Bürger wünschen sich eine Erweiterung des Friedhofs Keine Erweiterung in Untermberg

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Für Beerdigungen mit vielen Trauernden ist in der Aussegnungshalle des Friedhofs Untermberg kein Platz, so die Kritik.⇥ Foto: Martin Kalb

Viele Untermberger wünschen sich eine Vergrößerung des Versammlungsraumes des Friedhofs. Die Verwaltung will darauf vorerst verzichten.

Die Untermberger mussten lange warten: Seit 2014 war der Friedhof im Bietigheim-Bissinger Stadtteil ein Thema und Grund für Beschwerden. Die Aussegnungshalle sei zu eng, das Dach undicht und das Mauerwerk feucht. Immer wieder wurde seitens der Verwaltung vertröstet, bis der Friedhof nach 40-jähriger Nutzung als Teil des Friedhofsentwicklungsplans der Stadt in den letzten Jahren umfassend saniert wurde. Jetzt beschäftigt er die Stadt und den Technischen Ausschuss erneut. Denn in der Sitzung des Technischen Ausschusses am Donnerstag steht die Aussegnungshalle erneut auf der Tagesordnung.

40 Sitzplätze

Die Stadtverwaltung gibt einen Sachstandsbericht über den baulichen Zustand der Halle am Friedhof am Traminerweg. Grund dafür seien eine Frage aus der Mitte des Gemeinderats gewesen, sowie der Wunsch der Bürgerschaft den Versammlungsraum zu vergrößern, damit auch bei großen Beerdigungen genügen Platz für die Trauernden ist. Unter normalen Umständen passen hier bis zu 40 Sitzplätze hinein, heißt es in der Sitzungsvorlage. Doch die Stadtverwaltung schlägt darin vor, vorerst auf eine Erweiterung zu verzichten. Eine feste, bauliche Erweiterung im nördlichen Bereich sei nicht möglich, begründet die Verwaltung, da dieser derzeit mit Glas überdachte Versammlungsort von Grabfeldern umgeben ist und weitere Grabfelder mit Maschinen und Geräten nur über diese Fläche erreicht werden können. Außerdem stellt die Verwaltung dieses Anliegen in Hinblick auf die Anzahl der Bestattungen infrage: Bei durchschnittlich sieben Bestattungen pro Jahr, dabei durchschnittlich drei im Winter- und vier im Sommerhalbjahr, sei der vorhandene Versammlungsraum sowie die glasüberdachte Vorfläche in den meisten Fällen für die anwesenden Trauergäste ausreichend.

Ein Anbau mit Falttüren oder ähnlichem würde einen technisch sowie finanziell sehr hohen Aufwand erfordern, heißt es zudem in der Vorlage. Allerdings prüfe die Verwaltung kurzfristig, inwieweit die Sitzplatzzahl im vorhandenen Gebäude durch eine Umorganisation der vorhandenen Flächen und Sitzplätze erhöht werden könne.

Info Neben dem Sachstandbericht bespricht der Technische Ausschuss in seiner Sitzung am Donnerstag, 12. November, 18 Uhr, im Kronenzentrum auch den Haushaltsplan 2021.

 
 
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