Börse in Frankfurt Aussicht auf US-Konjunkturhilfe treibt Dax an

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Der Dax ist der wichtigste Aktienindex in Deutschland. Foto: Fredrik von Erichsen/dpa Foto: dpa

Die Aussicht auf ein großes, billionenschweres US-Konjunkturhilfspaket zur Bewältigung der Pandemie hat am Donnerstag die Aktien-Anleger bei Laune gehalten.

Frankfurt/Main - Die Aussicht auf ein großes, billionenschweres US-Konjunkturhilfspaket zur Bewältigung der Pandemie hat am Donnerstag die Aktien-Anleger bei Laune gehalten.

Der Dax stieg mehrmals über die Marke von 14.000 Punkten, blieb aber zum Handelsschluss mit plus 0,35 Prozent auf 13.988,70 Punkte etwas darunter.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen erreichte mit deutlich über 31 600 Punkten erneut einen Rekord, ehe er mit 31.572,08 Punkten und einem Zuwachs von 0,84 Prozent ins Ziel ging.

Neben dem US-Konjunkturpaket, zu dem sich der designierte US-Präsident Joe Biden voraussichtlich noch an diesem Donnerstag äußern will, interessieren sich die Anleger bereits für die am Freitag startende US-Berichtssaison mit Quartalszahlen aus dem Bankensektor. Diese könnten auch dem Markt hierzulande neue Impulse bringen. Im Dax waren am vorletzten Handelstag der Woche die Papiere der Deutschen Bank mit plus 4,23 Prozent bereits weit vorne.

Besser im Leitindex waren nur noch die Aktien von Volkswagen mit plus 4,96 Prozent. Insgesamt war die Stimmung im europäischen Autosektor sehr gut. Auch positive Wirtschaftssignale aus China dürften Rückenwind geliefert haben, das Land ist ein wichtiger Absatzmarkt für die Pkw-Hersteller.

Shop Apotheke begab eine Wandelanleihe, was die Aktien am MDax-Ende mit minus 4,34 Prozent belastete. Im Jahr 2020 waren die Papiere mit einem Plus von fast 241 Prozent der beste MDax-Wert gewesen.

Der EuroStoxx 50 gewann 0,69 Prozent auf 3641,37 Punkte. Höher schlossen auch der französische Cac 40 und der britische FTSE 100. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial rückte zum europäischen Handelsschluss um ein knappes halbes Prozent vor.

Der Euro rutschte vorübergehend bis auf den tiefsten Stand seit Mitte Dezember 2020 ab. Zuletzt notierte die Gemeinschaftswährung mit 1,2156 US-Dollar wieder etwas darüber. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Nachmittag auf 1,2124 (Mittwoch: 1,2166) Dollar festgesetzt und der Dollar damit 0,8248 (0,8220) Euro gekostet.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite von minus 0,52 Prozent am Vortag auf minus 0,55 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,12 Prozent auf 146,09 Punkte. Der Bund-Future legte um 0,15 Prozent auf 177,75 Punkte zu.

© dpa-infocom, dpa:210114-99-21246/7

 
 
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