendorf, Kulturreferentin der Stadt Bönnigheim, am Sonntag in der Ausstellung. „Es ist wunderschön, wie diese Kunstwerke in diesen Räumen wirken“, sagt sie und lädt dazu ein, sich davon zu überzeugen – samstags und sonntags von 11 bis 17 Uhr.

Eigentlich war eine Vernissage geplant gewesen, doch wegen der neuen Entwicklungen in der Pandemie wurde sie abgesagt. Stattdessen kamen die beiden ausstellenden Künstler Alfons Hattler und Roswitha Mann, beide aus Bönnigheim, um Besuchern im Einzelgespräch auf Abstand und mit Maske Einblick in ihre Kunst zu geben. Die Ausstellung, die bis Ende Januar 2022 im Stadionschen Schloss bleiben soll, verbindet zwei gegensätzlich hantierende Künstler unter dem Titel „Abstraktion & Realismus“.

Roswitha Mann zeigt, wie sie sich in kräftigen Farben immer mehr löst von der Gegenständlichkeit und ins abstrakte Malen findet. Sie hatte lange die Leitung in einem Bönnigheimer Kindergarten. Sie ist Dozentin für Aquarellmalen an der Volkshochschule in Ludwigburg. Und sie engagiert sich gerne ehrenamtlich, zum Beispiel bei den Projekttagen in der Förderschule am Steinhaus in Besigheim. Fünf Jahre lang wirkte sie bei der Organisation der regionalen Kunstwettbewerbe des Kulturfensters Bönigheim mit. In drei Sälen sieht man ihre Bilder.

In drei anderen hohen Räumen mit knarrendem Holzböden hängen Arbeiten von Alfons Hattler. Der aus Rottweil stammende Hobbykünstler kam im Seniorenalter nach Bönnigheim, auch weil hier seine Tochter lebt, Ulrike Staudenrausch. Ihr Name ist bekannt in Bönnigheim, weil sie sich sehr im Vereinsleben engagiert. Alfons Hattler hat als Junge zunächst zum Bleistift gegriffen, weil Ölfarben damals teuer waren. Er hat lange warten müssen, bis er endlich welche bekam, erzählt er. Eine dieser ersten Zeichnungen, die im Alter von elf Jahren entstand, hat er mitgebracht in die Ausstellung:  „Ich habe immer versucht, möglichst realistisch zu malen. Ich empfinde ein gemaltes Bild als wertiger als etwa ein Foto. Mir ging es darum, die Stimmung abzubilden.“ ⇥

 
 
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