Bürgermeisterwahl in Sersheim Mit viel Applaus in die fünfte Amtszeit

Von Michaela Glemser
Bürgermeister Jürgen Scholz (Mitte) und seine Ehefrau Margit nehmen die Glückwünsche zur Wiederwahl vom Gemeindewahlleiter Sieghard Geske entgegen. Foto: /mb

Jürgen Scholz wird mit 90,78 Prozent der Stimmen erneut zum Bürgermeister von Sersheim gewählt. 

„Ich bin begeistert und etwas sprachlos. Die Wahlbeteiligung von 35,53 Prozent ist toll. Ich habe sogar noch mehr Stimmen als bei der vergangenen Wahl 2014. Wer 32 Jahre lang Bürgermeister einer Gemeinde ist, kann es nicht jedem recht machen“, erklärte ein sichtlich zufriedener Jürgen Scholz, nachdem Gemeindewahlleiter Sieghard Geske um kurz vor 19:30 Uhr bei der Sitzung des Gemeindewahlausschusses das offizielle Ergebnis verkündet hatte.

Damit kann Scholz, der am 23. September 1990 erstmals auf den Chefsessel des Sersheimer Rathauses gewählt wurde, mit 90,78 Prozent der abgegebenen Stimmen gestärkt in seine fünfte Amtszeit als Bürgermeister der Mettertalgemeinde gehen. Sein Gegenkandidat Samuel Johannes Speitelsbach aus Ravenstein erzielte 3,82 Prozent der Stimmen, Ulrich Raisch aus Stuttgart 3,41 Prozent. Auf 29 Stimmzetteln hatten Wahlberechtigte andere Kandidaten gewählt, darunter neben Asterix, Mick Jagger oder Bundeskanzler Olaf Scholz, auch die Ehefrau des neuen und alten Sersheimer Schultes, Margit, oder Sersheims Hauptamtsleiter Matthias Gruber. 1512 der insgesamt 4256 Wahlberechtigten machten von ihrem Wahlrecht Gebrauch, darunter 593 Briefwählerinnen und -wähler. Amtsinhaber Scholz wirkte gelassen, als er gegen 18:30 Uhr mit Ehefrau Margit das Sersheimer Rathaus betrat. „Ich habe den Wahltag heute ganz in Ruhe mit der Familie verbracht und habe mir heute Nachmittag ein gutes Stück Schwarzwälder Kirschtorte schmecken lassen. Meine Kinder und Enkel warten zu Hause auf das Wahlergebnis. Es kommt, wie es kommt, aber ich bin Realist und hoffe auf eine Wahlbeteiligung zwischen 25 und 30 Prozent“, machte Scholz deutlich.

Die letzte Amtszeit

Auch wenn ein Wegfall der Altersbeschränkung für Bürgermeister in Baden-Württemberg im Gespräch ist, stellte Scholz klar, dass seine fünfte Amtszeit definitiv seine letzte sein wird. Ehefrau Margit reagierte sehr erleichtert auf diese Äußerung, hatte sie doch damit geliebäugelt, dass ihr Gatte schon jetzt in den Ruhestand geht. „Aber er ist eben mit Leib und Seele Bürgermeister, da fällt das Aufhören schwer“, schmunzelte sie. Noch hat Jürgen Scholz in Sersheim auch viel vor. Die Umgestaltung der Ortsmitte ist noch nicht abgeschlossen. Mit den Veränderungen an der Kreuzung der Vaihinger mit der Horrheimer und der Sedanstraße wartet bereits das nächste Großprojekt.

„Gute Wahlbeteiligung“

„Vielleicht ist die gute Wahlbeteiligung und mein Wahlergebnis auch ein Zeichen dafür, dass in der Gemeinde die Veränderungen der vergangenen Jahre honoriert und geschätzt werden“, betonte Scholz. Zu dessen Gratulanten zählten neben dem Landtagsabgeordneten Konrad Epple, auch der ehemalige Vaihinger OB Gerd Maisch, Werner Somlai (Alt-Bürgermeister Oberriexingens) und der Eberdinger Bürgermeister Peter Schäfer.   Michaela Glemser

 
 
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