Bühnen Vertragsverlängerung für Münchner Opernchefs

Von dpa
Intendant Serge Dorny (vorne) und Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski im März 2018. Foto: Lino Mirgeler/dpa

Lange wurde gerätselt, wie es weitergeht an der Bayerischen Staatsoper. Bleibt das Führungsduo Dorny und Jurowski? Und wenn ja, wie lange? Darauf gibt es nun Antworten.

München - Intendant Serge Dorny (62) und Generalmusikdirektor Vladimir Jurowski (52) bleiben an der Spitze der Bayerischen Staatsoper in München. Dornys Vertrag wurde um weitere fünf Jahre bis 2031 verlängert, Jurowskis nur um zwei bis 2028, wie Kunstminister Markus Blume (CSU) am Montag in München bekanntgab. Der kürzere Zeitraum sei Jurowskis Wunsch gewesen. Sieben, acht Jahre an einem Haus seien eine "optimale Periode - zumindest für einen Dirigenten", sagte Jurowski. Der Vertrag mit Ballettdirektor Laurent Hilaire (61) wurde - wie der von Dorny - ebenfalls um weitere fünf Jahre bis 2031 verlängert. 

Allerdings sollen externe Berater die Strukturen an der Oper in München überprüfen und das Haus zukunftsfähig machen. Dabei könne auch herauskommen, "dass wir das Intendanten-Modell" weiterentwickeln, sagte Blume. "Es geht um die Frage: Wie schaut eine moderne Struktur für ein solches Haus aus?", betonte er. "Darüber hinaus geht es um kaufmännische Fragen."

Monatelanges Rätselraten

Dorny fügte hinzu: Wir müssen uns jetzt überlegen: Wie wird die Bayerische Staatsoper aussehen in 2050?" Es sei jetzt an der Zeit "vorzubereiten, was morgen und übermorgen und in der nächsten Generation kommt". Und er sei dankbar dafür, dabei von externen Beratern unterstützt zu werden. 

Zuvor hatte es monatelanges Rätselraten darüber gegeben, wie es an der Staatsoper weitergeht - und auch Streit im Landtag. Die Grünen hatten im April Klarheit über die künftige Leitung gefordert und in einem entsprechenden Antrag einen "Eiertanz um die Intendanz" kritisiert. 

"Lange erwartet, heute ist es so weit." Er sei froh, dass der Tag nun gekommen sei, sagte Bayerns Kunstminister Blume. Er habe sich in der Staatsoper kaum noch frei bewegen können - weil er immer wieder auf die Frage nach der Zukunft angesprochen worden sei. "Ich freue mich, dass wir an diesen Punkt heute gekommen sind", sagte er und sprach von einer "Kombination aus personeller Kontinuität und struktureller Reform".

 
 
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